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Grenzübergang zwischen Israel und Gaza zu

Israel hat am Sonntag den einzigen Personenübergang zum Gazastreifen geschlossen. Verteidigungsminister Avigdor Lieberman begründete die Abriegelung des Erez-Übergangs im Norden des Palästinensergebiets mit "gewalttätigen Zwischenfällen" an der Grenze am Freitag.
Israel hat den Grenzübergang Erez - einziger Personenübergang zum Gazastreifen - auf unbestimmte Zeit geschlossen. (Archiv)
Israel hat den Grenzübergang Erez - einziger Personenübergang zum Gazastreifen - auf unbestimmte Zeit geschlossen. (Archiv) (Bild: KEYSTONE/AP/Lefteris Pitarakis)

"Humanitäre Fälle" und Kranke sollen den Übergang jedoch weiterhin passieren können. Wie lange die Sperrung andauern soll, blieb zunächst offen. Palästinensern aus dem Gazastreifen könnte dadurch die Teilnahme am islamischen Opferfest Eid al-Adha verwehrt sein, das von Montagabend bis Donnerstagabend begangen wird.

Bei Protesten an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel hatten israelische Soldaten am Freitag zwei Palästinenser getötet. Nach israelischen Angaben warfen die Demonstranten Brandbomben in Richtung der Grenzanlage. Mehrere Palästinenser seien kurzzeitig auf israelisches Gebiet vorgedrungen.

Israel hatte den einzigen für den Warenverkehr genutzten Grenzübergang in Kerem Schalom am Mittwoch nach fünfwöchiger Sperrung wieder geöffnet. Nach Uno-Angaben sollen dort mehr als 400 Lastwagen Nahrungsmittel und andere Güter in das Palästinensergebiet zwischen Israel und Ägypten bringen.

Über zehnjährige Blockade

Der dicht besiedelte Küstenstreifen mit einer Bevölkerung von fast zwei Millionen Menschen unterliegt seit mehr als zehn Jahren einer israelischen Blockade zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Einige wenige Palästinenser dürfen die Grenze aufgrund von Ausnahmeregelungen überqueren.

Der einzige andere Übergang, Rafah an der Grenze zu Ägypten im Süden, war in den vergangenen Jahren die meiste Zeit über geschlossen. Mitte Mai öffneten die ägyptischen Behörden ihn, und seitdem war er meistens passierbar.

Seit Ende März gibt es an der Grenze des Gazastreifens zu Israel immer wieder gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und der israelischen Armee. Mindestens 171 Palästinenser und ein israelischer Soldat wurden seitdem getötet.

Zudem gab es immer wieder wechselseitigen Beschuss. Zuletzt hatte Israel am 9. August massive Luftangriffe auf den Gazastreifen geflogen, nachdem rund 180 Raketen und Mörsergranaten auf israelischem Gebiet gelandet waren.

Proteste trotz Waffenruhe

Am 10. August trat eine Waffenruhe zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas-Bewegung in Kraft. Dennoch gingen die Proteste der Palästinenser weiter.

Vertreter der Uno und Ägyptens versuchen einen längerfristigen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas zu bewerkstelligen. Dadurch soll humanitäre Hilfe für den verarmten Gazastreifen ermöglicht werden.

Am Sonntag traf der Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, in Israel ein. Er wollte mit dem Regierungschef Benjamin Netanjahu über Syrien, den Iran und den Gazastreifen sprechen. (sda/afp)

 
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