Autor Aharon Appelfeld ist tot
Appelfeld war einer der produktivsten und angesehensten Schriftsteller Israels. 46 Bücher hatte er bis Anfang 2017 geschrieben. Sie wurden in 35 Sprachen übersetzt, darunter auch ins Deutsche.
Hauptthemen seiner Werke waren das jüdische Leben vor dem Holocaust und Kindheitserinnerungen aus Osteuropa. Über die Gräuel der Judenvernichtung selbst schrieb er aber kaum. Viele seiner Bücher erschienen beim Rowohlt-Verlag, darunter "Der Mann, der nicht aufhörte zu schlafen", "Tzili", "Zeit der Wunder" und "Ein Mädchen nicht von dieser Welt".
Appelfeld wurde am 16. Februar 1932 in Jadowa (Rumänien) geboren und wuchs in Czernowitz in der heutigen Ukraine auf. Seine Mutter wurde nach dem Einmarsch der Deutschen ermordet, der Junge kam mit seinem Vater ins Ghetto. Er überlebte später unter anderem als Küchenjunge bei der Roten Armee. Mit 13 Jahren kam er in das damalige Palästina. (sda/dpa)
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