Zug kollidiert in Belgien mit Schulbus – mindestens vier Personen verstorben
Ein Zug ist in Buggenhout im belgischen Ostflandern mit einem Schul-Minibus kollidiert. Vier Menschen kamen dabei ums Leben. Der Bus war auf dem Weg zur Schule mit sonderpädagogischer Ausrichtung. Hier würden Kinder und Jugendliche mit Verhaltens- und emotionalen Störungen sowie mit Autismus-Spektrum-Störungen unterrichtet.
Im Bus befanden sich insgesamt sieben Kinder und zwei Erwachsene. Laut dem belgischen Mobilitätsminister Jean-Luc Crucke kamen beim Zusammenstoss zwei Jugendliche im Alter von 12 und 15 Jahren sowie der 49-jährige Busfahrer und die 27-jährige Begleitperson ums Leben. Zwei weitere Personen wurden schwer verletzt. Fünf weitere Kinder wurden zunächst schwer verletzt und in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht, ihr Zustand sei derzeit stabil. Wie die belgische Bahn SNCB bestätigt, wurden keine Zugpassagiere verletzt. Das berichtet das belgische Portal RTL Info.
Schranken unten, Ampeln rot
Der Unfall ereignete sich gegen 8.15 Uhr am Bahnübergang Vierhuizen in Buggenhout. Wie es genau zu dem Unglück kam, wird zurzeit noch abgeklärt. Ersten Berichten zufolge war der Bahnübergang zum Zeitpunkt des Unfalls geschlossen und das rote Signal leuchtete.
Der Unfall ereignete sich rund einen Kilometer vom Bahnhof Buggenhout entfernt. Der Lokführer leitete eine Notbremsung ein, konnte die Kollision aber nicht mehr verhindern.
Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen laut Infrabel, dass der Bahnübergang zum Zeitpunkt des Unfalls geschlossen war. «Die Kollision ereignete sich um 8.08 Uhr. Die Bilder zeigen, dass die Schranken unten und die Ampeln rot waren. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, wissen wir nicht. Das müssen Polizei und Staatsanwaltschaft untersuchen», sagte Infrabel-Sprecher Thomas Baeken zu VRT News.
Regierungschef zeigt sich betroffen
Bürgermeister Geert Hermans sagte auf der Pressekonferenz: «Wir vom Krisenteam und aus der örtlichen Gemeinde sind schockiert und zutiefst getroffen von dem, was geschehen ist.»
Auch der belgische Premierminister Bart De Wever äusserte sich: «Ich bin zutiefst erschüttert über den schrecklichen Unfall in Buggenhout. Meine Gedanken sind bei den betroffenen Familien», schrieb er auf X.
Belgiens Innenminister Bernard Quintin äusserte sich auf X ebenfalls zum Unfall: «Mit tiefer Traurigkeit habe ich vom tragischen Unfall in Buggenhout erfahren. Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Ich wünsche den Verletzten viel Mut. Ich danke unseren Rettungskräften für ihr schnelles Eingreifen vor Ort.»
Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen reagierte: «Ich war tief betrübt, als ich von dem tragischen Unfall zwischen einem Zug und einem Schulbus in Buggenhout heute erfuhr. Mein tiefes Mitgefühl gilt den Familien der Opfer und ihren Angehörigen. Heute trauert Europa mit Belgien.»
Brüssel liegt 22 Kilometer südöstlich und Antwerpen 26 Kilometer nordöstlich von Buggenhout entfernt. (cam/dpa)
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben




Kleines Vademecum für Kommentarschreiber
Wie ein Kommentar veröffentlicht wird – und warum nicht.
Wir halten dafür: Wer sich an den gedeckten Tisch setzt, hat sich zu benehmen. Selbstverständlich darf an der gebotenen Kost gemäkelt und rumgestochert werden. Aber keinesfalls gerülpst oder gefurzt.
Der Gastgeber bestimmt, was für ihn die Anstandsregeln sind, und ab wo sie überschritten werden. Das hat überhaupt nichts mit Zensur zu tun; jedem Kommentarschreiber ist es freigestellt, seine Meinung auf seinem eigenen Blog zu veröffentlichen.
Jeder Artikel, der auf vaterland.li erscheint, ist namentlich gezeichnet. Deshalb werden wir zukünftig die Verwendung von Pseudonymen – ausser, es liegen triftige Gründe vor – nicht mehr dulden.
Kommentare, die sich nicht an diese Regeln halten, werden gelöscht. Darüber wird keine Korrespondenz geführt. Wiederholungstäter werden auf die Blacklist gesetzt; weitere Kommentare von ihnen wandern direkt in den Papierkorb.
Es ist vor allem im Internet so, dass zu grosse Freiheit und der Schutz durch Anonymität leider nicht allen guttut. Deshalb müssen Massnahmen ergriffen werden, um diejenigen zu schützen, die an einem Austausch von Argumenten oder Meinungen ernsthaft interessiert sind.
Bei der Veröffentlichung hilft ungemein, wenn sich der Kommentar auf den Inhalt des Artikels bezieht, im besten Fall sogar Argumente anführt. Unqualifizierte und allgemeine Pöbeleien werden nicht geduldet. Infights zwischen Kommentarschreibern nur sehr begrenzt.
Damit verhindern wir, dass sich seriöse Kommentatoren abwenden, weil sie nicht im Umfeld einer lautstarken Stammtischrauferei auftauchen möchten.
Wir teilen manchmal hart aus, wir stecken auch problemlos ein. Aber unser Austeilen ist immer argumentativ abgestützt. Das ist auch bei Repliken zu beachten.
Wenn Sie dieses Vademecum nicht beachten, ist das die letzte Warnung. Sollte auch Ihr nächster Kommentar nicht diesen Regeln entsprechen, kommen Sie auf die Blacklist.
Redaktion Vaterland.li
Diese Regeln haben wir mit freundlicher Genehmigung von www.zackbum.ch übernommen.