Starke Winde erschweren Feuerbekämpfung auf Kreta
Der grosse Waldbrand im Süden der griechischen Insel Kreta ist weiterhin ausser Kontrolle. Starke Winde erschweren die Löscharbeiten erheblich und verhindern den Einsatz von Löschflugzeugen und Hubschraubern. Nach weiteren Angaben der Feuerwehr sind inzwischen 224 Einsatzkräfte mit 53 Fahrzeugen sowie Spezialeinheiten und Freiwillige im Einsatz.

Am Mittwoch waren in Griechenland drei Feuerwehrleute ums Leben gekommen. Zwei davon starben auf Kreta. Sie wurden von den Flammen umzingelt, wie die Feuerwehr mitteilte. Ein weiterer Feuerwehrmann starb auf der Halbinsel Peloponnes. Er sei jedoch allen Anzeichen nach unabhängig vom dortigen Feuer gestorben, berichtete der griechische Rundfunk unter Berufung auf Ärzte des Krankenhauses von Sparta.

Ortschaften evakuiert
Auf Kreta kämpften die Feuerwehrleute die ganze Nacht über gegen die Flammen, die bereits landwirtschaftliche Flächen, Häuser und Nutztiere zerstört hatten. Mehrere Ortschaften wurden vorsorglich evakuiert. Aus dem Küstenort Agia Galini wurden nach Angaben der Behörden rund 8000 Menschen in Sicherheit gebracht.
In anderen Regionen ist die Situation nach Angaben der Behörden besser. Im Osten Kretas bei Sitia konnte ein grosser Brand unter Kontrolle gebracht werden. Die gilt auch für einen Brand auf der Insel Lesbos, berichtete der griechische Rundfunk ERT.

Entwarnung könne aber nicht gegeben werden, sagten Feuerwehroffiziere und Meteorologen: Im trockenen Unterholz schwelen weiterhin Glutnester, die die Brände immer wieder neu entfachen können. Und: Es soll weiter heiss und windig bleiben. (dpa)
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