Griechenland fliegt Haustiere und Besitzer aus dem Nahen Osten aus
Die Regierung in Athen hat eine Luftbrücke für im Iran-Krieg gestrandete Griechen mit Haustieren organisiert. Als der am Mittwoch in Abu Dhabi gestartete Flug der Gesellschaft Aegean mit 45 Tieren und 101 Menschen an Bord in Athen landete, spielten sich im Hauptstadtflughafen Freudenszenen ab. Kleine Hunde vollführten Luftsprünge, als sie aus ihren Transportbehältern steigen durften.
Alexandra Papayanis, die seit fünf Jahren in Dubai lebt, kam mit ihrem Hund Sirtaki und sagte, sie habe Mühe gehabt, einen Evakuierungsflug zu finden, der Tiere mitnehme. Jetzt habe sie auch noch den Hund einer Freundin mitgebracht. Die Heimkehr mit ihrem Liebling sei «absolut fantastisch».
«Es ist so wichtig», sagte Papayanis. «Unsere Haustiere sind Teil unserer Familie.» Aber es sei eine Herausforderung, unter diesen schwierigen Umständen «unsere Hunde und Katzen zurückzubringen».

Der Angriff Israels und der USA auf den Iran hat den Flugverkehr im Nahen Osten und am Persischen Golf stark beeinträchtigt. Viele Länder waren gezwungen, wiederholt ihren Luftraum zu schliessen und Tausende von Flügen an wichtigen Drehkreuzen wie Dubai und Katar zu streichen. Hunderttausende Reisende sind gestrandet.
Nicht ohne meinen Hund
Maria Theochari sagte, sie habe sich nicht vorstellen können, Dubai ohne ihren Hund Matisse zu verlassen. Das Tier sei für sie genauso wichtig wie ihre Kinder. «Ich trenne mich nicht von meinem Tier und meinen Kindern. Das ist für mich dasselbe», sagte sie.
«Unsere Haustiere sind kein Gepäck, sie sind Teil unserer Familien», sagte der Sonderbeauftragte für den Schutz von Begleittieren, Nikos Chrysakis. Das Innen- und das Aussenministerium hätten tagelang zusammengearbeitet, «damit die Tiere und die Menschen sicher nach Hause zurückkehren können».

Gelassener Kater im Kriegslärm
Danai Koukoulomati sagte, sie habe unbedingt einen Flug bekommen wollen, der auch ihren Kater Muay Thai mitnehme. «Für mich ist mein Haustier, meine Katze, meine Familie. Ich werde ihn auf keinen Fall zurücklassen», sagte sie. Doch sie habe zunächst keine Maschine finden können, die Tiere in der Kabine oder im Frachtraum akzeptiere. «Es ist sehr, sehr schwierig, mit seinen Haustieren zu fliegen», sagte sie.
Während der Wartezeit habe ihr Kater auf Alarmsirenen und Explosionen viel stoischer reagiert als sie selbst. Wenn eine Detonation krachte, habe er sich im Bad versteckt. «Und das war's dann auch schon», berichtete Koukoulomati. Muay Thai sei ein gelassener Kater. «Ich war nicht so ruhig», sagte sie. «Ich muss da etwas von ihm lernen.» (dpa)
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