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Unwetter treffen Asien: Bangkok überflutet, über 100 Tote in Indien und Nepal

Heftige Regenfälle sorgen in mehreren Ländern für Zerstörung. In Thailand sind mehr als 545'000 Menschen ausserhalb Bangkoks betroffen. In Indien und Nepal gibt es über 100 Tote.

Nach tagelangen Regenfällen stehen Teile der thailändischen Hauptstadt Bangkok unter Wasser. Besonders in den Vorstädten seien niedrig gelegene Gebiete überschwemmt, sagte Gouverneur Chadchart Sittipunt am Montag. Tausende Menschen mussten in Notunterkünfte umziehen.

In vielen Gebieten sind laut Wetterdienst in den vergangenen Tagen mehr als 300 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Bangkok richtete mehr als 200 Notunterkünfte ein. Am Sonntag harrten dort noch etwa 3000 Menschen aus. Landesweit wurden in den vergangenen zehn Tagen mindestens acht Todesopfer gemeldet. Dutzende Strassen waren unpassierbar. Mehrere Fernzug- und Busverbindungen wurden eingestellt. Auf Flughäfen verspäteten sich Flüge.

Der Wetterdienst rechnete zwar mit nachlassenden Regenfällen, doch Gouverneur Chadchart warnte, der Wasserstand in den wichtigsten Kanälen der Hauptstadt sei weiterhin hoch. Stellenweise steige er sogar noch, weil weiterhin Wasser aus umliegenden Regionen nachfliesse.

Nach Angaben des Amts für Katastrophenschutz und -bekämpfung waren am Sonntag in 25 weiteren Provinzen mehr als 545'000 Menschen von den Überschwemmungen betroffen, insbesondere in den zentralen und östlichen Regionen.

Über 100 Tote nach Unwettern in Indien und Nepal

Schwere Regenfälle haben im Norden Indiens und in Nepal Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Mehr als 100 Menschen sind laut den Behörden ums Leben gekommen. Allein im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh gab es 81 Tote, in Nepal mindestens 27.

In beiden Ländern stürzten Gebäude und Brücken ein. Strassen und Ernten wurden beschädigt oder zerstört, mehrere Dörfer sind von der Aussenwelt abgeschnitten. Ursache der Regenfälle ist laut dem indischen Wetterdienst ein Monsuntief aus dem Golf von Bengalen.

In Nepal beeinträchtigen Regen und Schnee zudem Strassen und Wanderwege. Die Behörden haben deshalb Wander- und Kletteraktivitäten auf mehreren Bergen ausgesetzt. Am Sonntag kamen mindestens zwei Menschen bei einer Lawine am Himlung im Himalaya ums Leben. Auch dies führen die Behörden auf das Monsuntief zurück. (dpa)

 
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