­
­
­
­

Kolumbianische Rebellen lassen Geiseln frei

Die letzte verbliebene Rebellengruppe in Kolumbien, ELN, hat sechs im vergangenen Monat entführte Geiseln freigelassen. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz erklärte, an der humanitären Mission im westlichen Verwaltungsgebiet Chocó beteiligt gewesen zu sein.
Die kolumbianische Männergruppe war Anfang August in der Region Chocó an der Grenze zu Panama entführt worden. (Archivbild)
Die kolumbianische Männergruppe war Anfang August in der Region Chocó an der Grenze zu Panama entführt worden. (Archivbild) (Bild: KEYSTONE/EPA ELN/ELN HANDOUT)

Bei den Geiseln handelte es sich um drei Polizisten, einen Soldaten und zwei Zivilisten. Sie wurden nun einer aus Vertretern des IKRK, der katholischen Kirche und einem Obudsmann bestehenden humanitären Kommission übergeben. Weitere Informationen gab es zunächst nicht über die Freilassung.

Kolumbiens neuer Präsident Iván Duque macht die Wiederaufnahme von Friedensgesprächen mit der ELN von der Freilassung aller Geiseln abhängig, die sich in der Gewalt der Gruppe befinden. Nach Regierungsangaben befinden sich noch mindestens neun Geiseln in der Hand der ELN-Rebellen.

Duque fordert zudem ein Ende jeglicher krimineller Aktionen der Gruppe, um die unter Ex-Staatschef Juan Manuel Santos begonnenen Gespräche wieder aufzunehmen, darunter etwa Entführungen und Angriffe auf Öl-Pipelines. Die Guerillas dagegen sagten, die Angriffe lediglich einzustellen, wenn sich die Regierung zu einer beidseitigen Feuerpause bereiterkläre.

Das Nationale Befreiungsheer (ELN) ist die letzte noch aktive Guerillaorganisation Kolumbiens. Die grössere Farc-Guerilla hatte ihren jahrzehntelangen Kampf gegen die Regierung unter Santos beendet. Dadurch wurde ein 50 Jahre langer Konflikt mit Schätzungen zufolge 260'000 Toten und sieben Millionen Vertriebenen beendet. (sda/afp/ap)

 

Schlagwörter

Lädt

Schlagwort zu Meine Themen

Zum Hinzufügen bitte einloggen:

Anmelden

Schlagwort zu Meine Themen

Hinzufügen

Sie haben bereits 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

Entfernen

Um «Meine Themen» nutzen zu können, stimmen Sie der Datenspeicherung hierfür zu.

Kommentare
Keine Kommentare

    Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben

Kommentare hinzufügen

Ähnliche Artikel

Abo

Pekings heikle Balance: Warum sich China im Iran-Krieg so auffallend zurückhält

Der Konflikt zwischen den USA und Iran trifft Peking wirtschaftlich ins Mark – doch statt Druck auszuüben oder einzugreifen, bleibt China auffallend passiv. Dahinter steckt eine klare Strategie.
22.04.2026
Abo

Überraschende Iran-Wende: Trump macht kurz vor Ablauf der Waffenruhe einen Rückzieher

Der US-Präsident sucht nach Frieden. 6 Fragen und Antworten zur neuen Lage im Iran-Krieg.
21.04.2026
Abo

Friedensverhandlungen in Pakistan? Trumps Unterhändler sind mit einem neuen Problem konfrontiert

Der amerikanische Präsident kündigt neue Friedensgespräche in Pakistan an. Derweil verwirrt der Iran mit widersprüchlichen Entscheidungen über die Strasse von Hormus.
19.04.2026
­
­