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Schweizer Diplomaten allein im Luxushotel

Weder JD Vance noch die Iraner reisten am Freitag an. Nun  fragt sich die Schweizer Diplomatie: Wie lange wird das Luxusresort auf dem Bürgenstock freigehalten – und die Umgebung gesperrt?
Weiträumig abgesperrt: Das Resort auf dem Bürgentock. (Bild: Boris Bürgisser (Stansstad, 9.6. 2024))

Die Botschafterinnen und Diplomaten des Aussendepartements hätten sich wohl mehr Gesellschaft gewünscht an diesem Freitag. Zwei Wochen haben sie die Unterzeichnung der Friedensvereinbarung zwischen Iran und den USA auf dem Bürgenstock vorbereitet. Nachdem US-Präsident Trump das Papier schon am Mittwoch in Paris spontan signiert hatte, hofften sie wenigstens noch auf den Start der eigentlichen Verhandlungen am Freitag in der Zentralschweiz.

Daraus wurde nichts: US-Vizepräsident JD Vance vertagte die Anreise. Und die Iraner bestehen auf der Einhaltung wichtiger Punkte der Vereinbarung, bevor sie Richtung Schweiz aufbrechen.

Die Schweizer Delegation, die für Vorbereitungsarbeiten seit Tagen im weitgehend leergeräumten Resort auf dem Bürgenstock weilt, steht nun vor der kniffligen Frage, wie lange die Luxusanlage gesperrt und all die Sicherheitsvorkehrungen aufrechterhalten werden sollen – der amerikanisch-iranische Poker kann sich noch über Tage, ja Wochen hinziehen.

«Im Moment wird das Dispositiv aufrechterhalten», teilte das EDA am Freitagnachmittag auf Anfrage mit. Und die Polizei liess wissen, die Durchhaltefähigkeit der Sicherheitskräfte sei gewährleistet. Das gilt sicher auch für die Diplomatinnen und Diplomaten im Luxusresort.

 
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