Polizei prüft Treffen von Epstein und Andrew auf Schloss Balmoral
Die schottische Polizei prüft Informationen zu mutmasslichen Aufenthalten des früheren Prinzen Andrew Mountbatten-Windsor, US‑Sexualstraftäters Jeffrey Epstein und dessen Gehilfin Ghislaine Maxwell auf Schloss Balmoral. Die Untersuchung befinde sich in einem sehr frühen Stadium, teilte die Polizei zuerst der Boulevardzeitung «Daily Express» mit. Im Raum stehen Vorwürfe, dass Frauen in das private Anwesen von König Charles III. in den Highlands verschleppt worden sein sollen.

Der 2019 in Haft gestorbene Epstein hatte auch mit Hilfe von Maxwell einen Missbrauchsring betrieben, dem über Jahre hinweg junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Die nachgewiesene Freundschaft zu Epstein hatte Andrew praktisch alle Titel und Ehren gekostet. Den Vorwurf, in die kriminellen Machenschaften des US-Finanziers verwickelt gewesen zu sein, wies Andrew stets zurück.
Untersuchung in einem sehr frühen Stadium
Die Frage, ob auch Orte in Grossbritannien von Epstein und dessen Komplizen zum Missbrauch und Menschenhandel genutzt wurden, beschäftigt die britischen Behörden seit längerer Zeit. «Wir haben Informationen erhalten und es laufen aktive Nachforschungen», teilte die schottische Polizei der Nachrichtenagentur PA zum Fall Balmoral mit. Die Bedürfnisse der Opfer und Überlebenden stünden im Mittelpunkt, weitere Einzelheiten zu laufenden Nachforschungen würden nicht bestätigt werden.

Das schottische Schloss war der Rückzugsort von Queen Elizabeth II., Andrews Mutter. Am 8. September 2022 starb die Monarchin auf dem Anwesen. Gemeinsame Aufenthalte von Andrew und Epstein würden zu Lebzeiten der Queen stattgefunden haben. Eines der Epstein-Opfer, die mittlerweile gestorbene Virgina Giuffre, hatte Andrew vorgeworfen, sie als 17-Jährige missbraucht zu haben. Andrew stritt die Vorwürfe stets ab. Er einigte sich in einem US-Zivilverfahren auf einen Berichten zufolge millionenschweren Vergleich mit Giuffre. (dpa)
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