«Baby Rider»: Iranische Influencerin wurde wohl erschossen
Eine iranische Influencerin und begeisterte Motorradfahrerin ist offenbar von Sicherheitskräften des Mullah-Regimes bei Protesten gegen die Regierung erschossen worden. Diana Bahadori war auf Instagram als «Baby Rider» bekannt und hatte mehr als 200'000 Follower.

Wie die unabhängige iranische Nachrichtenseite «Iranwire» unter Berufung auf Menschenrechtsorganisationen berichtet, soll die 19-Jährige bei Protesten in Gorgan, der Hauptstadt der Provinz Golestan, Anfang Januar durch Schüsse getötet worden sein.
Nach Angaben der Organisation Hyrcani Human Rights soll gegen Mitternacht am 8. Januar zweimal auf sie geschossen worden sein. Die Leiche der jungen Frau wurde demnach zwei Tage später von den Behörden an die Familie übergeben. Staatliche Medien behaupten, sie sei bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen und ihr echter Name sei Shahrzad Mokhami.
Auf dem Instagram-Account der Influencerin wurde eine Story gepostet, in der ebenfalls behauptet wurde, der Tod sei auf einen Unfall zurückzuführen. Follower wurden gebeten, keine Gerüchte zu verbreiten. Die Menschenrechtsgruppe Hyrcani teilte jedoch mit, dass die Familie diese Erklärung unter dem Druck des iranischen Geheimdienstes abgegeben habe.
Instagram-Post der Familie unter Druck geschrieben?
Eine der Familie von Diana Bahadori nahestehende Quelle sagte laut «Iranwire», die Behörden hätten den Leichnam nur unter Bedingungen freigegeben. So musste die Familie eine geheime Beerdigung durchführen. Zudem sollte die Familie öffentlich bestreiten, dass sie von Regierungskräften getötet worden sei.
Unter dem Namen «Baby Rider» postete die junge Iranerin Bilder und Videos von sich beim Motorradfahren, immer ohne Kopftuch. Beides ist Frauen in Iran untersagt. Das letzte Video von ihr zeigte sie in einer Lederjacke, ein iranisches Lied singend.
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