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Arbeiter vollenden Kreuz auf höchstem Turm der Sagrada Familia

Bauarbeiter haben den Hauptturm der Basilika Sagrada Familia in Barcelona auf seine geplante Höhe von 172,50 Metern aufgestockt.
Dank seiner vier Arme wird das Kreuz auf der Sagrada Familia aus allen Richtungen erkannt. (Bild: EPA)
Der Grundstein der Sagrada Familia wurde 1882 gelegt. (Bild: EPA)

Ein Kran setzte am Freitag die letzten Teile des Kreuzes auf den Jesus-Christus-Turm der vom Architekten Antoni Gaudí geplanten Kirche in der katalanischen Metropole, wie die Basilika mitteilte. Mit dem Bau dieses Turmes hat die Sagrada Familia das Ulmer Münster als höchste Kirche der Welt abgelöst. Dessen Turm misst 161,53 Meter.

Wie von Gaudí geplant, habe das Kreuz vier Arme, so dass seine Form aus jeder Richtung erkennbar sei, sagte der Rektor der Sagrada Familia, Pfarrer Josep Turull. In den Fuss des Turmkreuzes sei ein Vers aus dem Gloria eingraviert: «Du allein bist der Heilige, du allein bist der Herr, du allein bist der Höchste.» Geplant sei auch ein Lichtstrahl von jedem Arm des Kreuzes. Das müsse die Stadtverwaltung aber noch genehmigen.

Der Grundstein der Sagrada Familia wurde 1882 gelegt. (Bild: EPA)

Mit der Vollendung der Turmspitze rückt 100 Jahre nach Gaudís Tod auch die Fertigstellung der Kirche einen Schritt näher. An der Innenausstattung des Jesus-Turms, der sich über dem Querschiff erhebt, wird noch gearbeitet. Die Gerüste daran sollen bis zur Turm-Einweihung im Juni abgebaut werden.

Der Grundstein der Sagrada Familia wurde 1882 gelegt. Gaudí rechnete nicht damit, die Vollendung zu erleben. Als er 1926 im Alter von 73 Jahren bei einem Strassenbahnunfall getötet wurde, war nur einer der geplanten 18 Türme fertig.

Finanziert wird der Bau durch Spenden und Eintrittsgelder der Millionen Touristen, die die Kirche jedes Jahr besuchen. In den vergangenen Jahrzehnten wurden die Arbeiten beschleunigt, weil die Basilika zu einer wichtigen internationalen Touristenattraktion wurde. Menschen aus aller Welt bestaunen Gaudís Ästhetik, die katholische Symbolik und organische Formen verbindet. (dpa)

 
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