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EU geht gegen Russlands Repression und Kinderdeportationen vor

Neben zehn Personen sanktioniert die EU auch 17 Einrichtungen und Organisationen. Sie sollen an der Zwangsadoption ukrainischer Kinder und deren Eingliederung in russische Strukturen mitwirken.
Die EU verhängt Sanktionen wegen des Ausschlusses der Partei Jabloko und der Deportation ukrainischer Kinder. (Bild: EPA)

Die Europäische Union hat nach der Parlamentswahl in Russland Sanktionen gegen Verantwortliche für den Ausschluss der Anti-Kriegspartei Jabloko verhängt. Betroffen sind nach Angaben des Rates der Mitgliedstaaten unter anderem drei Richter des Obersten Gerichtshofs in Moskau sowie ein Beamter der Generalstaatsanwaltschaft.

Insgesamt wurden Strafmassnahmen gegen zehn Personen erlassen. Sie alle waren den Angaben zufolge an Entscheidungen gegen die Partei Jabloko oder gegen deren Führungspersönlichkeiten beteiligt.

Die EU verhängt Sanktionen wegen des Ausschlusses der Partei Jabloko und der Deportation ukrainischer Kinder. (Bild: EPA)

Die Strafmassnahmen umfassen Reisebeschränkungen und das Einfrieren von Vermögenswerten. Zudem dürfen den Betroffenen keine Gelder oder andere wirtschaftlichen Ressourcen mehr bereitgestellt werden.

Die 27 Mitgliedstaaten der EU hatten die mit einem klaren Sieg der Kremlpartei «Geeintes Russland» geendete Wahl bereits in der vergangenen Woche scharf kritisiert. In einer Erklärung hiess es, die vom 18. bis 20. September abgehaltene Wahl zur Staatsduma hätte den anhaltenden und sich vertiefenden Abbau der Demokratie in Russland deutlich gemacht.

Die russischen Behörden hätten die systematische und institutionalisierte Repression im Inland wie auch über die Landesgrenzen hinweg weiter verstärkt, um demokratische Oppositionskräfte daran zu hindern, den Status quo infrage zu stellen.

Betroffene Kinder werden der Identität beraubt

Neben den Sanktionen wegen der Duma-Wahl verhängte die EU weitere Strafmassnahmen gegen Verantwortliche für Russlands Programm zur Deportation und Zwangsadoption ukrainischer Kinder. Betroffen sind 10 Personen und 17 Einrichtungen sowie Organisationen, wie die Vertretung der Mitgliedstaaten mitteilte.

Zu diesen gehören unter anderem die Mostourism genannte Moskauer Tourismusbehörde sowie zwei russische Unternehmen, die im Bereich Kinderfreizeit, Tourismus und Unterhaltungsangebote tätig sind. Sie sind laut EU an der Organisation von Aktivitäten beteiligt, die zur Indoktrinierung und zwangsweisen Eingliederung ukrainischer Minderjähriger in russische Identitäts-, Bildungs- und Gesellschaftsstrukturen beitragen. (dpa)

 
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