­
­
­
­

«Der Tiger» tritt an: Kolumbiens neuer Präsident de la Espriella übernimmt Amt

Nach vier Jahren unter einem linken Präsidenten rückt Kolumbien wieder nach rechts. Der neue Staatschef Abelardo de la Espriella will vor allem bei der Sicherheit einen harten Kurs einschlagen.
Der neue Präsident nennt sich selbst «Tiger». (Bild: Keystone)

Der rechte Politiker Abelardo de la Espriella ist als neuer Präsident Kolumbiens vereidigt worden. «Die Zeit der Wiederherstellung von Ordnung, Autorität und Freiheit hat begonnen», sagte er bei seiner Amtseinführung in der südwestlichen Stadt Cali, wie in der Live-Übertragung der Zeremonie zu sehen war. Der von US-Präsident Donald Trump unterstützte de la Espriella löst Gustavo Petro ab, der als erster Linker an der Spitze des Landes stand und nicht mehr antreten durfte. De la Espriella hatte die Stichwahl im Juni knapp gegen den linken Regierungskandidaten Iván Cepeda gewonnen.

Der neue Präsident nennt sich selbst «Tiger». (Bild: Keystone)

De la Espriella übernimmt ein Land, in dem bewaffnete Gruppen und kriminelle Organisationen in vielen Regionen wieder an Einfluss gewonnen haben. Der 48-jährige Anwalt hatte im Wahlkampf einen harten Kurs gegen Gewalt und Drogenhandel angekündigt und will die Sicherheitskräfte stärken. Auch aussenpolitisch kündigte «El Tigre» (Der Tiger), wie sich der neue Präsident selbst nennt, einen Kurswechsel an. Er will die zuletzt abgekühlten Beziehungen zu den USA wieder ausbauen und im Kampf gegen den Drogenhandel enger mit Washington zusammenarbeiten.

Kolumbien, der weltweit grösste Produzent von Kokain, war lange Zeit der wichtigste Partner der USA in Südamerika, bevor sich das Verhältnis unter Petro deutlich verschlechterte. Zudem plant De la Espriella, die diplomatischen Beziehungen zu Israel wiederherzustellen, die Petro wegen des Gaza-Kriegs abgebrochen hatte. Der neue Präsident soll Kolumbien bis 2030 regieren. Zu den internationalen Gästen der Zeremonie auf einem Militärgelände vor Ehrenformationen des Militärs zählten unter anderem Spaniens König Felipe VI. und der ultraliberale argentinische Präsident Javier Milei. Auch FIFA-Präsident Gianni Infantino war vor Ort, der zuletzt wegen seiner Pläne für einen milliardenschweren Investorenfonds für die FIFA in die Kritik geraten war. (dpa)

 
Lädt

Schlagwort zu Meine Themen

Zum Hinzufügen bitte einloggen:

Anmelden

Schlagwort zu Meine Themen

Hinzufügen

Sie haben bereits 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

Entfernen

Um «Meine Themen» nutzen zu können, stimmen Sie der Datenspeicherung hierfür zu.

Kommentare
Keine Kommentare

    Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben

Kommentare hinzufügen

Ähnliche Artikel

Botschafter zurückgerufen: Mileis Beschimpfungen gegen Lula haben Folgen

Argentiniens Präsident Javier Milei hat bei der Nominierung Flávio Bolsonaros zum Präsidentschaftskandidaten Brasiliens Staatschef Lula als «Dieb» und einen Richter als «glatzköpfigen Müll» bezeichnet. Der Eklat hat nun Folgen.
26.07.2026
Abo

Aus Aberglauben: Argentiniens Präsident bleibt Finale fern

In den USA, Kanada und Mexiko geht vom 11. Juni bis zum 19. Juli die grösste Fussball-WM aller Zeiten über die Bühne. Mit unserem Liveblog sind Sie immer auf dem aktuellen Stand.
03.06.2026
Abo

Könige, Stars und Trump mit dem Pokal: Am WM-Final fehlt nur Milei – aus einem kuriosen Grund

Justin Bieber, Madonna, Shakira und Tom Cruise: Während die Fifa den Final mit einer Mega-Show zum Super Bowl des Fussballs macht, setzt Argentiniens Präsident lieber auf einen Glücksbringer und bleibt zu Hause.
19.07.2026

Wettbewerb

3x2 Tickets für das Jazz Festival Sargans zu gewinnen
Jazz Festival Sargans.png

Umfrage der Woche

Hat sich durch den Hackerangriff Ihr Umgang mit digitalen Angeboten verändert?
­
­