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Weil Ärzte die schizophrene Marleen heilen wollten, zerstörten sie Teile ihres Gehirns

Bis in die 70er-Jahre wurden in der Schweiz psychisch kranke Menschen lobotomiert. Dabei bohrten sie ihre Schädel auf und schnitten Nervenbahnen durch. Betroffene waren vor allem Frauen.
Annika Bangerter
In den USA und in Europa galt Mitte des 20. Jahrhunderts die Lobotomie als Wundermittel gegen psychische Krankheiten.
Als Marleen 30 Jahre alt war, schnitt ihr eine Pflegerin im Spital die Haare ab und rasierte ihr den Kopf. Oberhalb der Schläfen wurde Marleens Haut desinfiziert, worauf ein Chirurg Löcher in ihren Schädel bohrte.

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