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Hisbollah feuert Dutzende Raketen auf Nordisrael ++ Schweiz schliesst Botschaft im Iran

Im Nahen Osten eskaliert die Lage weiter. Alle Neuigkeiten und Reaktionen zum Konflikt in unserem Newsblog.
Israels Armee teilte mit, sie habe erneut Ziele im Süden von Beirut beschossen. (Bild: Keystone)
Modschtaba Khamenei ist der Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Khamenei und wurde am vergangenen Wochenende zu dessen Nachfolger gewählt (Bild: Tasnim News)
Die Strasse von Hormus ist die weltweit wichtigste Schlagader für den Öltransport (Bild: Bill Foley / AP)
US-Sondergesandter Steve Witkoff (Bild: AP)
Israels Aussenminister Gideon Saar (rechts) betont: Kein endloser Krieg. Wann sein Land jedoch die Bedingungen für ein Kriegsende erfüllt sieht, erklärt er nicht. (Bild: AP)
Israel hat erneut einen südlichen Vorort von Beirut angegriffen. (Bild: AP (Beirut, 10. März 2026))
Eine iranische Mädchenschule in Minab wurde am 28. Februar angegriffen. Mindestens 165 Menschen wurden getötet. Die meisten Opfer waren Kinder. (Bild: AP)
Pete Hegseth droht dem Iran. (Bild: Mark Schiefelbein)
Donald Trump zeigt sich enttäuscht. (Bild: Mark Schiefelbein)
Der Sicherheitschef des Regimes, Ali Laridschani. (Bild: watson.ch)
Donald Trump spielt Differenzen herunter. (Bild: Mark Schiefelbein)
Menschen feiern den neuen Führer. (Bild: AP)
Der französische Präsident Emmanuel Macron spricht während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem zyprischen Präsidenten und dem griechischen Premierminister auf dem Militärflughafen Paphos in Paphos, Zypern. (Bild: EPA)
Trump: Chamenei-Nachfolger wird ohne US-Segen «nicht lang im Amt» bleiben – Araghchi kontert: Entscheidung liegt beim «iranischen Volk». (Bild: Bilder: AP/Keystone)
Es wurden keine Verletzten gemeldet, und die Polizei hat Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen. (Bild: EPA)
Bundesrat Martin Pfister. (Bild: Keystone)
Der Rauch ist über der ganzen Stadt sichtbar. (Bild: AP)
(Bild: Screenshot: Truth Social)
Ein B1-B Lancer-Bomber der US-Luftwaffe landet am Samstag, dem 7. März 2026, auf dem RAF-Stützpunkt Fairford in Gloucestershire, England. (Bild: AP)
Massud Peseschkian hat kein Gehör für die Forderungen aus den USA. (Bild: AP)

20:41 Uhr

Mittwoch, 11. März

Hisbollah feuert Dutzende Raketen auf Nordisrael

Die libanesische Hisbollah-Miliz hat am Abend israelischen Armeeangaben zufolge Dutzende Raketen auf Nordisrael gefeuert. Das Militär meldete Einschläge. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, eine Frau sowie ein Mann seien leicht verletzt worden. Der israelische Sender Channel 12 sowie die «Times of Israel» berichteten, die Hisbollah habe rund 100 Raketen abgefeuert.

Die «Times of Israel» sprach vom «grössten Hisbollah-Angriff auf Israel» seit Anfang des Monats, als die Miliz als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei nach einer langen Kampfpause wieder Raketenangriffe auf Israel begann.

Der US-Sender CNN hatte zuvor unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute israelische Quellen berichtet, dass sich Israel auf eine Ausweitung der Angriffe aus dem Iran und der Hisbollah in der Nacht vorbereite. Auch der israelische Sender Channel 12 meldete, der Raketenbeschuss aus dem Iran und von der Hisbollah werde in der Nacht heftiger ausfallen.

Israels Armee meldete am Abend zugleich, sie habe eine neue «grossangelegte Angriffswelle» auf Ziele der Hisbollah in den Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut begonnen. Das Militär hatte zuvor Anwohner dort zur Flucht aufgefordert. (dpa)

14:33 Uhr

Mittwoch, 11. März

Schweiz schliesst vorübergehend Botschaft im Iran

Die Schweizer Botschaft in der iranischen Hauptstadt Teheran schliesst vorübergehend ihre Tore. Dies angesichts des anhaltenden Krieges und des damit gestiegenen Sicherheitsrisikos, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in einer Mitteilung schreibt.

Demnach hätten heute der Botschafter sowie fünf Schweizer Mitarbeitende den Iran auf dem Landweg verlassen, um sich ausserhalb des Landes in Sicherheit zu begeben. Es sei geplant, so das EDA weiter, die Mitarbeitenden nach Teheran zurückzuschicken, sobald es die Lage erlaube. In Absprache mit den betroffenen Ländern halte die Schweiz im Rahmen ihrer Guten Dienste den Kommunikationskanal zwischen den USA und Iran weiterhin offen. (luk)

14:25 Uhr

Mittwoch, 11. März

Israel glaubt an Verletzung von neuem Ajatollah zu Kriegsbeginn

Die israelischen Behörden glauben nach Angaben informierter Kreise an eine Verletzung des neuen Obersten Führers im Iran zum Kriegsbeginn. Das sagten ein israelischer Geheimdienstvertreter und ein Reservist des israelischen Militärs der Nachrichtenagentur AP. Beide wollten anonym bleiben. Zur Art der mutmasslichen Verletzungen machten sie keine Angaben.

Zuvor hatte der Sohn des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian in sozialen Medien Spekulationen über den Gesundheitszustand des neu gewählten Obersten Führers Modschtaba Khamenei ausgelöst. Jussef Peseschkian schrieb in der Nacht zum Mittwoch bei Telegram: «Ich habe gehört, dass Herr Modschtaba verletzt wurde. Ich habe Freunde gefragt, die mit ihm in Kontakt standen. Sie sagten, Gott sei Dank sei er gesund und es gebe kein Problem.»

14:04 Uhr

Mittwoch, 11. März

Irans Sportminister lehnt WM-Teilnahme ab

Irans Sportminister hat eine Teilnahme seines Landes an der Fussball-Weltmeisterschaft in den USA angesichts des Krieges im Nahen Osten ausgeschlossen. Mit Blick auf die USA, die Ende Februar gemeinsam mit Israel den Iran angegriffen hatten, sagte Ahmad Donjamali in einem TV-Interview: «Da diese korrupte Regierung unseren Führer ermordet hat, haben wir unter allen Umständen keine Bedingungen, um an der Weltmeisterschaft teilzunehmen.»

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump noch FIFA-Präsident Gianni Infantino zugesichert, dass die iranische Nationalmannschaft bei der WM im Sommer in seinem Land antreten dürfe. «Während der Gespräche bekräftigte Präsident Trump, dass die iranische Mannschaft natürlich herzlich eingeladen sei, an dem Turnier in den Vereinigten Staaten teilzunehmen», sagte Infantino nach einem Treffen mit Trump.

Donjamali betonte derweil, dass «angesichts der bösartigen Massnahmen, die gegen Iran durchgeführt wurden», sein Land «definitiv keine Möglichkeit zu einer solchen Teilnahme» habe. Ob die Entscheidung des Ministers final ist und der Iran die Teilnahme wirklich boykottiert, blieb zunächst unklar. (dpa)

13:47 Uhr

Mittwoch, 11. März

Mehr als 80 Festnahmen im Iran wegen Kritik in sozialen Medien

Die iranischen Behörden gehen hart gegen Kritik in sozialen Medien vor. Das iranische Staatsfernsehen berichtete, 81 Menschen seien festgenommen worden, weil sie auf Online-Plattformen Informationen veröffentlicht hätten, die von den Behörden als in Kriegszeiten inakzeptabel eingestuft worden seien.

«Wer in den sozialen Medien die öffentliche Meinung verunsichert, wird als Feind betrachtet und entsprechend behandelt», sagte der Oberbefehlshaber der Sicherheitskräfte der Islamischen Republik, Ahmad Resa Radan, am Dienstagabend im Staatsfernsehen. Wer kritische Inhalte veröffentliche oder Inhalte mit Bezug zu Irans Feinden weiterverbreite, müsse mit langen Haftstrafen und möglicherweise sogar mit der Todesstrafe rechnen. (dpa)

11:31 Uhr

Mittwoch, 11. März

Trump sichert Iran WM-Teilnahme zu

US-Präsident Donald Trump hat FIFA-Präsident Gianni Infantino zugesichert, dass die iranische Nationalmannschaft trotz des Krieges im Nahen Osten bei der Fussball-WM im Sommer in seinem Land antreten darf. «Während der Gespräche bekräftigte Präsident Trump, dass die iranische Mannschaft natürlich herzlich eingeladen sei, an dem Turnier in den Vereinigten Staaten teilzunehmen», sagte Infantino nach einem Treffen mit Trump.

Allerdings: Irans Sportminister hat eine Teilnahme seines Landes an der Fussball-Weltmeisterschaft in den USA angesichts des Kriegs ausgeschlossen. Mit Blick auf die USA, die Ende Februar gemeinsam mit Israel den Iran angegriffen hatten, sagte Ahmad Donjamali in einem TV-Interview nun: «Da diese korrupte Regierung unseren Führer ermordet hat, haben wir unter allen Umständen keine Bedingungen, um an der Weltmeisterschaft teilzunehmen.» (dpa)

10:00 Uhr

Mittwoch, 11. März

Israel greift im Stadtzentrum von Beirut an

Im Libanon sind bei israelischen Luftangriffen im Stadtzentrum von Beirut nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Das sagte der zuständige Behördenvertreter Journalisten. Libanesische Medien zeigten mehrere zerstörte Stockwerke des Wohngebäudes nach dem Angriff am frühen Morgen. Das libanesische Gesundheitsministerium berichtete zunächst von vier Verletzten. (dpa)

Israels Armee teilte mit, sie habe erneut Ziele im Süden von Beirut beschossen. (Bild: Keystone)

09:48 Uhr

Mittwoch, 11. März

Irans Militärführung erklärt Banken zu legitimen Zielen

Nach einem Luftangriff auf eine iranische Bank hat Irans Militärführung Vergeltung angedroht. Mit dieser «illegitimen und unüblichen Handlung im Krieg» habe der Feind wirtschaftliche Zentren und Banken der USA und Israels selbst zum Ziel erklärt, berichtete der staatliche iranische Rundfunk unter Berufung auf die Militärführung.

«Die Amerikaner sollen auf unsere Gegenmassnahme und unsere schmerzhafte Antwort warten», hiess es in der Erklärung des zentralen Hauptquartiers «Chatam Al-Anbija», das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. «Die Menschen in der Region sollen sich nicht im Umkreis von einem Kilometer um Banken aufhalten», hiess es weiter. (dpa)

09:00 Uhr

Mittwoch, 11. März

Iranische Drohnen schlagen nahe Flughafen von Dubai ein

Zwei iranische Drohnen sind am Mittwoch in der Nähe des internationalen Flughafens von Dubai eingeschlagen. Vier Menschen wurden verletzt, wie die Behörden mitteilten. Der Flugbetrieb wurde fortgesetzt.

Das Medienbüro von Dubai, das im Namen der Regierung des Emirats Erklärungen abgibt, teilte mit, zwei Personen mit ghanaischer und eine mit bangladeschischer Staatsangehörigkeit seien leicht verletzt worden. Ein indischer Staatsangehöriger habe mittelschwere Verletzungen erlitten. (dpa)

08:34 Uhr

Mittwoch, 11. März

Spekulationen über Gesundheitszustand von Modschtaba Khamenei

Der Sohn des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian hat in den sozialen Medien Spekulationen über den Gesundheitszustand des neu gewählten Obersten Führers Modschtaba Khamenei ausgelöst. Jussef Peseschkian schrieb in der Nacht zum Mittwoch in einem Beitrag auf der Plattform Telegram: «Ich habe gehört, dass Herr Modschtaba verletzt wurde. Ich habe Freunde gefragt, die mit ihm in Kontakt standen. Sie sagten, Gott sei Dank sei er gesund und es gebe kein Problem.» Einzelheiten zur mutmasslichen Verletzung des 56-jährigen Khamenei nannte er nicht.

Modschtaba Khamenei ist der Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Khamenei und wurde am vergangenen Wochenende zu dessen Nachfolger gewählt (Bild: Tasnim News)

07:10 Uhr

Mittwoch, 11. März

Geschoss trifft Frachtschiff in der Strasse von Hormus

In der Strasse von Hormus hat am Mittwoch ein Geschoss ein Frachtschiff getroffen und in Brand gesetzt. Die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) teilte mit, das Schiff liege derzeit nördlich von Oman. Die Besatzung räume den Frachter.

Der Iran reklamierte den Angriff nicht umgehend für sich, obwohl er bereits Schiffe in und um die Strasse von Hormus angegriffen und damit den Verkehr durch die Wasserstrasse lahmgelegt hat, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Erdgashandels verläuft. Die UKMTO hatte zuvor über einen Angriff auf ein Schiff vor Ras al-Chaima in den Vereinigten Arabischen Emiraten berichtet. (dpa)

07:17 Uhr

Mittwoch, 11. März

Nach Gespräch mit Teamkolleginnen: Iranische Fussballerin lehnt Asyl ab

Eine iranische Fussball-Nationalspielerin hat sich mit Blick auf einen Verbleib in Australien umentschieden. Nach einem Gespräch mit ihren Teamkolleginnen habe sie ihre Meinung geändert, teilten die australischen Behörden am Mittwoch mit.

Nach dem Vorrunden-Aus bei der Asienmeisterschaft hatte es grosse Sorgen um die Nationalspielerinnen gegeben. Weil die Mannschaft beim ersten Gruppenspiel gegen Südkorea (0:3) auf das Singen der Nationalhymne verzichtet hatte, befürchteten Menschenrechtsgruppen nach der Rückkehr in die Heimat Repressalien. Sieben Mitglieder der Nationalmannschaft erhielten Asyl in Australien. Der Rest der Delegation war am Dienstag zunächst nach Malaysia aufgebrochen.

Seitdem habe eine Iranerin «ihre Meinung geändert, zuvor habe sie «mit einigen ihrer Teamkolleginnen gesprochen», die abgereist waren, erklärte Innenminister Tony Burke nun im Parlament. Diese hätten sie dazu ermutigt, «sich an die iranische Botschaft zu wenden». (dpa)

06:28 Uhr

Mittwoch, 11. März

Saudi-Arabien: Raketen und Drohnen abgefangen

Saudi-Arabien hat Raketen und Drohnen in der Nähe wichtiger Stützpunkte abgefangen. Das Verteidigungsministerium teilte in der Nacht auf Mittwoch mit, dass sechs ballistische Raketen abgefangen und zerstört worden seien, die auf die Prinz-Sultan-Luftwaffenbasis abgezielt hätten - ein wichtiger, von den USA und Saudi-Arabien gemeinsam betriebener Militärstützpunkt im Osten des Landes.

Fünf Drohnen, die auf das Ölfeld Schaiba in der Wüste Rub al-Chali zusteuerten, seien ebenfalls abgeschossen worden. Ausserdem habe man zwei Drohnen über Hafar al-Batin, einer bedeutenden Stadt im Osten Saudi-Arabiens, abgefangen und zerstört. (dpa)

06:27 Uhr

Mittwoch, 11. März

USA zerstören mehr als ein Dutzend iranische Minenlegeboote

Das US-Militär hat eigenen Angaben zufolge mehr als ein Dutzend iranische Minenlegeboote ausgeschaltet. Das US-Militär veröffentlichte diese Zahl zusammen mit unklassifiziertem Videomaterial einiger Schiffe. Präsident Donald Trump hatte am Dienstag bereits zuvor auf seiner Plattform Truth Social erklärt, dass zehn inaktive Minenlegeboote des Irans «komplett zerstört» worden seien.

Die Strasse von Hormus ist die weltweit wichtigste Schlagader für den Öltransport (Bild: Bill Foley / AP)

Trump hatte sich besorgt über eine mögliche Verminung der Strasse von Hormus gezeigt, einer Meerenge zwischen dem Oman und dem Iran, durch die in Friedenszeiten etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls verschifft wird. (dpa)

21:37 Uhr

Dienstag, 10. März

US-Regierung: Mehr als 5000 Ziele im Iran getroffen

Die USA haben nach Angaben des Weissen Hauses mittlerweile mehr als 5000 Ziele im Iran attackiert. Das teilte die Sprecherin der US-Regierung, Karoline Leavitt, in Washington mit. Die ballistischen Raketenangriffe des Irans seien seit Kriegsbeginn dagegen um mehr als 90 Prozent zurückgegangen und die Drohnenangriffe um etwa 85 Prozent. «Die amerikanischen Soldaten gewinnen diesen wichtigen Kampf noch schneller als wir erwartet haben», sagte Leavitt.

Zudem kämen die USA bei ihrem Kriegsziel voran, die iranische Marine zu zerstören. «Wir haben mehr als 50 iranische Marineschiffe zerstört, darunter ein grosses Drohnenträgerschiff.» (dpa)

20:26 Uhr

Dienstag, 10. März

Einwohner Teherans berichten von schwersten Luftangriffen

Einwohner der iranischen Hauptstadt Teheran haben einige der schwersten Luftangriffe seit Beginn des jüngsten Krieges im Nahen Osten geschildert. Sie berichteten von weitreichenden Stromausfällen in vielen westlichen Stadtvierteln. Ein Einwohner aus dem Westen Teherans sagte, sein Viertel habe unter den Angriffen in der Nacht zum Dienstag regelrecht gebebt. Ein weiterer Mann erklärte, er habe nicht daran geglaubt, dass er die Nacht überleben werde.

Die 27-jährige Mutter eines Kleinkinds schilderte, sie habe gesehen, wie ein Wohnhaus getroffen worden sei. Sie und andere, die der Nachrichtenagentur AP von ihren Erlebnissen berichteten, wollten aus Angst um ihre Sicherheit anonym bleiben. Iranische Medien berichteten, die meisten der Opfer der Angriffe seien Zivilisten gewesen. Die AP war nicht in der Lage, diese Angaben unabhängig zu prüfen. (dpa)

19:57 Uhr

Dienstag, 10. März

Pentagon: Etwa 140 US-Soldaten im Krieg mit Iran verletzt

Seit dem Beginn des jüngsten Krieges im Nahen Osten sind etwa 140 US-Soldatinnen und Soldaten verletzt worden. Pentagon-Sprecher Sean Parnell teilte am Dienstag mit, davon seien 108 bereits wieder im Dienst, acht seien jedoch schwer verletzt worden. (dpa)

19:09 Uhr

Dienstag, 10. März

Ukraine schickt Drohnenexperten in den Nahen Osten

Die Ukraine schickt mehrere Drohnenexperten in den Nahen Osten. Drei Teams sollen nach Katar, in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Saudi-Arabien reisen, wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Dienstag sagte. Ein Berater Selenskyjs ergänzte im Anschluss, dass weitere Drohnenexperten auf einen US-Militärstützpunkt in Jordanien geschickt würden. (dpa)

19:00 Uhr

Dienstag, 10. März

US-Senator: Trump-Regierung hat keine Exit-Strategie im Iran

Der demokratische US-Senator Mark Kelly sieht beim Vorgehen der US-Regierung im Krieg mit dem Iran keinerlei Strategie. Es habe nicht den Anschein, dass der Konflikt bald ein Ende nehmen werde, sagte er am Dienstag im Kapitol, dem Sitz des Kongresses, zu Journalisten. «Sie haben eindeutig kein strategisches Ziel», sagte er mit Blick auf widersprüchliche Angaben von Präsident Donald Trump und seines Verteidigungsministers Pete Hegseth. «Sie hatten keinen Plan. Sie haben keinen Zeitplan. Und deshalb haben sie keine Exit-Strategie», sagte Kelly.

Trump hatte ein baldiges Ende des Kampfeinsatzes prophezeit, Hegseth dagegen nahegelegt, dass der Militäreinsatz vielmehr erst am Anfang stehe. (dpa)

18:40 Uhr

Dienstag, 10. März

Witkoff erwägt Israel-Besuch kommende Woche

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, erwägen eine Reise nach Israel kommende Woche. Eine für diese Woche geplante Reise sei aus nicht weiter spezifizierten Gründen abgesagt worden, sagte Witkoff dem US-Sender CNBC. «Wir werden die Reise voraussichtlich nächste Woche nachholen». Zugleich schränkte er ein, derzeit noch nicht sicher zu sein, ob es tatsächlich zu der Reise kommt. Israelische Medien hatten zuvor berichtet, dass Witkoff und Kushner noch in dieser Woche in Israel ankommen könnten. (dpa)

18:31 Uhr

Dienstag, 10. März

Iran-Krieg: Putin für schnelle Deeskalation

Kremlchef Wladimir Putin spricht sich für ein schnelles Ende des Iran-Kriegs aus und setzt auf eine politische Lösung des Konflikts. Das habe er in einem erneuten Telefonat mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian deutlich gemacht, teilte der Pressedienst des Kremls mit. Peseschkian habe Russland für Unterstützung und insbesondere humanitäre Hilfe gedankt.

Putin und Peseschkian hatten bereits am Freitag telefoniert. Der Kremlchef sprach ausserdem am Montag auch mit US-Präsident Trump unter anderem über den Iran-Krieg. (dpa)

17:55 Uhr

Dienstag, 10. März

Witkoff: Russen teilen keine US-Militärinfos mit Iran

Russische Vertreter haben US-Präsident Donald Trump nach Darstellung des Sondergesandten Steve Witkoff versichert, keine Geheimdienstinformationen mit dem Iran zu teilen. «Wir können sie bei ihrem Wort nehmen», sagte Witkoff in einem Gespräch mit dem US-Sender CNBC und fügte hinzu: «Hoffen wir, dass sie tatsächlich keine Informationen teilen.» Ihm zufolge hatten die Russen in einem Telefongespräch mit Trump bekräftigt, keine Informationen weiterzugeben.

US-Sondergesandter Steve Witkoff (Bild: AP)

Vergangene Woche hatten US-Medien berichtet, Russland liefere dem Iran Informationen über US-Streitkräfte und mögliche Ziele im Nahen Osten. Dabei versorge der Kreml Teheran mit Standortangaben und Bewegungsdaten von amerikanischen Truppen, Schiffen und Flugzeugen, berichteten der US-Sender CNN und die «Washington Post» unter Berufung auf Personen, die mit US-Geheimdienstberichten vertraut seien. (dpa)

16:57 Uhr

Dienstag, 10. März

Iran droht bei «Feindhilfe» mit härtesten Strafen

Die iranische Justiz warnt die Bevölkerung eindringlich davor, mit Israel oder den USA zu kooperieren. Justizsprecher Asghar Dschahngiri erklärte auf dem offiziellen Justizportal, nach geltendem Recht könnten auf jede Handlung, die als Unterstützung des Feindes eingestuft werden, schwerste Strafen verhängt werden – bis hin zur Todesstrafe oder Beschlagnahme von Eigentum.

Zudem warnte der Sprecher ausdrücklich Medien davor, sicherheitsrelevante Vorgaben zu missachten und an sensiblen Orten zu filmen. Laut Kultusministerium dürfen Bilder und Informationen über angegriffene Ziele im Inland nur mit Genehmigung des Generalstabs veröffentlicht werden. (dpa)

16:45 Uhr

Dienstag, 10. März

Spanien kündigt Nothilfen für den Libanon an

Spanien hat Nothilfen für den Libanon angekündigt. Die Regierung in Madrid teilte am Dienstag mit, sie werde humanitäre Hilfen im Umfang von neun Millionen Euro in das Land schicken, dessen Bevölkerung unter dem Konflikt zwischen Israel und der Schiitenmiliz Hisbollah leidet. Das erste Hilfspaket werde einen Umfang von 2,4 Millionen Euro haben und Lebensmittel, Wasser, Sanitätsbedarf und Mittel zur medizinischen Grundversorgung enthalten. Später sollen Medikamente, Materialien für den Bau von Notunterkünften und weitere Lebensmittel folgen.

Aussenminister José Manuel Alabares sagte bei einer Pressekonferenz, einige der Hilfsgüter würden durch vor Ort tätige Hilfsorganisationen in Umlauf gebracht. (dpa)

16:06 Uhr

Dienstag, 10. März

Schweiz verhängt neue Sanktionen gegen den Iran

Die Schweiz hat neue Sanktionen gegen den Iran verhängt. Wie das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung mitteilt, wurden die Massnahmen aufgrund der nuklearen Aktivitäten des Iran, der Lieferung von Drohnen und Raketen an Russland und der Menschenrechtsverletzungen beschlossen.

Die neuen Sanktionen im Bereich der Rohstoffe wurden von der UNO und teilweise von der EU übernommen und sollten am Dienstagabend in Kraft treten. Die Schweiz will damit verhindern, dass ihr Hoheitsgebiet zur Umgehung der von der EU verhängten Sanktionen genutzt wird. (fan)

15:55 Uhr

Dienstag, 10. März

Israels Aussenminister: «Wollen keinen endlosen Krieg»

Israel hat nach den Worten von Aussenminister Gideon Saar kein Interesse an einem dauerhaften Krieg im Konflikt mit dem Iran. «Wir streben keinen endlosen Krieg an», sagte Saar nach einem Treffen mit Aussenminister Johann Wadephul (CDU) in Jerusalem. Israel habe seit Kriegsbeginn enorme Erfolge erzielt, über die er seinen Amtskollegen informiert habe, sagte Saar.

Israels Aussenminister Gideon Saar (rechts) betont: Kein endloser Krieg. Wann sein Land jedoch die Bedingungen für ein Kriegsende erfüllt sieht, erklärt er nicht. (Bild: AP)

Zu gegebener Zeit wolle sich das Land mit den US-Partnern abstimmen, «wann wir denken, dass der richtige Zeitpunkt dafür gekommen ist», erklärte Israels Chefdiplomat auf die Frage, wann Israel seine Kriegsziele erreicht sähe. Einen genauen Zeitplan für das weitere Vorgehen wollte Saar allerdings nicht nennen.

Er bekräftigte, dass ein Machtwechsel im Iran nur vom Volk ausgehen könne. (dpa)

15:50 Uhr

Dienstag, 10. März

Israel greift südlichen Vorort Beiruts an

Israel hat erneut einen südlichen Vorort von Beirut angegriffen. Ein israelischer Militärsprecher sagte nach dem ersten Angriff am Dienstag, dass die Luftwaffe damit begonnen habe, Infrastruktur der Schiitenmiliz Hisbollah südlich der libanesischen Hauptstadt zu attackieren. (dpa)

Israel hat erneut einen südlichen Vorort von Beirut angegriffen. (Bild: AP (Beirut, 10. März 2026))

15:46 Uhr

Dienstag, 10. März

Iran meldet schwere Luftangriffe

Der Iran meldet schwere Luftangriffe auf mehrere Ziele im Land. Nach Angaben des Roten Halbmondes wurden allein im Osten der Hauptstadt Teheran 40 Menschen getötet. Staatsmedien berichteten über Angriffe auf Wohngebiete im Norden, Westen und Osten Teherans sowie im Vorort Merschahr.

Weitere Ziele waren demnach das Hafenareal Haghani in Bandar Abbas im Süden sowie eine Polizeiwache in Isfahan in Zentraliran gewesen. Getroffen worden sein soll auch der zum Weltkulturerbe gehörende Tschehel-Sotun-Palast in Isfahan.

Diese Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

Augenzeugen in Teheran berichten, dass die Kampfflugzeuge der USA und Israels inzwischen deutlich tiefer fliegen. Sie werten das als Hinweis darauf, dass die iranische Luftabwehr geschwächt ist. (dpa)

15:27 Uhr

Dienstag, 10. März

Lawrow: Russland will sich für Deeskalation einsetzen

Der russische Aussenminister Sergej Lawrow hat in einem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi Moskaus Streben nach einer politischen und diplomatischen Lösung des Konflikts im Nahen Osten bekräftigt. Die russische Seite sei bereit, zu einer Deeskalation beizutragen und dabei auch die Sicherheitsinteressen des Irans und seiner Nachbarn zu berücksichtigen, sagte Lawrow nach Angaben seines Ministeriums am Dienstag zu Araghtschi. (dpa)

15:24 Uhr

Dienstag, 10. März

Hegseth: Angriff auf Schule im Iran wird genau untersucht

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat eine gründliche Untersuchung eines mutmasslich vom US-Militär ausgeführten Angriffs auf eine Schule im Iran zugesichert. Die USA nähmen die Sache sehr ernst, sagte Hegseth am Dienstag bei einer Pressekonferenz auf eine Frage zu dem Angriff zu Beginn des Krieges. «Kein Land trifft mehr Vorsichtsmassnahmen, um sicherzustellen, dass niemals Zivilisten angegriffen werden.»

Eine iranische Mädchenschule in Minab wurde am 28. Februar angegriffen. Mindestens 165 Menschen wurden getötet. Die meisten Opfer waren Kinder. (Bild: AP)

Satellitenbilder, Einschätzungen von Experten, ein von der Nachrichtenagentur AP und der Investigativgruppe Bellingcat analysiertes Video, Angaben eines US-Regierungsvertreters und öffentlich zugängliche Informationen deuten alle darauf hin, dass die Explosion, bei der laut iranischen Staatsmedien mindestens 165 Menschen ums Leben kamen, wahrscheinlich durch Tomahawk-Marschflugkörper der USA verursacht wurde. Die meisten Opfer waren Kinder, getroffen wurde auch ein angrenzendes Gelände, das mit der iranischen Revolutionsgarde in Verbindung steht.

Trump hatte am Wochenende nahegelegt, der Iran sei selbst für die Explosion verantwortlich. (dpa)

14:46 Uhr

Dienstag, 10. März

Merz: USA und Israel haben keinen Plan für Kriegsende

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat das Fehlen einer Strategie für eine schnelle Beendigung des Krieges gegen den Iran beklagt. Die USA und Israel führten diesen Krieg nun schon seit über einer Woche und mit jedem Tag würden sich mehr Fragen stellen, sagte der Kanzler bei einer Pressekonferenz mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babis in Berlin. «Vor allem besorgt uns, dass es offensichtlich keinen gemeinsamen Plan gibt, wie dieser Krieg schnell zu einem überzeugenden Ende gebracht werden kann.» Gleichzeitig gebe es «eine gefährliche Eskalation», fügte der Kanzler mit Blick auf die Gegenangriffe des Iran hinzu.

Merz warnte ausdrücklich vor einem Szenario, wie nach den Interventionen im Irak oder in Libyen. In beiden Fällen waren Chaos und Bürgerkrieg die Folge. Ein solches Szenario «würde auch uns allen schaden», mahnte der Kanzler. «Wir haben kein Interesse an einem endlosen Krieg. Wir haben kein Interesse an einer Auflösung der territorialen Integrität, der Staatlichkeit oder der wirtschaftlichen Lebensfähigkeit des Iran.» Merz wies darauf hin, dass Deutschland in den Bereichen Sicherheit, Energieversorgung und Migration direkt von dem Krieg betroffen ist. Er betonte, dass er mit den Partnern in der EU an einer Perspektive für den Iran arbeite. «Wir stehen dazu im Gespräch mit Israel und den Vereinigten Staaten, mit unseren Partnern in Europa und der Nato sowie mit unseren Partnern in der Region.» (dpa)

14:37 Uhr

Dienstag, 10. März

US-Generalstabschef: Nehmen uns Minenleger vor

Das US-Militär geht weiter gegen die iranische Marine vor. Nach der Zerstörung von mehr als 50 Schiffen habe man nun Minenleger und ihre Waffenlager im Blick, sagte US-Generalstabschef Dan Caine. «Wir machen erhebliche Fortschritte bei der Zerstörung der Marine», sagte er. «Diese Arbeit wird fortgesetzt». Zuletzt hatten die Streitkräfte im Meer vor der Südküste des Irans angegriffen. Dort befindet sich auch die wichtige Strasse von Hormus. Die etwa 55 Kilometer breite Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport. (dpa)

14:13 Uhr

Dienstag, 10. März

Reiseverband: Bald Ausreise aller Gäste aus Golfregion

Wegen des Iran-Kriegs sitzen deutsche Urlauber weiterhin in der Golfregion fest – sie könnten die Region nach Einschätzung der Reisebranche aber bald verlassen. Man gehe davon aus, dass voraussichtlich bis morgen alle Gäste ausreisen können, teilte der Deutsche Reiseverband (DRV) mit. Insgesamt gehe es um knapp 2000 Reisende, die noch vor Ort seien. Die meisten von ihnen hielten sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf. «Das Hauptaugenmerk der Reiseveranstalter liegt derzeit nach wie vor auf der Situation in den betroffenen Regionen und darauf, alles zu tun, um die Gäste vor Ort zurück nach Hause zu bringen», heisst es vom Verband. Aufgrund umfangreicher Luftraumsperrungen in der Region sei dies eine überaus komplexe Aufgabe. (dpa)

14:04 Uhr

Dienstag, 10. März

Iran: Neue Raketen auf Israel gefeuert - Sirenen heulen im Land

Der Iran hat erneut Raketen auf Israel abgefeuert. In weiten Teilen des Landes heulten Warnsirenen, auch in der Küstenmetropole Tel Aviv. Nach Angaben des israelischen Senders N12 konnte ein Geschoss abgefangen werden. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, es gebe keine Berichte über Verletzte. Auch grössere Schäden wurden nicht gemeldet.

Die iranischen Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, meldeten den Beginn der 34. Welle von Gegenangriffen auf US-Stellungen in der Region sowie auf Ziele in Israel. Dabei seien präzisionsgelenkte ballistische Raketen mit Gefechtsköpfen von über einer Tonne zum Einsatz gekommen, hiess es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung. Im Laufe des Tages gab es in Israel mehrfach Raketenalarm. Die Armee meldete wiederholt Raketenangriffe aus dem Iran. Sowohl im Norden des Landes an der Grenze zum Libanon sowie in anderen Gebieten des jüdischen Staates heulten die Sirenen. (dpa)

13:56 Uhr

Dienstag, 10. März

Roter Halbmond: Rund 16'000 Wohnungen im Iran beschädigt

Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran sind nach Angaben des Roten Halbmonds rund 16'000 Wohnungen zerstört oder beschädigt worden. Daneben seien mehr als 3300 Geschäftseinheiten beschädigt worden, teilte die iranische Rothalbmondgesellschaft auf Telegram mit.

Mehr als 60 Prozent aller Schäden konzentrierten sich dem Bericht zufolge auf nur fünf Provinzen, darunter die Hauptstadt Teheran, die angrenzende Provinz Albors, West- und Ost-Aserbaidschan im Nordwesten sowie die industriell geprägte Provinz Chusestan im Südwesten. Schäden an zivilen Gebäuden meldete die Hilfsorganisation in 20 der 31 Provinzen. Auch 13 ihrer eigenen Stützpunkte wurden demnach durch den Krieg in Mitleidenschaft gezogen. Ausserdem seien landesweit 29 Schulen beschädigt worden. (dpa)

13:45 Uhr

Dienstag, 10. März

Hegseth: Heute erneut heftigster Tag der Angriffe im Iran

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigt im Krieg gegen den Iran besonders harte Angriffe an. Die Vereinigten Staaten gäben nicht nach, «bis der Feind vollständig und endgültig besiegt» sei. «Zum Beispiel wird heute wieder einmal unser heftigster Tag von Angriffen im Iran sein», sagte Hegseth auf einer Pressekonferenz. Ihm zufolge hat der Iran in den vergangenen 24 Stunden so wenig Raketen abgefeuert wie nie zuvor. (dpa)

Pete Hegseth droht dem Iran. (Bild: Mark Schiefelbein)

13:36 Uhr

Dienstag, 10. März

Störungen bei wichtigen Banken im Iran

Bei zwei wichtigen staatlichen Banken im Iran kommt es im Zuge des Kriegs mit Israel und den USA zu Störungen. Betroffen seien die Banken Sepah und Melli, berichteten Einwohner der Hauptstadt Teheran. Geldautomaten der Banken seien ausser Betrieb, das Onlinebanking nicht erreichbar und Kartenzahlungen nicht möglich. Der Grund für die Störungen war zunächst unklar. Bank Melli Iran ist die grösste staatliche Bank des Landes. Auch die staatliche Bank Sepah, die eng mit dem Militär verbunden ist, gehört zum iranischen Finanzsektor. Beide Institute stehen wegen ihrer Rolle bei der Finanzierung staatlicher Programme auf US-Sanktionslisten. (dpa)

13:22 Uhr

Dienstag, 10. März

Katar: «Wir sind keine Partei in diesem Krieg»

Der Golfstaat Katar will vorerst weiterhin nicht aktiv in die militärische Konfrontation mit dem Iran eingreifen. «Katar ist keine Partei in diesem Krieg», sagte der katarische Aussenamtssprecher Madschid al-Ansari. «Wir glauben weiterhin an Diplomatie, werden aber auf jeden Angriff gegen Katar angemessen antworten.» Man sei bemüht, den Konflikt zu entschärfen. Zwar hätten Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman und Irans Aussenminister Abbas Araghtschi seit Kriegsbeginn nur einmal Kontakt gehabt. Die Kommunikationskanäle mit Teheran bestünden aber weiter, sagte al-Ansari. Katar pflegt mit dem Iran eigentlich seit Jahrzehnten diplomatische Beziehungen. Unter anderem teilen sich beide Länder den Zugang zum weltgrössten Gasfeld im Persischen Golf. (dpa)

13:21 Uhr

Dienstag, 10. März

Katar fängt iranische Rakete ab

Katar hat einen weiteren Raketenangriff aus dem Iran gemeldet. Ein anfliegendes Geschoss sei abgefangen worden, teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag mit. Zuvor hatten die Behörden die Bevölkerung aufgefordert, nicht ins Freie zu gehen, weil sie einen iranischen Angriff befürchteten. Die Vereinigten Arabischen Emirate teilten mit, ihre Flugabwehr sei aktiviert, um Beschuss aus dem Iran unschädlich zu machen. Katar und die Emirate liegen auf der Südseite des Persischen Golfs gegenüber der iranischen Küste. Der Iran hat nach Beginn der Angriffe Israels und der USA auch Nachbarstaaten beschossen, die nicht direkt an dem Konflikt beteiligt sind. (dpa)

13:20 Uhr

Dienstag, 10. März

Lufthansa bietet wegen Iran-Krieg zusätzliche Fernflüge an

Der Iran-Krieg stellt den weltweiten Luftverkehr auf den Kopf, nun reagiert die Lufthansa mit Extraflügen nach Asien und Afrika. Der Konzern legt wegen der stark gestiegenen Nachfrage kurzfristig zusätzliche Langstreckenverbindungen auf, teilte der Konzern in Frankfurt mit. Für die kommenden Wochen plant Lufthansa vier Extraflüge von München nach Singapur und zurück sowie zwei Sonderflüge von Frankfurt nach Kapstadt. Darüber hinaus seien zwei zusätzliche Flüge von Frankfurt nach Riad vorgesehen. Für die Tochter Austrian Airlines wurden bereits zehn Sonderflüge von Wien nach Bangkok und zurück eingerichtet. Der Lufthansa-Konzern beobachte die Marktentwicklung und schliesse weitere Zusatzflüge nicht aus.

Die Lufthansa bekommt einerseits die Folgen des Iran-Kriegs zu spüren und hat Flüge zu mehreren Zielen in den Nahen Osten ausgesetzt. Andererseits ist sie Profiteur der Turbulenzen, die der Konflikt im globalen Luftverkehr ausgelöst hat. Die Vorbuchungen für Direktflüge in Richtung Asien lägen derzeit 75 Prozent über Vorjahr, sagte jüngst Konzernchef Carsten Spohr bei der Vorlage der Jahresbilanz in Frankfurt. Grund sind die stillstehenden Drehkreuze der Golf-Airlines Emirates und Qatar aus den Arabischen Emiraten, die sonst einen Grossteil des Verkehrs nach Asien, Australien und Afrika abwickeln und zum harten Konkurrenten für Lufthansa geworden sind. Auch bei Luftfracht bei Lufthansa Cargo gebe es eine Sondernachfrage, hatte Spohr berichtet. (dpa)

13:00 Uhr

Dienstag, 10. März

Klub prüft Aufnahme iranischer Spielerinnen

Nach ihrem Verbleib in Australien ist den fünf iranischen Fußball-Nationalspielerinnen eine neue sportliche Heimat in Aussicht gestellt worden. «Es wäre uns eine Ehre, euch unsere Türen zu öffnen und euch einen Ort zum Trainieren, Spielen und Dazugehören anzubieten», schrieb der Erstligist Brisbane Roar am Dienstag in einer Botschaft an die Spielerinnen, die aufgrund der drohenden Verfolgung in der Heimat Asyl in Australien erhalten. Der Verein will nun prüfen, wie dies möglich gemacht werden kann. (dpa)

12:56 Uhr

Dienstag, 10. März

Trump: Enttäuscht von Wahl des Khamenei-Sohns zum obersten Führer

US-Präsident Donald Trump hat die Ernennung von Modschtaba Khamenei zum neuen Religionsführer und Staatsoberhaupt des Irans als «enttäuschende» Wahl bezeichnet. «Wir denken, dass es nur zu mehr Problemen derselben Art im Land führen wird», sagte Trump am Montag im US-Bundesstaat Florida (Ortszeit). Dem Sender NBC News sagte Trump in Bezug auf die neue Führung: «Ich denke, sie haben einen grossen Fehler gemacht. Ich weiss nicht, ob das von Dauer sein wird.» Der 56-jährige Sohn von Ajatollah Ali Khamenei war in der Nacht zum Montag – neun Tage nach dem Tod seines Vaters bei einem israelischen Luftangriff – zum Revolutionsführer des Landes bestimmt worden. Trump hatte dem Iran zuvor gedroht, dass ein Nachfolger nicht lange im Amt bleiben werde, sollten die USA nicht in die Entscheidung einbezogen werden.

Donald Trump zeigt sich enttäuscht. (Bild: Mark Schiefelbein)

Gefragt nach seiner Vorstellung einer Führung für den Iran sagte Trump, er möge die Idee einer «internen» Lösung, weil sie gut funktioniere. Erneut verwies er auf den von den USA herbeigeführten Wechsel an der Regierungsspitze Venezuelas, wo die vorherige Vize-Präsidentin Delcy Rodríguez das Ruder übernommen hat. Sie sei als Präsidentin des Landes «sehr respektiert» und mache «einen tollen Job». Ganz anders sei es dagegen im Irak nach dem Sturz von Saddam Hussein gelaufen: Dort seien alle Führungskräfte von Militär und Politik «gefeuert» worden und niemand übriggeblieben - mit der Folge, dass die Terrormiliz IS die Kontrolle übernommen habe, sagte Trump: «Das wollen wir nicht.» (dpa)

12:49 Uhr

Dienstag, 10. März

Raketenangriff auf Al-Asrak: Auch deutscher Teil getroffen

Bei den Militärschlägen im Nahen Osten ist der auch von deutschen Soldaten genutzte Einsatzstandort Al-Asrak in Jordanien erneut mit Raketen angegriffen worden. Dabei sei auch der deutsche Teil des Camps getroffen worden, sagte ein Sprecher des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr. Und: «Aktuell wird untersucht, ob es Trümmer oder eine anfliegende Rakete war.» Zuerst hatte der «Spiegel» berichtet. Die Soldaten vor Ort befänden sich in Schutzbauten oder in dezentraler Unterkunft in Sicherheit und seien wohlauf, sagte der Sprecher.

In der ganzen Region befinden sich derzeit noch etwa 500 Männer und Frauen der Bundeswehr, die für internationale Einsätze zur Stabilisierung entsandt wurden und sich überwiegend in multinationalen Militärlagern befinden. Das Führungskommando machte keine eigenen Angaben dazu, welche Raketen von wo aus auf Al-Asrak gefeuert wurden. Nach den amerikanisch-israelischen Angriffen auf Ziele im Iran feuert die Islamische Republik mit Raketen und Drohnen auch auf benachbarte Staaten und die dort von den US-Streitkräften genutzten Militäranlagen. (dpa)

12:45 Uhr

Dienstag, 10 März

Iran droht indirekt mit Attentat auf Trump

Der Iran hat indirekt mit einem Attentat auf US-Präsident Donald Trump gedroht. «Die aufopferungsvolle Nation Iran fürchtet Ihre leeren Drohungen nicht. Selbst diejenigen, die grösser sind als Sie, konnten den Iran nicht auslöschen. Seien Sie vorsichtig, dass Sie nicht selbst ausgelöscht werden», schrieb der Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats, Ali Laridschani, am Dienstag auf der Plattform X. Er reagierte damit auf eine Drohung Trumps, den Iran noch zwanzig Mal härter anzugreifen, wenn dieser Öllieferungen durch die Strasse von Hormus blockieren sollte. (dpa)

Der Sicherheitschef des Regimes, Ali Laridschani. (Bild: watson.ch)

12:43 Uhr

Dienstag, 10. März

Revolutionsgarde droht mit Öl-Exportstopp

Die iranische Revolutionsgarde hat mit einem Exportstopp für Erdöl gedroht. Der Sprecher Ali Mohammed Naeini teilte am Dienstag mit, man werde dafür sorgen, dass der Iran bis auf weiteres keinen einzigen Liter Öl aus der Region an die feindliche Seite und ihre Partner exportiere. «Ihre Versuche, die Öl- und Gaspreise zu senken und zu kontrollieren, werden nur vorübergehend und wirkungslos sein», erklärte Naeini. Der Handel unterliege in Kriegszeiten Sicherheitserwägungen. (dpa)

12:40 Uhr

Dienstag, 10. März

Regierung: Unesco-Welterbe in Isfahan bei Angriffen beschädigt

Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran ist nach Angaben der Regierung in Teheran ein Unesco-Welterbe beschädigt worden. In der Kulturmetropole Isfahan im Landeszentrum wurde der berühmte Tschehel-Sotun-Palast in der Innenstadt in Mitleidenschaft gezogen, wie von der Regierung veröffentlichte Aufnahmen zeigen. Die im 17. Jahrhundert erbaute Anlage mit ihren feinen Verzierungen im Innengebäude ist Teil der Persischen Gärten, die seit 2011 zum Unesco-Welterbe zählen. Bilder in den sozialen Medien zeigten nach Raketeneinschlägen zudem Rauchwolken unmittelbar in der Nähe der bekannten Schah-Abbas-Moschee am «Naghsch-e-Dschahan», dem zentralen Platz in Isfahan, einem der wichtigsten Wahrzeichen der persischen Kultur.

«Die Welt kann nicht schweigen, während die brutalen Verbrechen der Aggressoren das gemeinsame Erbe der Menschheit bedrohen», schrieb Irans Aussenamtssprecher Ismail Baghai auf X. Auch in der Hauptstadt Teheran gab es Schäden an historischen Bauten. Unter anderem der Golestanpalast mit seiner prunkvollen Innenarchitektur wurde beschädigt. Der Palast im Herzen der Metropole wurde 2013 in die Liste der Weltkulturerbestätten der Unesco aufgenommen. Auch Teile des Grossen Basars von Teheran wurden beschädigt. (dpa)

11:27 Uhr

Dienstag, 10. März

EU-Ratspräsident: Iran-Krieg hilft bislang nur Russland

Russlands Präsident Wladimir Putin ist nach Einschätzung von EU-Ratspräsident António Costa der grosse Nutzniesser der israelisch-amerikanischen Angriffe gegen den Iran. «Bislang gibt es in diesem Krieg nur einen Gewinner: Russland», sagte der frühere portugiesische Regierungschef vor EU-Diplomaten in Brüssel. Zur Begründung verwies Costa auf die politischen und wirtschaftlichen Folgen des Konflikts. Mit steigenden Energiepreisen erhalte Russland neue Mittel zur Finanzierung seines Krieges gegen die Ukraine und profitiere von der Umleitung militärischer Fähigkeiten, die andernfalls zur Unterstützung der Ukraine hätten eingesetzt werden können. «Und es zieht Nutzen daraus, dass die Aufmerksamkeit für die Front in der Ukraine abnimmt, während der Konflikt im Nahen Osten in den Mittelpunkt rückt», erklärte Costa. (dpa)

11:02 Uhr

Dienstag, 10. März

Aserbaidschan liefert Hilfsgüter in den Iran

Aserbaidschan unterstützt den Iran mit Hilfslieferungen. Zehn Tonnen Mehl, sechs Tonnen Reis, mehr als zwei Tonnen Zucker, vier Tonnen Wasser, etwa 600 Kilogramm Tee sowie rund zwei Tonnen Medikamente und medizinische Hilfsgüter seien in den Iran geschickt worden, erklärten Vertreter der aserbaidschanischen Regierung. Zuvor waren die Spannungen zwischen Baku und Teheran in der vergangenen Woche eskaliert: Aserbaidschan warf dem Iran vor, Drohnen auf die aserbaidschanische Exklave Nachitschewan abgefeuert zu haben. Die Regierung in Teheran bestritt einen solchen Angriff. Aserbaidschan hat zudem seine militärischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Israel ausgebaut. (dpa)

10:48 Uhr

Dienstag, 10. März

Thailand und Vietnam ordnen wegen hoher Spritpreise Heimarbeit an

Die Regierungen von Thailand und Vietnam schicken Beschäftigte wegen der durch den Iran-Krieg gestiegenen Treibstoffpreise ins Homeoffice. Der thailändische Ministerpräsident Anutin Charnvirakul wies Regierungsbehörden und staatliche Unternehmen an, sie sollten Mitarbeiter, die nicht in der Öffentlichkeit tätig sind, von zu Hause aus arbeiten lassen. Ausserdem kündigte die Regierung am Dienstag an, Ausbildungs- und Studienreisen ins Ausland auszusetzen. Die vietnamesische Regierung ordnete ähnliche Schritte an. Sie forderte aber auch die Bevölkerung insgesamt auf, die private Nutzung ihrer Fahrzeuge einzuschränken. Auto- und Motorradfahrer beeilten sich angesichts steigender Treibstoffpreise, ihre Tanks zu füllen. Vor den Tankstellen bildeten sich lange Schlangen. (dpa)

10:31 Uhr

Dienstag, 10. März

Netanyahu: Iraner sollen «Joch der Tyrannei» loswerden

Nach dem Willen der israelischen Regierung soll die Bevölkerung im Iran für einen Machtwechsel in ihrem Land sorgen. «Unser Ziel ist es, das iranische Volk dazu zu bringen, das Joch der Tyrannei abzuwerfen, letztendlich hängt es jedoch von ihnen selbst ab», sagte der Regierungschef nach Angaben seines Büros während einer Besprechung mit Vertretern des Gesundheitsministeriums. Mit Blick auf die Führung in Teheran sagte er demnach weiter: «Es gibt keinen Zweifel daran, dass wir ihnen mit den bisherigen Massnahmen die Knochen brechen.» (dpa)

10:30 Uhr

Dienstag, 10. März

Australien entsendet Aufklärungsflugzeug und Soldaten in Golfregion

Australien entsendet auf Bitte der Vereinigten Arabischen Emirate ein militärisches Aufklärungsflugzeug, Luft-Luft-Raketen und rund 85 Soldaten in das Gebiet am Golf. Ziel sei es, das Land gegen Angriffe aus dem Iran zu unterstützen, erklärte Ministerpräsident Anthony Albanese. Er betonte, der Einsatz diene ausschliesslich der Verteidigung und dem Schutz australischer Staatsbürger in der Region. Kern der Mission ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums ein Frühwarn- und Aufklärungsflugzeug vom Typ Boeing E-7A Wedgetail. Der Einsatz ist zunächst auf vier Wochen angelegt. Die Regierung begründete den Schritt auch mit den vielen Australiern in der Region: Rund 115.000 hielten sich dort laut dem Verteidigungsministerium zu Beginn des Konflikts auf, etwa 24.000 davon in den Emiraten. (dpa)

10:28 Uhr

Dienstag, 10. März

Neun Kliniken im Iran nach Angriffen ausser Betrieb

Im Iran haben neun Krankenhäuser infolge der israelisch-amerikanischen Luftangriffe ihren Betrieb einstellen müssen. Seit Beginn des Krieges seien zudem 18 Rettungswachen und 25 Gesundheitszentren beschädigt sowie 14 Rettungswagen zerstört worden, berichtete die Nachrichtenagentur Ilna unter Berufung auf den Parlamentsabgeordneten Mohammed Dschamalian, Mitglied der Gesundheitskommission. Sollte der Krieg andauern, reichen dem Politiker zufolge Irans strategische Medikamentenvorräte für mindestens sechs Monate. Bei einigen Mitteln herrschten jedoch bereits jetzt Engpässe. In den Kliniken wurden seinen Worten zufolge nicht notwendige Eingriffe wie Schönheitsoperationen bis auf weiteres ausgesetzt. Der Fokus liege jetzt auf der Versorgung von Kriegsverletzten und Notfällen. (dpa)

10:03 Uhr

Dienstag, 10. März

Ungarn deckelt Benzin- und Dieselpreise

In Ungarn greift der Staat gegen die Teuerung von Kfz-Treibstoffen infolge des Iran-Krieges ein. Seit Dienstag ist der Preise von Benzin (95 Oktan) auf 595 Forint (1,51 Euro) pro Liter gedeckelt und der von Diesel auf 615 Forint. Eine entsprechende Verordnung des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban erschien am Montagabend im ungarischen Amtsblatt.

Die maximalen Treibstoffpreise gelten nicht für die Betankung von Fahrzeugen mit ausländischen Kennzeichen. Ausländische Urlauber, Geschäftsreisende und Fahrer von ausländischen Bussen und Lkws müssen an den ungarischen Tankstellen weiterhin von den Marktverhältnissen abhängige Treibstoffpreise bezahlen, die die Tankstellenbetreiber festlegen. Diese sind infolge des Iran-Krieges in den vergangenen zehn Tagen kräftig gestiegen. (dpa)

09:59 Uhr

Diesntag, 10. März

Parlamentspräsident: Kein Streben nach Waffenruhe im Iran

Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Kalibaf hat Andeutungen zurückgewiesen, sein Land bemühe sich im Krieg gegen die USA und Israel um eine Waffenruhe. Solche Bestrebungen gebe es nicht, schrieb Kalibaf am Dienstag auf der Plattform X. «Wir streben definitiv keine Waffenruhe an; wir sind der Ansicht, dass der Aggressor einen Faustschlag ins Gesicht bekommen sollte, damit er eine Lektion lernt und nie wieder daran denkt, unseren geliebten Iran anzugreifen», erklärte der Parlamentspräsident. Israel wolle den Kreislauf aus Krieg, Verhandlung, Waffenruhe und wieder Krieg fortsetzen, um seine Vorherrschaft zu festigen. «Wir werden diesen Kreislauf durchbrechen», schrieb er. (dpa)

09:51 Uhr

Dienstag, 10. März

Iran: Haben Treibstofflager in Israel angegriffen

Als Vergeltung für die Bombardierung ihrer Ölreserven haben Irans Streitkräfte eigenen Angaben zufolge Treibstofflager in Israel attackiert. In den vergangenen Stunden seien Teile der Öl- und Gasindustrie sowie Treibstofftanks in der israelischen Hafenstadt Haifa mit Drohnen angegriffen worden, hiess es in einer Armeeerklärung, die der staatliche Rundfunk verbreitete. In Israel gab es unterdessen Raketenalarm. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, berichtete über eine neue Welle an Raketen auf Ziele bei Tel Aviv. (dpa)

09:21 Uhr

Dienstag, 10. März

Türkei verstärkt nach Abschuss von Raketen aus dem Iran die Luftabwehr

Nach dem Abschuss zweier Raketen aus dem Iran verstärkt die Türkei ihre Luftabwehr. Im Rahmen entsprechender Massnahmen der Nato werde ein Patriot-Raketenabwehrsystem in der osttürkischen Provinz Malatya für den Einsatz vorbereitet, teilte das Verteidigungsministerium in Ankara mit. Damit werde die Verteidigung des Luftraums verstärkt. Am Montag hatte die Türkei das zweite Mal innerhalb einer Woche eine Rakete abgefangen, die Ankara zufolge vom Iran auf das Staatsgebiet des Nato-Mitglieds Türkei abgefeuert worden war. Einige Trümmer fielen nach offiziellen Angaben auf freies Gelände im südtürkischen Gaziantep nahe der Grenze zu Syrien. (dpa)

08:49 Uhr

Dienstag, 10. März

Irans Regierung fordert Garantien für Waffenstillstand

Irans Aussenministerium hat für den Fall eines Waffenstillstands mit den USA und Israel Sicherheitsgarantien gefordert. «Wenn ein Waffenstillstand zustande kommen oder der Krieg beendet werden soll, muss es eine Garantie geben, dass aggressive Handlungen gegen Iran nicht erneut wiederholt werden», zitierte die Zeitung «Shargh» Irans Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi. Andernfalls sei ein Waffenstillstand bedeutungslos. «Die Islamische Republik Iran war nicht der Initiator des Krieges und der Aggression», sagte Gharibabadi dem Bericht zufolge. Irans Raketenangriffe erfolgten daher gemäss Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen nur als «legitime Selbstverteidigung», betonte der Minister. In den vergangenen Tagen hätten mehrere Länder Vermittlungsbemühungen unternommen. Dazu zählten China, Russland, Frankreich sowie einige «regionale Staaten». (dpa)

08:48 Uhr

Dienstag, 10. März

Ägypten verteuert wegen steigender Ölpreise Kraftstoffe

Aufgrund der steigenden Ölpreise hat Ägypten die Spritpreise deutlich erhöht. Ein Liter Diesel, der vor allem im öffentlichen Nahverkehr genutzt wird, verteuerte sich um mehr als 17 Prozent. Der Preis für 92-Oktan-Benzin stieg um 15 Prozent und für 95-Oktan-Benzin um 14 Prozent, wie das Ölministerium mitteilte. Die Auswirkungen des Iran-Krieges treffen Ägypten schwer. Das mit mehr als 100 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste arabische Land ist stark von Kraftstoffimporten abhängig. Das ägyptische Pfund fiel am Montag auf einen Tiefstand und notierte bei mehr als 52 Pfund für einen Dollar. Um die Folgen des Krieges abzumildern, kündigte die Regierung eine Reihe von Massnahmen an, darunter die Reduzierung offizieller Auslandsreisen und eine allgemeine Einschränkung des Kraftstoffverbrauchs. (dpa)

08:47 Uhr

Dienstag, 10. März

Ölpreis gibt weiter nach - Trumps Äusserung zu Kriegsende wirk

Der Ölpreis hat am Dienstag den Rückgang vom Vorabend fortgesetzt. Nachdem die Notierung für Rohöl der Sorte Brent zu Beginn der Woche wegen des Iran-Kriegs zeitweise bis auf knapp 120 US-Dollar (159 Liter) und damit auf den höchsten Stand seit Sommer 2022 gestiegen war, hatte bereits am Montag im Handelsverlauf eine Gegenbewegung eingesetzt. Diese hatte sich dann am Abend nach Äusserungen des US-Präsidenten Donald Trump beschleunigt. Trump hat ein schnelles Ende des Kriegs im Nahen Osten in Aussicht gestellt.

Am Dienstagmorgen wurde Rohöl der Sorte Brent mit Lieferung im Mai bei 93,14 Dollar je Barrel gehandelt und damit knapp sechs Prozent unter dem Niveau vom Vortag. Im Vergleich zu der Zeit vor dem Beginn des Kriegs Ende Februar ist der Rohstoff aber immer noch knapp 30 Prozent teurer. (dpa)

08:46 Uhr

Dienstag, 10. März

Israel greift Finanznetz der Hisbollah im Libanon an

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben eine Reihe von Angriffen auf den Finanzarm der militanten Hisbollah-Miliz im Libanon ausgeführt. Die Angriffe auf die Gruppe Al-Kard al-Hassan seien abgeschlossen, teilten die Streitkräfte am Dienstag mit. Israel wirft der Hisbollah vor, Al-Kard al-Hassan zur Finanzierung ihrer militärischen Aktivitäten zu nutzen. Es attackierte bereits in der vergangenen Woche mehrere Einrichtungen der Gruppe im Süd- und Ostlibanon. Seit Kriegsbeginn wurden nach offiziellen Angaben im Libanon mindestens 397 Menschen getötet. (dpa)

08:08 Uhr

Dienstag, 10. März

Iran: Raketen auf US-Stützpunkt im Nordirak gefeuert

Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge einen US-Luftwaffenstützpunkt im Nordirak angegriffen. Der Militärflugplatz Harir in der Autonomen Region Kurdistan sei mit fünf Raketen attackiert worden, berichtete der staatliche Rundfunk unter Berufung auf die Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht. Eine Bestätigung von US-Seite gab es zunächst nicht. (dpa)

07:09 Uhr

Dienstag, 10. März

Drohnenangriffe auf Saudi-Arabien und Kuwait

Saudi-Arabien hat eigenen Angaben zufolge zwölf Drohnen über der Wüste Rub al-Chali abgefangen. Das Verteidigungsministerium teilte am Montagabend mit, dass diese auf das riesige Ölfeld Schaiba abgezielt hätten. Die Drohnen seien in zwei Wellen eingetroffen: die erste mit drei, die zweite mit neun Drohnen, wie ein Sprecher des Ministeriums mitteilte. In den vergangenen Tagen hatte das Verteidigungsministerium wiederholt mitgeteilt, dass Drohnen abgefangen worden seien, die in Richtung des Schaiba-Feldes flogen. Auch die kuwaitische Armee teilte am Montag mit, dass das Militär Drohnen abgefangen habe. Stunden zuvor hatte der Emir Kuwaits, Scheich Mischal, erklärt, das Land sei von einem «benachbarten muslimischen Land» angegriffen worden, ohne es namentlich zu nennen. (dpa)

06:42 Uhr

Dienstag, 10. März

Teheran erneut von Explosionen erschüttert

Die iranische Hauptstadt Teheran ist erneut von Luftangriffen getroffen worden. Bürger hörten in der Nacht zum Dienstag mehr als 20 schwere Explosionen und eilten hastig an sicherere Orte. Die Angriffe um Mitternacht waren den Angaben zufolge die heftigsten Luftangriffe auf Teheran seit Beginn des Krieges. Das Geräusch von Bombern und Kampfflugzeugen, die über die Stadt flogen, war etwa eine halbe Stunde lang ununterbrochen zu hören. Zeugen berichteten von Explosionen in westlichen Teilen der Stadt. In einigen Vierteln fiel der Strom aus. In anderen iranischen Städten wurden ebenfalls Explosionen in den sozialen Medien gemeldet. Die iranischen Staatsmedien berichteten nicht über Schäden oder Opfer infolge der Angriffe. (dpa)

06:41 Uhr

Dienstag, 10. März

Frau bei iranischem Angriff in Bahrain getötet

Bei einem iranischen Angriff auf das Staatsgebiet von Bahrain ist nach Angaben aus dem Golfstaat eine 29-jährige Frau ums Leben gekommen. Acht weitere Menschen seien bei der Attacke auf ein Wohnhaus in der Hauptstadt Manama verletzt worden, teilte das Innenministerium mit. Erst in der Nacht auf Montag waren bei einem iranischen Drohnenangriff auf die südlich von Manama gelegene Insel Sitra 32 Menschen verletzt worden, darunter mehrere Kinder. (dpa)

06:39 Uhr

Dienstag, 10. März

Demokraten im Senat fordern öffentliche Anhörungen zum Iran-Krieg

Einige Demokraten im US-Senat fordern öffentliche Anhörungen zum Krieg gegen den Iran. Sie drohten, die Arbeit des Senats zu blockieren, solange die Regierung von Präsident Donald Trump keine öffentlichen Anhörungen zulässt. Cory Booker, Senator aus New Jersey, sagte, man werde «jede zur Verfügung stehende Möglichkeit nutzen, um das Business as usual zu stoppen», solange es keine Einigung mit den Republikanern gebe. Mit dieser Taktik versuchen die Demokraten, eine Debatte über den Iran-Krieg zu erzwingen. Eine Abstimmung über eine Resolution zu den Kriegsbefugnissen, die jegliche weiteren Angriffe auf den Iran der Zustimmung des Kongresses unterwerfen würde, scheiterte vor einigen Tagen grösstenteils entlang der Parteigrenzen. (dpa)

06:37 Uhr

Dienstag, 10. März

Israel: Dutzende Raketenangriffe aus dem Iran - ein Toter

Die israelische Armee hat zahlreiche weitere Raketenangriffe aus dem Iran gemeldet. Insgesamt warnten die israelischen Streitkräfte die Bevölkerung im Laufe des Montags zwölf Mal vor einfliegenden Raketen aus dem Iran. Auch aus dem Libanon feuerte die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz Raketen nach Israel ab. Ein Mann wurde den Angaben zufolge durch iranischen Raketenbeschuss getötet, womit die Zahl der Todesopfer auf elf stieg. Weitere Menschen wurden verletzt, mindestens zwei von ihnen schwer, wie die israelischen Rettungsdienste mitteilten. (dpa)

06:28 Uhr

Dienstag, 10. März

Trump: Führen Iran-Krieg auch «für andere Teile der Welt»

Nach Auffassung von US-Präsident Donald Trump kommt der Krieg gegen den Iran auch anderen Staaten zugute. Obwohl der Präsident lange eine «America First»-Politik vertreten hat, die die USA in den Vordergrund stellt, deutete Trump auf einer Pressekonferenz zum Iran-Krieg in Florida an, dass auch andere Länder vom Krieg profitierten - insbesondere Staaten, die von Öl abhängig seien, das durch die Strasse von Hormus transportiert werde. «Ich meine, wir tun das für andere Teile der Welt, auch für Länder wie China», sagte Trump.

Begonnen habe der Krieg, weil der Iran mit der Arbeit an einem neuen Standort zur Entwicklung von Material für Atomwaffen begonnen habe, sagte Trump weiter. Die neue Anlage habe Einrichtungen ersetzen sollen, die im vergangenen Jahr von den USA bombardiert worden seien, erklärte Trump. Ohne den Angriff hätte der Iran den Nahen Osten übernehmen können, behauptete Trump. (dpa)

06:27 Uhr

Dienstag, 10. März

Angriff auf Schule im Iran: Neue Hinweise erhärten Verdacht auf USA

Neue Aufnahmen eines Angriffs auf eine Mädchenschule im Iran untermauern die Vermutung, dass die USA für die Militäroperation am 28. Februar verantwortlich war. Das Video, zuerst von der Investigativgruppe Bellingcat analysiert, wurde am Tag des Angriffs aufgenommen und erst am Sonntag von der halbamtlichen iranischen Nachrichtenagentur Mehr veröffentlicht. Es zeigt, wie eine Rakete ein Gebäude trifft und Rauch in die Luft steigt. Die AP konnte das Video geolokalisieren und bestätigen, dass es in der Nähe der Schule aufgenommen wurde.

Trevor Ball, ein Forscher der Expertengruppe Bellingcat, identifizierte die Munition als Tomahawk-Marschflugkörper - eine Waffe, über die in diesem Krieg nach bisherigem Wissen nur die USA verfügen. Es ist der erste Hinweis auf die bei dem Angriff eingesetzte Munition. Die Schule grenzt an einen Stützpunkt der Revolutionsgarden in Minab im Süden Irans. Bei der Explosion starben mehr als 165 Menschen. Trump hatte am Wochenende nahegelegt, der Iran sei selbst für die Explosion verantwortlich. (dpa)

06:22 Uhr

Dienstag, 10. März

Revolutionsgarden: Wir entscheiden über Ende des Krieges

Die iranischen Revolutionsgarden haben scharf auf Äusserungen von US-Präsident Donald Trump zu einem baldigen Ende des Iran-Kriegs reagiert. «Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden», hiess es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung. «Die Bedingungen auf dem Schlachtfeld und das Ende des Krieges liegen in den Händen der Islamischen Republik.» Zuvor hatte Trump in Aussicht gestellt, dass der Krieg mit dem Iran deutlich schneller beendet werden könnte als zunächst erwartet. (dpa)

06:21 Uhr

Dienstag, 10. März

Asiens Börsen nach Trump-Aussage zu Iran-Krieg im Aufwind

Asiens Börsen haben nach einer Aussage von US-Präsident Donald Trump zu einem möglichen Ende des Kriegs im Iran den Handelstag mit einem deutlichen Plus begonnen. Japans Leitindex Nikkei 225 legte zum Start um etwa drei Prozent zu. Die Wirtschaft des ostasiatischen Landes ist stark von Öl- und Gasimporten abhängig. Südkoreas Leitindex Kospi ging nach einem deutlichen Minus von 6 Prozent zum Vortagsschluss mit einem 5,5-Prozent-Plus in den Handelstag. Besonders Tech-Werte wie Samsung Electronics oder der Chip-Hersteller SK Hynix legten zwischenzeitlich um mehr als 9 Prozent zu. In China zeigten der Hongkonger Index Hang Seng mit 1,3 Prozent und der CSI-300-Index, der die wichtigsten Aktien in Festlandchina abbildet, zum Start mit 0,8 Prozent leicht nach oben. Grund war ein Interview, aus dem der US-Sender CBS News Trump mit den Worten zitiert hatte: «Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet.» (dpa)

06:18 Uhr

Dienstag, 10. März

Trump spielt Differenzen mit Vance zum Iran-Krieg herunter

US-Präsident Donald Trump hat Meinungsverschiedenheiten mit Vizepräsident JD Vance über den Iran-Krieg dementiert. Zu Beginn der Militäroperation gegen die Islamische Republik sei Vance «philosophisch ein wenig anders» eingestellt gewesen, sagte Trump am Montag (Ortszeit) bei einem Gespräch mit Reportern in seinem Golfclub in Doral im US-Bundesstaat Florida.

Donald Trump spielt Differenzen herunter. (Bild: Mark Schiefelbein)

Er erklärte, dass es keinen Dissens zwischen ihm und Vance gebe: «Wir verstehen uns in dieser Frage sehr gut», sagte er. Vance sei «vielleicht weniger begeistert vom Einsatz» gewesen, sagte Trump - bestand jedoch darauf, dass seine Entscheidung, gemeinsam mit Israel Luftangriffe gegen Iran zu starten, notwendig gewesen sei. «Ich fühlte, dass wir das tun mussten», sagte Trump. «Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir eine Wahl hatten.» (dpa)

23:01 Uhr

Montag, 9. März

Trump: Iran hätte USA binnen einer Woche angegriffen

US-Präsident Donald Trump hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach der Angriff auf den Iran nicht gerechtfertigt war. «Nun, ich werde Ihnen den besten Grund von allen nennen. Innerhalb einer Woche hätten sie uns angegriffen, 100 Prozent. Sie waren bereit», sagte Trump am Montag.

Informationen, um diese Behauptung zu untermauern, lieferte der US-Präsident nicht. Er sagte aber, der Iran habe deutlich mehr Raketen gehabt als gedacht.

Vor Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran gab es allerdings keine konkreten geheimdienstlichen Hinweise auf einen möglicherweise bevorstehenden Präventivschlag Teherans gegen die USA. Das bestätigten US-Regierungsvertreter in vertraulichen Gesprächen mit Kongressabgeordneten, wie die Nachrichtenagentur AP kurz nach Beginn der Angriffe auf den Iran aus informierten Kreisen erfuhr. (dpa)

21:59 Uhr

Montag, 9. März

Ölschock: Trump verplant sich im Iran-Krieg bös – und macht anscheinend einen Rückzieher

Der Ölpreis schoss zeitweise auf über 100 Dollar. Der Welt drohte wie zuletzt 2022 ein Erdölschock. Dann bekam Trump offenbar Angst. (chm)

21:48 Uhr

Montag, 9. März

Israel: Wieder Ziele der iranischen Regierung angegriffen

Israels Luftwaffe hat Armeeangaben zufolge erneut militärische Ziele der iranischen Regierung angegriffen. In der Hauptstadt Teheran sei eine Kommandozentrale der Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden und in Isfahan eine Stätte zur Herstellung und Lagerung von Waffen getroffen worden, hiess es in einer Armeemitteilung. Zudem hätten israelische Kampfjets in der Gegend der Stadt Schiras weitere Stellungen ins Visier genommen. Die Angriffe seien inzwischen abgeschlossen.

Die Al-Kuds-Brigaden sind die Auslandsabteilung der iranischen Revolutionsgarden. Laut Israels Armee sind sie auch für Waffenlieferungen in die gesamte Region zuständig.

Israels Armee teilte am Abend ausserdem mit, sie habe in der Nacht zuvor im Iran sechs wichtige Militärflugplätze angegriffen. Dabei seien unter anderem iranische Kampfhubschrauber zerstört worden. Diese Angriffe beeinträchtigten Irans Möglichkeiten, gegen Israels Luftwaffe vorzugehen und sich wieder aufzurüsten, teilte das israelische Militär weiter mit. Irans Führung habe die Flugplätze auch für die Bewaffnung von Milizen wie die Hisbollah im Libanon genutzt.

Der Iran feuerte am Abend derweil wieder Raketen Richtung Israel. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. (dpa)

21:44 Uhr

Montag, 9. März

Fünf iranische Fussballerinnen erhalten in Australien Asyl

Fünf Spielerinnen der iranischen Frauen-Nationalmannschaft haben in Australien Asyl erhalten. Laut Innenminister Tony Burke wurde ihre humanitäre Visa-Bearbeitung abgeschlossen. Zuvor hatte sich auch US-Präsident Donald Trump eingeschaltet und nach einem Gespräch mit Premierminister Anthony Albanese eine Lösung angekündigt. Er hatte Australien eindringlich aufgefordert, den Spielerinnen Schutz zu gewähren, und andernfalls eine Aufnahme in den USA in Aussicht gestellt.

Die Fussballerinnen waren nach dem Asien-Cup aus Sorge um ihre Sicherheit aus dem Teamhotel verschwunden. Hintergrund ist ihr stiller Protest gegen die Führung in Teheran: Beim ersten Gruppenspiel hatten sie die Nationalhymne nicht mitgesungen. Menschenrechtsorganisationen warnten vor möglichen Repressionen bei einer Rückkehr in den Iran. Die FIFA erklärte, die Sicherheit der Spielerinnen habe höchste Priorität.(dpa)

21:29 Uhr

Montag, 9. März

Trump: Iran-Krieg «so gut wie beendet»

Der Krieg mit dem Iran könnte nach den jüngsten Worten von US-Präsident Donald Trump deutlich schneller beendet werden als von ihm selbst in Aussicht gestellt. «Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet. Sie haben keine Marine, keine Kommunikationssysteme, sie haben keine Luftwaffe», zitierte ihn der US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview. Der Krieg verlaufe «weit vor dem Zeitplan.»

Trump betonte demnach, dass die Raketen fast vollständig zerstört und die Drohnen samt Fabriken ausgeschaltet worden seien. «Wenn man sich das ansieht, haben sie nichts mehr übrig. Militärisch gesehen haben sie nichts mehr übrig.»

Mit Blick auf die für die Schifffahrt wichtige Strasse von Hormus sagte Trump, sie sei derzeit offen und werde befahren. Er denke aber darüber nach, sie zu «übernehmen». Zuvor hatte er bereits angekündigt, die US-Marine könne durchfahrende Schiffe zur Not eskortieren.

Ende Februar hatten Israel und die USA den Iran angegriffen. Nach dem Beginn der US-Offensive hatte Trump noch gesagt, dass er von einer Kriegsdauer von vier bis fünf Wochen ausgehe. Ende vergangener Woche nannte Regierungssprecherin Karoline Leavitt dann einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen. (dpa)

21:10 Uhr

Montag, 9. März

Weitere Rakete aus dem Iran abgeschossen – Erdogan warnt

Die Nato hat erneut eine aus dem Iran abgefeuerte Rakete über der Türkei abgefangen. Trümmerteile gingen nahe Gaziantep nieder, Verletzte gab es keine. Laut türkischen Angaben handelte es sich um eine ballistische Rakete. Präsident Recep Tayyip Erdogan warnte Teheran vor weiteren «provokativen Schritten», die die Beziehungen belasten würden. Alle türkischen Einheiten seien in Alarmbereitschaft. Die Nato betonte, sie sei bereit, jedes Bündnismitglied zu verteidigen.

Bereits in der Vorwoche war eine iranische Rakete über der Türkei abgefangen worden. Medienberichten zufolge könnte ein Nato-Stützpunkt in Incirlik Ziel gewesen sein, was Iran jedoch zurückwies. Ankara bemüht sich weiterhin um Dialog und eine diplomatische Lösung, verhält sich im Konflikt offiziell neutral. In der Türkei sind rund 1500 US-Soldaten stationiert; der Stützpunkt Incirlik gilt als strategisch wichtig. (dpa)

21:05 Uhr

Montag, 9. März

Iran: Massenkundgebungen für neuen Führer Chamenei

Im Iran haben laut staatlichen Medienberichten Hunderttausende Menschen an organisierten Solidaritätskundgebungen für den neuen Revolutionsführer Modschtaba Chamenei teilgenommen. In Teheran bekundeten Menschen demnach trotz der Gefahr von Raketenangriffe der USA und Israels dem obersten Führer ihre Treue.

Aufnahmen des staatlichen Fernsehens zeigten Autokorsos sowie Menschen mit iranischen Fahnen. Laut Staatsmedien erklärten die Demonstrierenden, gemeinsam mit dem neuen Führer den Konflikt bis zum «endgültigen Sieg» fortsetzen zu wollen.

Der 56 Jahre alte Modschtaba Chamenei war in der Nacht zum Montag – neun Tage nach dem Tod seines Vaters bei einem israelischen Luftangriff – zum neuen Religionsführer und Staatsoberhaupt ernannt worden. (dpa)

20:59 Uhr

Montag, 9. März

Kreml: Putin und Trump sprechen über Iran

US-Präsident Donald Trump und der russische Staatschef Wladimir Putin haben am Montag telefoniert. In dem «offenen und geschäftsmässigen» Gespräch sei es unter anderem um die Lage im Iran gegangen, sagte Putins aussenpolitischer Berater Juri Uschakow im Anschluss. Putin habe in dem etwa einstündigen Telefonat einige Ideen in Bezug auf eine «rasche politische und diplomatische Einigung» angesprochen. Zuvor habe der russische Präsident auch mit seinem iranischen Amtskollegen Massud Peseschkian und den Staatschefs von Golfstaaten telefoniert.

Trump habe seine eigene Einschätzung der sich entwickelnden Lage «im Zusammenhang mit der laufenden Operation der USA und Israels» abgegeben, sagte Uschakow weiter. Die beiden Staatschefs hätten einen «konkreten und nützlichen» Meinungsaustausch geführt und «durch die Lage auf dem globalen Ölmarkt» auch das Thema Venezuela angesprochen, erklärte er. (dpa)

20:56 Uhr

Montag, 9. März

Trump kündigt Pressekonferenz zum Iran an

US-Präsident Donald Trump hat eine Pressekonferenz für den frühen Montagabend (US-Ostküstenzeit) angekündigt. Er werde gegen 17.30 Uhr (22.30 Uhr MEZ) sprechen, bevor er von Florida aus wieder in die Hauptstadt Washington zurückfliege, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Das Weisse Haus teilte mit, es werde bei dem Termin um den Iran gehen. Die Pressekonferenz findet nach Börsenschluss statt - an einem Tag, der auf den Märkten ganz im Zeichen der steigenden Öl- und Benzinpreise stand. (dpa)

20:48 Uhr

Montag, 9. März

Trump: Krieg gegen Iran «so gut wie abgeschlossen» - Öl-Preise fallen

Trump soll gegenüber dem US-Sender CBS News gesagt haben, der Krieg gegen den Iran sei weitgehend entschieden. Dies schreibt eine Reporterin des Senders auf X.

Weiter soll der US-Präsident gesagt haben, der Iran verfüge über keine Marine, keine Kommunikationswege und keine Luftwaffe mehr. Zudem seien die USA dem ursprünglichen Zeitplan von vier bis fünf Wochen «sehr weit» voraus.

Nach Trumps Aussagen sind die Ölpreise gefallen und die Aktienmärkte haben zugelegt, wie mehrere Medien berichten. Seine Aussagen über eine mögliche Deeskalation nahmen den Märkten einen Teil der geopolitischen Unsicherheit.(cam)

20:40 Uhr

Montag, 9. März

Iran macht sich über die USA lustig und nennt Angriff «Operation Epischer Fehler»

Der iranische Aussenminister Abbas Araghchi zieht auf X über die USA her. In seinen Post schreibt er:

«Neun Tage nach Beginn der Operation Epischer Fehler haben sich die Ölpreise verdoppelt, während alle Rohstoffpreise in die Höhe schiessen. Wir wissen, dass die USA gegen unsere Öl- und Nuklearstandorte intrigieren, in der Hoffnung, einen enormen Inflationsschock einzudämmen. Der Iran ist bestens vorbereitet. Und auch wir haben viele Überraschungen auf Lager.»

Araghchi hat die USA bereits in einem früheren Post kritisiert. Er sagte, sie hätten mit ihren Angriffen auf Teheran die internationalen Ölpreise destabilisiert. (cam)

20:31 Uhr

Montag, 9. März

Huthi-Miliz begrüsst Wahl von Oberstem Führer im Iran

Die mit Teheran verbündete Huthi-Miliz aus dem Jemen hat die Wahl eines neuen Obersten Führers im Iran begrüsst. Allein dass Modschtaba Chamenei unter diesen aussergewöhnlichen Umständen zum Oberhaupt des Landes ernannt worden sei, stelle einen bedeutenden Erfolg dar, sagte der Chef der Miliz, Abdul-Malik al-Huthi, am Montag. Die Huthi unterstützen den Iran «gegen Aggression und Tyrannei», hiess es in der Stellungnahme weiter. Ob das einen Kriegseintritt der Miliz beinhaltet, führte al-Huthi nicht näher aus.

Der Iran unterstützt die Huthi seit Jahren im Bürgerkrieg im Jemen, wo sie unter anderem grosse Gebiete im Norden und die Hauptstadt Sanaa kontrollieren. Um die ebenfalls mit dem Iran verbündete Hamas im Gaza-Krieg zu unterstützen, griffen die Huthi immer wieder Schiffe in der Region sowie Israel an und wurden dadurch selbst zum Ziel US-israelischer Gegenattacken. (dpa)

19:53 Uhr

Montag, 9. März

IAEA: Kein Hinweis auf Abtransport von Uran aus iranischer Atomanlage

Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA sieht keine Anzeichen für einen Abtransport von Uran aus der iranischen Atomanlage Isfahan. In der Anlage seien mehr als 200 Kilogramm auf einen Grad von bis 60 Prozent angereichertes Uran gelagert gewesen, sagte IAEA-Direktor Rafael Mariano Grossi am Montag in Paris. «Die verbreitete Annahme ist, dass das Material noch immer dort ist.» Ein solcher Anreicherungsgrad ist technisch gesehen nur einen kleinen Schritt von waffenfähigem Uran mit 90 Prozent entfernt.

Die IAEA und andere Beobachter der Atomanlage hätten anhand von Satellitenaufnahmen und anderer Mittel keine Bewegungen erkennen können, die auf einen Transfer des Materials hindeuten würden, sagte Grossi. Er schränkte jedoch ein, dass deshalb noch keine Sicherheit bestehe, dass das Uran auch tatsächlich noch an Ort und Stelle sei. Bis die Atomenergiebehörde die Anlage inspizieren könne, sei eine zu 100 Prozent gesicherte Aussage nicht möglich. (dpa)

19:52 Uhr

Montag, 9. März

Tausende bekunden in Teheran Unterstützung für neuen Obersten Führer

Tausende Menschen haben sich am Montag in der iranischen Hauptstadt Teheran versammelt, um ihre Unterstützung für den neuen Obersten Führer Modschtaba Chamenei zu bekunden.
Anhänger der iranischen Führung strömten in Massen auf den Platz der Islamischen Revolution, wie Reporter der Nachrichtenagentur AP beobachteten. Die Demonstranten schwenkten iranische Flaggen und skandierten Parolen wie «Tod für Amerika» und «Tod für Israel». Viele hielten Fotos von Chamenei und seinem am 28. Februar getöteten Vater Ali Chamenei hoch, dem vorherigen Obersten Führer des Landes.

Menschen feiern den neuen Führer. (Bild: AP)

«Wir sind heute hier, um Grossajatollah Modschtaba Chamenei zu versprechen, dass wir unser Blut für die Führung opfern werden», sagte der Demonstrant Assad Assadi. «Wir wollen auch dem kriminellen Amerika sagen, dass es sich nicht in die Angelegenheiten des Irans und der Region einmischen soll.»

Modschtaba Chamenei war zuvor vom sogenannten Expertenrat zum Nachfolger seines Vaters gewählt werden. Als Oberster Führer steht der jüngere Chamenei im Zentrum der iranischen Theokratie und hat in allen politischen und militärischen Angelegenheiten das letzte Wort. (dpa)

18:56 Uhr

Montag, 9. März

Libanon meldet fast 500 Tote durch israelische Angriffe

Seit Ausbruch der jüngsten Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah sind im Libanon nach Behördenangaben fast 500 Menschen getötet worden. 486 Menschen seien seit vergangenen Montag getötet und 1313 weitere seien verletzt worden, teilte die Katastrophenschutzeinheit der Regierung in Beirut mit.

Nach erneutem Raketenbeschuss der Hisbollah auf Israel greift das israelische Militär wieder massiv in den Einflussgebieten der Schiitenorganisation im Libanon an. Unter Beschuss stehen vor allem die südlichen Vororte der Hauptstadt Beirut, grosse Teile im Südlibanon und weitere Gebiete im Osten des Landes. Unter den Toten sind nach Behördenangaben auch Dutzende Kinder. (dpa)

18:44 Uhr

Montag, 9. März

AEA-Chef: Zweite iranische Atomanlage bei Angriff leicht beschädigt

Bei den Angriffen auf den Iran ist laut dem Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Mariano Grossi, eine zweite Atomanlage getroffen worden. Die Schäden an der Anlage in Isfahan schienen aber gering zu sein, sagte Grossi am Montag in Paris. Wer sie angegriffen hat und wann, erwähnte der IAEA-Chef nicht.

«Seit Beginn dieser Kampagne haben wir einige Einschläge in Natans gesehen – ein paar – und einen in Isfahan. Keine sehr grossen, muss ich sagen», sagte Grossi.

Satellitenbilder der iranischen Atomanlage in Natans zeigen einige Schäden an Gebäuden und im gesamten Komplex. (dpa)

18:40 Uhr

Montag, 9. März

Israels Militär: Drohnenhauptquartier der Revolutionsgarden zerstört

Kampfflugzeuge der israelischen Luftwaffe haben nach Angaben eines Militärsprechers ein Drohnenhauptquartier der iranischen Revolutionsgarden zerstört. Zum Standort der Anlage wurden zunächst keine Angaben gemacht. Sie sei im Rahmen einer Angriffswelle gegen militärische Infrastruktur im Iran attackiert worden, hiess es. Von dort aus seien Drohnen zu Angriffen gegen Israel gestartet, aber auch gelagert worden.

Zudem wurden nach israelischen Angaben drei Raketenwerfer angegriffen, von denen in der Stunde zuvor Raketen auf Israel abgefeuert wurden.

Die staatliche iranische Rundfunkagentur IRIB berichtete von Angriffen auf diverse Militäranlagen im Westen Teherans. Augenzeugen sagte, die Luft- und Raumfahrtbehörde der Revolutionsgarden im Stadtteil Tschitgar sei attackiert worden. Auch dort sollen Drohnen gelagert sein. (dpa)

18:20 Uhr

Montag, 9. März

Syrien will Libanon bei Hisbollah-Entwaffnung unterstützen

Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa hat dem Libanon seine Unterstützung bei der Entwaffnung der proiranischen Hisbollah zugesichert. Das sagte er in einer Videokonferenz mit EU-Vertretern und anderen Staats- und Regierungschefs der Region, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete.

Al-Scharaa zeigte demnach seine volle Unterstützung für «die ernsthaften und entschlossenen Schritte, die die Regierungen des Iraks und des Libanon unternommen haben, um ihre Nationen vor der anhaltenden Gewalt zu schützen.»

Die gegenwärtige Eskalation stelle eine existenzielle Bedrohung für die gesamte Region dar. Syrien habe sich mit regionalen Partnern abgestimmt, um ein Übergreifen des Konflikts auf syrisches Territorium zu verhindern. In diesem Zusammenhang habe die syrische Armee ihre Präsenz entlang der libanesischen und irakischen Grenzen verstärkt.

Die gestürzte Regierung von Syriens Langzeitmachthaber Baschar al-Assad war ein enger Verbündeter der proiranischen Hisbollah. Die neue Führung bemüht sich seit ihrem Machtantritt, den Einfluss Irans - einem weiteren wichtigen Verbündeten Assads - im Land zu unterbinden.

Der libanesische Staat steht selbst unter Druck, eine Entwaffnung der Hisbollah durchzusetzen. Derzeit beschiessen sich die Hisbollah und Israel wieder gegenseitig. Besonders im Süden des Libanons greift Israels Militär dabei erneut massiv an. (dpa)

18:09 Uhr

Montag, 9. März

EU-Chefdiplomatin: Israel sollte Angriffe im Libanon beenden

Die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas fordert von Israel ein Ende der Militäroperationen im Libanon. Israel habe nach den jüngsten Angriffen der proiranischen Hisbollah-Miliz das Recht auf Selbstverteidigung, erklärte sie in Brüssel. Die Vergeltung führe aber zu Massenvertreibungen und destabilisiere eine ohnehin fragile Lage zusätzlich. Die harte Reaktion berge die Gefahr, den Libanon und seine Bevölkerung in einen Krieg hineinzuziehen, der nicht der ihre sei - mit schwerwiegenden humanitären Folgen.

«Diplomatie und eine Rückkehr zur Waffenruhe bieten die beste Chance, den Libanon vor einem Abgleiten ins Chaos zu bewahren», fügte Kallas hinzu. Es gelte nun vorrangig zu verhindern, dass es weitere Tote, Vertreibungen und eine regionale Eskalation gebe. Zudem müssten auch die Souveränität und territoriale Unversehrtheit des Libanon geachtet werden. «Israel sollte seine Operationen im Libanon einstellen», forderte Kallas. (dpa)

18:03 Uhr

Montag, 9. März

Angst um iranische Fussballerinnen: Fünf Spielerinnen geflüchtet – Trump schaltet sich ein

Vor ihrem ersten Spiel des Turniers demonstrierten sie still gegen das Regime. Dann folgten die Drohungen. Finden sie jetzt Zuflucht in den USA? (chm)

17:37 Uhr

Montag, 9. März

Hunderte reisen über Turkmenistan aus dem Iran aus

Hunderte Menschen fliehen aus dem Iran vor dem Konflikt mit Israel und den USA ins benachbarte Turkmenistan. Die Grenzübergänge zwischen beiden Ländern seien fortan rund um die Uhr in Betrieb, um Flüchtlingen die Ausreise zu ermöglichen, teilten Vertreter Turkmenistans am Montag mit. Bislang seien etwa 250 Menschen aus 16 Ländern vom Iran aus eingereist. Wer über die Grenze komme, dem werde Essen und Hilfe bei der Kontaktaufnahme zu Familienangehörigen oder diplomatischen Vertretungen angeboten.

Die ehemalige Sowjetrepublik hat eine mehr als 1000 Kilometer lange gemeinsame Grenze mit dem Iran. Während des Zwölftagekriegs im vergangenen Jahr gewährte das autokratisch regierte Land trotz seiner strengen Visabestimmungen mehr als 4000 Menschen aus 52 Ländern die Einreise aus dem Iran. (dpa)

17:34 Uhr

Montag, 9. März

WHO-Chef warnt vor Gesundheitsschäden durch Iran-Krieg

Angesichts der Eskalation im Iran-Krieg hat der Generalsekretär der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, vor ernsthaften Gefahren für die öffentliche Gesundheit in der gesamten Region gewarnt. Beschädigungen an Erdölanlagen im Iran würden das Risiko einer Kontamination von Lebensmitteln, Wasser und Luft bergen, schrieb er auf X. Besonders Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen seien gefährdet.

Gleichzeitig verwies er auf die Situation im Libanon. Seit Ende Februar seien dort neun Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen getötet worden. 16 weitere seien verletzt worden. 43 medizinische Versorgungszentren und fünf Krankenhäuser mussten dem WHO-Chef zufolge aufgrund von Evakuierungsanordnungen der israelischen Armee schliessen.

Ghebreyesus rief zu sofortiger Deeskalation auf. «Frieden ist immer die beste Medizin», sagte er. (dpa)

17:30 Uhr

Montag, 9. März

Neueste EDA-Zahlen: So viele Schweizer stecken noch im Nahen Osten fest

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) gab am Montagnachmittag bekannt, wie viele Schweizerinnen und Schweizer sich noch im Krisengebiet im Nahen Osten aufhalten.

  • Bahrain: weniger als fünf Personen
  • Israel: 160 Personen
  • Iran: weniger als fünf Personen
  • Jemen: weniger als fünf Personen
  • Jordanien: 40 Personen
  • Katar: 300 Personen
  • Kuwait: 10 Personen
  • Libanon: 70 Personen
  • Oman: 320 Personen
  • Saudi-Arabien: 90 Personen
  • Vereinigte Arabische Emirate: 1600 Personen
  • Zypern: 70 Personen

17:24 Uhr

Montag, 9. März

Libanon schlägt direkte Verhandlungen mit Israel vor

Libanons Präsident Joseph Aoun hat angesichts der eskalierenden Lage mit Israel direkte Verhandlungen unter internationaler Schirmherrschaft vorgeschlagen. In einer Videokonferenz mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, EU-Ratspräsident António Costa und weiteren Regionalvertretern stellte er einen Vierpunkteplan vor: einen vollständigen Waffenstillstand, logistische Unterstützung für die libanesischen Streitkräfte, die Entwaffnung der Hisbollah sowie direkte Gespräche zwischen Libanon und Israel.

Zugleich verwies Aoun auf mehr als 600'000 Vertriebene infolge der jüngsten Kämpfe. Nach der Tötung von Irans obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei hatte die mit Teheran verbündete Hisbollah erneut Raketen auf Israel abgefeuert, woraufhin Israel seine Angriffe im Libanon ausweitete. (dpa)

17:20 Uhr

Montag, 9. März

Israel wirft Iran Streubombeneinsatz vor – ein Toter

Das israelische Militär hat dem Iran den Einsatz von Streubomben vorgeworfen. Oberst Jonathan Ras erklärte am Montag, bei dem Einsatz einer iranischen Streubombe sei im Gebiet Jehud mindestens ein Mensch getötet worden. Weitere Menschen seien schwer verletzt worden. Der Iran setze nahezu täglich Streubomben ein, erklärte das Militär. Dies sei auch bereits während des zwölftägigen Krieges im vergangenen Juni der Fall gewesen. (dpa)

17:13 Uhr

Montag, 9. März

Irans Präsident begrüsst Wahl von Chamenei-Sohn zum Obersten Führer

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat die Wahl von Modschtaba Chamenei zum neuen Obersten Führer des Landes begrüsst. Durch seine «weise Führung und durch die Schaffung einer Atmosphäre des Vertrauens und der Teilhabe des Volkes können die Probleme des Landes gelöst werden», schrieb Peseschkian am Montag auf der Plattform X.

Der Präsident gilt eher als Moderater im Machtgefüge der iranischen Theokratie. Der Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Chamenei, der am Sonntag zu dessen Nachfolger gewählt wurde, wird hingegen als Hardliner eingeschätzt. (dpa)

16:46 Uhr

Montag, 9. März

Rubio: Grosse Fortschritte bei Zerstörung von Teherans Raketenarsenal

US-Aussenminister Marco Rubio hat dem eigenen Militär grosse Fortschritte bei der Zerstörung des iranischen Raketenarsenals bescheinigt. Bei einer Zeremonie seines Ministeriums zu Ehren von US-Bürgern, die zu Unrecht im Ausland, darunter auch im Iran, inhaftiert sind, sagte Rubio am Montag, ein Ziel der US-Luftangriffe sei es, die Bestände an ballistischen Raketen des Iran zu beseitigen ebenso wie Teherans Fähigkeit, diese herzustellen und abzufeuern. «Wir sind auf dem besten Weg, dieses Ziel zu erreichen», sagte Rubio. Das US-Militär gehe dabei mit «überwältigender Kraft, mit überwältigender Präzision» vor. (dpa)

16:38 Uhr

Montag, 9. März

Trump fordert Asyl für Irans Fussballerinnen in Australien

US-Präsident Donald Trump hat Australien aufgefordert, iranischen Fussballerinnen Asyl zu gewähren. Andernfalls seien die USA bereit, sie aufzunehmen, schrieb er auf Truth Social. Zuvor hatten Medien berichtet, fünf Spielerinnen der iranischen Frauen-Nationalmannschaft hätten nach dem Asien-Cup in Australien Asyl beantragt. Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht. Die FIFA erklärte, die Sicherheit der Spielerinnen habe höchste Priorität und man stehe mit Behörden in Kontakt.

Hintergrund sind Sorgen, die Sportlerinnen könnten bei einer Rückkehr in den Iran verfolgt werden. Beim ersten Gruppenspiel hatten sie während der Nationalhymne geschwiegen – offenbar als stiller Protest gegen die Führung in Teheran. Später sang das Team die Hymne wieder mit. Ähnliche Szenen hatte es bereits bei der Männer-WM 2022 in Katar gegeben. (dpa)

16:17 Uhr

Montag, 9. März

G7-Staaten nutzen strategische Ölreserven vorerst nicht

Die Gruppe der sieben führenden Industrienationen will vorerst nicht auf die strategischen Reserven zurückgreifen, um den Auswirkungen des Iran-Krieges auf die Ölpreise entgegenzuwirken. «Soweit sind wir noch nicht», sagte der französische Finanzminister Roland Lescure nach einer Sitzung mit seinen Amtskollegen aus den G7-Staaten.

«Wir sind bereit, notwendige und koordinierte Massnahmen zur Stabilisierung der Märkte zu ergreifen, wie beispielsweise strategische Bevorratungen», erklärte Lescure in Brüssel. (dpa)

16:07 Uhr

Montag, 9. März

Paris: Noch keine Einigung in Gesprächen über Ölnotreserven

Mit Blick auf die mögliche Freigabe von Teilen der nationalen Ölreserven wegen des Iran-Kriegs wurde nach französischer Darstellung noch keine Entscheidung getroffen. «Soweit sind wir noch nicht», sagte Frankreichs Finanzminister Roland Lescure auf eine entsprechende Frage in Brüssel nach einem Gespräch der Finanzminister der G7-Länder. «Worauf wir uns geeinigt haben, ist, wenn nötig alle notwendigen Mittel zu nutzen, um den Markt zu stabilisieren - die mögliche Freigabe von Reserven eingeschlossen.»

Laut französischem Finanzminister wird die Arbeit in den kommenden Tagen fortgeführt. Man werde die Situation genau beobachten. Bei dem Gespräch der G7-Gruppe führender westlicher Industriestaaten war auch der Chef der Internationalen Energieagentur IEA, Fatih Birol, anwesend. Die IEA teilte mit, sie habe über die sich verschlechternden Bedingungen auf den globalen Ölmärkten berichtet. Man habe über alle vorhandene Optionen gesprochen, auch über die Freigabe von Ölreserven. Die 32 IEA-Mitgliedsländer verfügten über 1,2 Milliarden Barrel Notreserven Öl. Hinzu kämen 600 Millionen Barrel Industrievorräte.

Ihre strategischen Ölreserven geben Volkswirtschaften jeweils in Krisensituationen frei, um den Ölmarkt zu stabilisieren oder auf Versorgungsengpässe zu reagieren. Zu diesem Mittel wird selten gegriffen. (dpa)

16:02 Uhr

Montag, 9. März

Merz sieht Verantwortung für Ende des Krieges beim Iran

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz sieht die Verantwortung für ein Ende des Iran-Krieges bei der Führung in Teheran. «Je schneller das Mullah-Regime aufhört, desto schneller ist dieser Krieg beendet», sagte er in Berlin. «Es liegt allein bei diesem Regime und den sogenannten Revolutionsgarden, die Kampfhandlungen einzustellen.» Solange das nicht der Fall sei, gehe er davon aus, dass Israel und Amerika «ihre Verteidigung» gegen den Iran fortsetzten, denn dessen Bedrohung reiche weit über das Land und die Region hinaus.

Merz sagte, er habe über das Wochenende mit Staats- und Regierungschefs aus der Region gesprochen. «Allerdings ist im Augenblick nicht absehbar, wann das Mullah-Regime bereit ist, die Kampfhandlungen gegen die Nachbarschaft einzustellen.» Die Bedrohung Israels und der Golfstaaten halte an und werde täglich durch Angriffe auf zivile Gebäude und Militäreinrichtungen gezeigt. (dpa)

15:32 Uhr

Montag, 9. März

EU startet Hilfsflüge für Menschen im Libanon

Die EU organisiert Hilfsflüge für die unter dem neuen Nahost-Krieg leidende Zivilbevölkerung im Libanon. Nach den Plänen von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sollen für rund 130'000 Menschen Notfallvorräte mobilisiert werden, wie die EU mitteilte. Ein erster Flug sei für diesen Dienstag geplant.

Von der Leyen kündigte die EU-Hilfe in einer Videokonferenz mit Staats- und Regierungschefs aus Ländern des Nahen Ostens zum Krieg im Iran an. Mit dabei waren Vertreter Jordaniens, Ägyptens, Bahrains, des Libanon, Syriens, der Türkei, Armeniens, des Irak, Katars, Kuwaits, der Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabiens und Omans sowie für die EU auch Ratspräsident António Costa.

Die EU teilte mit, Costa und von der Leyen hätten in der Runde ihre tiefe Besorgnis über die Auswirkungen der regionalen Krise auf den Libanon und die schwerwiegenden Folgen für die Zivilbevölkerung geäussert. Dazu gehörten auch die grossflächigen Vertreibungen.

Die Präsidenten hätten zudem den Staats- und Regierungschefs der Region für ihre Hilfe und Unterstützung bei der Rückführung Zehntausender europäischer Bürger gedankt, die bei Ausbruch des Iran-Krieges in ihren Ländern gestrandet waren. Es sei vereinbart worden, in engem Kontakt zu bleiben, um die weiteren Entwicklungen zu bewerten und gemeinsam auf Frieden hinzuarbeiten. (dpa)

15:30 Uhr

Montag, 9. März

Analyse widerspricht Trumps Aussage zu Angriff auf Schule im Iran

Die Investigativgruppe Bellingcat widerspricht der Darstellung von US-Präsident Donald Trump zum tödlichen Angriff auf eine Grundschule in Minab im Iran, bei dem laut Staatsmedien 168 Menschen – überwiegend Kinder – starben. Trump hatte ohne Belege erklärt, die Explosion sei durch ungenaue iranische Geschosse verursacht worden. Bellingcat kommt nach Analyse eines veröffentlichten Videos jedoch zu einem anderen Schluss.

Ein Experte identifizierte das im Video zu sehende Geschoss als Tomahawk-Marschflugkörper, der im Iran-Krieg nur von den USA eingesetzt wird. Das US-Regionalkommando bestätigte den Einsatz solcher Raketen und veröffentlichte ein Foto eines entsprechenden Abschusses durch einen Zerstörer in Reichweite des Zielorts. Zudem wurde das US-Militär angewiesen, den Vorfall zu prüfen – ein Schritt, der üblicherweise bei möglicher eigener Verantwortung erfolgt. Auch ein US-Behördenvertreter hält einen US-Angriff für wahrscheinlich.

Unabhängige Untersuchungen vor Ort stehen noch aus, und die Echtheit des Videos konnte nicht abschliessend bestätigt werden. Experten verweisen zudem auf mögliche Bombardierungen eines benachbarten Revolutionsgarde-Stützpunkts. Eine Völkerrechtsexpertin betont, selbst bei einer Verwechslung wäre ein solcher Angriff eine schwere Verletzung des internationalen Rechts. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte derweil betont, die USA führten eine kompromisslose Militärkampagne ohne «dumme Einsatzregeln». (dpa)

14:57 Uhr

Montag, 9. März

Libanons Parlament verschiebt Wahl um zwei Jahre

Das libanesische Parlament hat seine Amtszeit um zwei Jahre verlängert und damit die für Mai geplanten Parlamentswahlen verschoben. Nach Angaben des Parlamentspräsidenten und Hisbollah-Verbündeten Nabih Berri stimmten 76 der 128 Abgeordneten für die Verlängerung der vierjährigen Legislaturperiode um zwei weitere Jahre. «Das Parlament hat die Verlängerung seiner Amtszeit um zwei Jahre beschlossen», hiess es in einer Erklärung aus seinem Büro.

Auch Mitglieder des 13-köpfigen Parlamentsblocks der proiranischen Hisbollah stimmten für eine Verlängerung der Amtszeit, hiess es in lokalen Medien. Die Entscheidung des Parlaments folgte auf eine erneute Eskalation im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon. Seit vergangener Woche beschiessen sich beide Seiten wieder gegenseitig. (dpa)

14:50 Uhr

Montag, 9. März

Frankreich plant Geleit für Schiffe durch Strasse von Hormus

Frankreich arbeitet mit Partnern an einer Initiative, um wieder mehr Seeverkehr durch die für den Handel wichtige Strasse von Hormus nahe der iranischen Küste zu ermöglichen. Es handle sich um einen rein defensiven Einsatz, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei einem Besuch im zyprischen Paphos. Ziel sei es, Containerschiffe und Tanker zu begleiten, sobald die heisseste Phase des Iran-Kriegs vorbei sei.

Die Meeresenge sei für den internationalen Handel sowie den Transport von Gas und Öl essenziell, sagte Macron. Dem Franzosen zufolge müsse das Vorgehen sowohl mit europäischen wie nicht-europäischen Partnern vorbereitet werden. Wer konkret bei der Initiative an Bord ist, gab Macron nicht bekannt.

Seit den amerikanisch-israelischen Attacken auf den Iran und Teherans Gegenangriffen passieren kaum noch Schiffe die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Durch diese wird in Friedenszeiten täglich rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels transportiert. Sie ist auch sehr wichtig für den Transport von Flüssiggas, etwa aus Katar. Der Iran weist Berichte über eine vollständige Sperrung der Strasse von Hormus zurück. (dpa)

14:35 Uhr

Montag, 9. März

Macron: «Wer Zypern angreift, greift auch Europa an»

Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs und eines Drohnenangriffs auf einen britischen Militärstützpunkt auf Zypern hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron der EU-Inselrepublik Solidarität zugesichert. «Wer Zypern angreift, greift auch Europa an», sagte Macron nach einem Treffen mit Zyperns Präsident Nikos Christodoulidis und Griechenlands Regierungschef Kyriakos Mitsotakis auf dem zyprischen Flughafen von Paphos.

Der französische Präsident Emmanuel Macron spricht während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem zyprischen Präsidenten und dem griechischen Premierminister auf dem Militärflughafen Paphos in Paphos, Zypern. (Bild: EPA)

Frankreich habe bereits eine Fregatte und Luftabwehrsysteme in die Region entsandt, sagte Macron. Auch der Flugzeugträger Charles de Gaulle und seine Kampfgruppe befänden sich in der Nähe Zyperns.

Christodoulidis sagte, für die schnelle Entsendung von Schiffen und Luftabwehrsystemen mehrerer EU-Staaten sei das zyprische Volk dankbar.

In der Nacht zum 2. März hatte eine Drohne iranischer Bauart den britischen Luftwaffenstützpunkt RAF Akrotiri nahe Limassol getroffen und geringen Schaden angerichtet. Griechenland entsandte daraufhin vier F-16-Kampfjets und zwei Fregatten nach Zypern. Auch Italien und Spanien schickten Schiffe in die Region.

Zypern ist der EU-Staat, der der Krisenregion im Nahen Osten geografisch am nächsten liegt. Die Insel im östlichen Mittelmeer liegt nur etwa 150 bis 250 Kilometer von Libanon und Israel entfernt. (dpa)

14:28 Uhr

Montag, 9. März

Iranische Angriffe auch in Katar

Die iranischen Angriffe in den Golfstaaten gehen mehr als eine Woche nach Kriegsbeginn weiter. Katars Verteidigungsministerium teilte mit, die Luftabwehr habe mehrere Raketen abgefangen. Anschliessend hiess es, die Bedrohung sei vorbei und die Sicherheitslage wieder normal. In Katar befindet sich unter anderem die wichtige US-Militärbasis al-Udaid. (dpa)

14:08 Uhr

Montag, 9. März

Swiss streicht Dubai-Flüge bis 15. März und Tel Aviv bis 2. April

Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt. Die Fluggesellschaft Swiss wird deshalb bis einschliesslich 15. März keine Flüge nach Dubai durchführen. Flüge nach Tel Aviv bleiben neu bis und mit 2. April ausgesetzt, wie die Airline in einer Mitteilung schreibt.

«Uns ist bewusst, dass diese Entscheide die Reisepläne unserer Kundinnen und Kunden verändern und mit Unsicherheit verbunden sein können.» Betroffene Fluggäste können ihre Reise kostenlos auf ein späteres Datum umbuchen oder sich den Ticketpreis vollständig erstatten lassen, heisst es weiter. (cam)

13:51 Uhr

Montag, 9. März

Hisbollah greift Israel weiter an

Die Hisbollah reklamierte erneut mehrere Angriffe auf israelische Ziele für sich. Nach Angaben der Miliz sollen unter anderem Raketen in Richtung eines Luftstützpunkts in Haifa abgefeuert worden sein.

Ein israelischer Armeesprecher sagte, die Hisbollah habe bisher hunderte Raketen und Drohnen gegen israelische Zivilisten im Norden des Landes eingesetzt. Die Angriffe aus dem Süden des Libanons bewiesen, dass die Miliz sich nicht wie vereinbart von dort zurückgezogen habe. (dpa)

13:50 Uhr

Montag, 9. März

Israel setzt seine Angriffe im Libanon fort

Das israelische Militär setzt seine Angriffe im Libanon fort. Seit dem Morgen waren Augenzeugenberichten zufolge mindestens elf Angriffe in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut zu hören. Die israelische Armee hatte zuvor angegeben, Filialen der Vereinigung Al-Kard Al-Hassan in der Gegend anzugreifen. Es handelt sich dabei um ein Finanzinstitut und eine Art Bank der Hisbollah. Mindestens eine Person sei bei den Angriffen ums Leben gekommen.

13:49 Uhr

Montag, 9. März

Vereinigte Arabische Emirate schon wieder unter Beschuss

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind zum Wochenstart erneut ins Visier mutmasslich iranischer Drohnen und Raketen geraten. Insgesamt seien am Montag bislang 15 ballistische Raketen und 18 Drohnen gegen das Land eingesetzt worden, teilte der Golfstaat mit. (dpa)

13:25 Uhr

Montag, 9. März

EU fliegt Europäer von Oman nach Rumänien

Die EU-Kommission hat 356 Europäer mit zwei gecharterten Flugzeugen aus Oman zurückgeholt. Die im Nahen Osten gestrandeten Bürger seien auf Wunsch der rumänischen Behörden von Oman nach Rumänien geflogen worden und am Morgen angekommen, teilte die Brüsseler Behörde mit.

Die Europäische Union habe ausserdem bislang 42 Flüge unterstützt, mit denen mehr als 4100 Europäerinnen und Europäer sicher zurückgebracht worden seien – unter anderem nach Belgien, in die Niederlande und nach Österreich. (dpa)

13:16 Uhr

Montag, 9. März

Türkei: Nato-Luftabwehr fängt Rakete nach Eindringen in Luftraum ab

Die Luftabwehr innerhalb der Nato hat nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums erneut eine ballistische Rakete abgefangen. Das Geschoss sei diesmal in den türkischen Luftraum eingedrungen, hiess es am Montag.

Einige Trümmer seien auf freies Gelände in Gaziantep im Süden nahe der Grenze zu Syrien gefallen, teilte das Verteidigungsministerium auf X mit. Demnach gab es keine Toten oder Verletzten. Der Kommunikationschef des Präsidialamts, Burhanettin Duran, schrieb auf X, es habe sich um eine ballistische Rakete gehandelt.

Seit Beginn des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran vor gut einer Woche hatte die Nato schon einmal ein Geschoss abgefangen. Der Iran hat mehrere Länder in der Region mit Raketen und Drohnen angegriffen. (dpa)

13:05 Uhr

Montag, 9. März

Bereits 83 Minderjährige wegen Iran-Krieg ums Leben gekommen

Die Angriffe Israels auf feindliche Stellungen im Nachbarland Libanon treffen nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef auch rund 200'000 Kinder und Teenager.

Innerhalb einer Woche seien 83 Minderjährige bei den Angriffen ums Leben gekommen und 254 verletzt worden, berichtete die Organisation auf Basis von Zahlen des libanesischen Gesundheitsministeriums. Von den 700'000 Menschen, die durch die Angriffe aus ihren Häusern vertrieben wurden, sei mehr als ein Viertel unter 18 Jahre alt.

«Diese Zahlen sind erschütternd», sagte Unicef-Regionaldirektor Edouard Beigbeder. «Sie verdeutlichen auf dramatische Weise, welch hohen Preis Kinder in diesem Konflikt zahlen. Während die militärischen Angriffe im ganzen Land andauern, werden Kinder in alarmierendem Ausmass getötet und verletzt, Familien fliehen aus Angst aus ihren Häusern, und Tausende Kinder schlafen in kalten und überfüllten Notunterkünften.» (dpa)

12:42 Uhr

Montag, 9. März

Teheran erneut von Explosionen erschüttert

Die iranische Hauptstadt Teheran ist erneut Ziel einer Angriffswelle. Über der Metropole waren nach Angaben von Augenzeugen Kampfjets zu hören, die sich aus dem Norden über die Gipfel des Albors-Gebirges näherten. Laute Explosionen erschütterten die Stadt, wie Bewohner am Montag berichteten.

Die israelische Armee teilte mit, sie habe eine grossangelegte Angriffswelle gegen die Infrastruktur der iranischen Führung in den Städten Teheran und Isfahan sowie im Süden des Landes begonnen. Berichte über Opfer gibt es bisher nicht.

Infolge der israelisch-amerikanischen Angriffe im Iran haben die Behörden seit Kriegsbeginn mindestens 1200 Tote gemeldet. Mehr als 10'000 Menschen wurden verletzt, heisst es. Die Zahlen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. (dpa)

12:30 Uhr

Montag, 9. März

Hat Israel weissen Phosphor eingesetzt?

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat Israel vorgeworfen, vergangene Woche bei einem Angriff auf ein Wohngebiet im Südlibanon verbotenerweise weissen Phosphor eingesetzt zu haben. Die Organisation habe sieben Aufnahmen verifizieren und geografisch zuordnen können, hiess es in einem Bericht. Ein Mitarbeiter sprach darin von schweren Folgen für Zivilisten.

In einer Mitteilung der israelischen Streitkräfte (IDF) hiess es, der behauptete Einsatz von Granaten mit weissem Phosphor könne nicht bestätigt werden. «Im Allgemeinen enthalten die von der IDF primär verwendeten Rauchgranaten keinen weissen Phosphor», hiess es. Wie viele westliche Streitkräfte verfüge auch das israelische Militär über Rauchgranaten mit einem gewissen Anteil an weissem Phosphor, deren Einsatz nach internationalem Recht zulässig sei.

«Rauchgranaten mit weissem Phosphor können von der IDF zur Erzeugung von Nebelwänden eingesetzt werden, insbesondere zum Schutz israelischer Zivilisten und IDF-Truppen vor Angriffen feindlicher Kräfte aus angrenzenden Gebieten. Gemäss den IDF-Richtlinien werden diese Granaten nicht zur gezielten Bekämpfung von Zielen oder zur Brandstiftung verwendet.» Es könnte «visuelle Ähnlichkeiten» zwischen Rauchgranaten mit und ohne weissen Phosphor geben, so das Militär.

Die Brandeigenschaften von weissem Phosphor könnten zum Tod oder schweren Verletzungen führen, die lebenslanges Leid nach sich ziehen. Weisser Phosphor entzündet sich durch den Kontakt mit Sauerstoff in der Luft und brennt so lange weiter, bis entweder nichts mehr übrig ist oder die Sauerstoffzufuhr unterbrochen wird. Ein Zusatzprotokoll der Genfer Konventionen über das Kriegsvölkerrecht verbietet den Einsatz von Phosphorwaffen, wenn das Risiko besteht, dass sie vor allem Zivilisten treffen. (dpa)

12:00 Uhr

Montag, 9. März

Putin sichert neuem iranischen Führer Unterstützung Russlands zu

Der russische Präsident Wladimir Putin hat Modschtaba Chamenei zu dessen Wahl zum Obersten Führer des Irans gratuliert. «Ich bin sicher, dass Sie das Werk Ihres Vaters ehrenvoll fortsetzen und das iranische Volk vereinen werden», hiess es in einer Botschaft. «Russland war ein zuverlässiger Partner der Islamischen Republik und wird es bleiben.»

Putin schrieb an Chamenei Junior: «In einer Zeit, in der sich der Iran einer bewaffneten Aggression entgegenstellt, wird Ihre Amtszeit in diesem hohen Amt zweifellos grossen Mut und Einsatz erfordern.» Er bekräftigte Russlands «unerschütterliche Unterstützung für Teheran». (dpa)

11:33 Uhr

Montag, 9. März

Zwei Tote bei iranischem Raketenangriff auf Israel

Bei einem neuen iranischen Raketenangriff auf Israel sind nach Angaben von Sanitätern zwei Menschen getötet worden. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom berichtete zunächst, bei dem Angriff im Grossraum Tel Aviv sei ein rund 40-jähriger Mann getötet worden. Ein weiterer Mann sei mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Nach Angaben des Rettungsdienstes Zaka wurde er später für tot erklärt. Ein aus dem Iran abgefeuertes Geschoss sei auf einer Baustelle eingeschlagen, bei den Betroffenen handelte es sich um Bauarbeiter, teilte Magen David Adom mit. Es habe auch an anderen Orten im Grossraum Tel Aviv Einschläge gegeben. (dpa)

10:44 Uhr

Montag, 9. März

Türkei sendet Kampfflugzeuge nach Zypern

Die Türkei entsendet nach einem Drohnenangriff auf eine britische Luftwaffenbasis Kampfflugzeuge und Flugabwehrsysteme nach Nordzypern. Die sechs Maschinen vom Typ F-16 sollten die Sicherheit des von türkischen Zyprern bewohnten Nordteils der Insel verbessern, teilte das Verteidigungsministerium am Montag mit. Falls nötig, werde die Türkei weitere Schritte unternehmen.

Der französische Präsident Emmanuel Macron zeigte bei einem Besuch auf der Insel am Montag seine Solidarität mit Zypern. Macron traf sich unter anderem mit dem zyprischen Präsidenten Nikos Christodoulidis. (dpa)

08:22 Uhr

Montag, 9. März

Tanken in Teheran nur begrenzt möglich

Nach den israelischen Angriffen auf Öldepots in der iranischen Hauptstadt Teheran rationieren Tankstellen den Verkauf von Benzin stark. Autofahrerinnen und Autofahrer können aktuell pro Tankvorgang nur noch zehn Liter Sprit kaufen, wie Bewohner der Millionenmetropole berichteten. An den Tankstellen bildeten sich Kilometer lange Autoschlangen mit stundenlangen Wartezeiten.

Am Wochenende hatte Israels Luftwaffe Öldepots in Teheran bombardiert und in Flammen gesetzt. Dichter, schwarzer, toxischer Rauch verdunkelt seitdem den Himmel. Auf viele Dächer der Metropole regnete Öl herab. (dpa)

07:05 Uhr

Montag, 9. März

Israel greift weitere Stadt im Iran an

Das israelische Militär hat Angriffe auf Ziele in der iranischen Stadt Isfahan gemeldet. Die Armee gab an, am Montag Kommandostellen der paramilitärischen Revolutionsgarden des Iran sowie der Basidsch-Miliz getroffen zu haben. Ausserdem habe das Militär eine Raketenmotorenproduktionsanlage sowie Abschussplätze für Raketen angegriffen. Der Iran bestätigte die Angriffe zunächst nicht. Seit Beginn des Krieges am 28. Februar hat der Iran keine Angaben zu materiellen Verlusten gemacht. (dpa)

06:14 Uhr

Montag, 9. März

Erneut iranische Angriffe auf Israel

Auch mehr als eine Woche nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran schiesst die Islamische Republik weiter auf Israel. In der Nacht meldete die israelische Armee wiederholt Raketenangriffe aus dem Iran. In der Küstenmetropole Tel Aviv und anderen Gebieten des jüdischen Staates heulten in der Nacht wieder die Sirenen. Die Luftabwehr war erneut im Einsatz, wie die das Militär auf Telegram mitteilte.

Zudem sei erneut Infrastruktur der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz in der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen worden. Derweil gab die Armee Entwarnung für die eigene Bevölkerung, nachdem der Iran zuvor erneut Raketen auf Israel gefeuert hatte. (dpa)

06:13 Uhr

Montag, 9. März

Bahrain: Verletzte bei iranischem Drohnenangriff

Der Golfstaat Bahrain ist erneut Ziel eines Angriffs des Irans geworden. Das Innenministerium des kleinen Landes meldete in der Nacht mehrere Verletzte durch eine Attacke mit Drohnen auf der südlich der Hauptstadt Manama gelegenen Insel Sitra. Mehrere Häuser seien beschädigt worden. (dpa)

06:12 Uhr

Montag, 9. März

US-Energieminister: Zielen nicht auf Energie-Infrastruktur im Iran ab

Die USA haben nach Angaben ihres Energieministers Chris Wright nicht vor, die iranische Ölindustrie anzugreifen. «Die USA zielen nicht auf die Energieinfrastruktur ab», sagte Wright dem Sender CNN. Zuvor hatte die Bombardierung eines Öllagers durch Israel im Iran für Aufsehen und offenbar erste Unstimmigkeiten zwischen den beiden Ländern gesorgt. (dpa)

06:08 Uhr

Montag, 9. März

Ölpreis erstmals seit Jahren über 100 Dollar

Der Preis für Rohöl ist erstmals seit mehr als dreieinhalb Jahren über 100 US-Dollar pro Barrel gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent, dem internationalen Referenzöl, lag kurz nach Wiederaufnahme des Handels bei 101,19 US-Dollar. Das sind 9,2 Prozent mehr als der Schlusskurs von 92,69 US-Dollar am Freitag.

Die Ölpreise sind stark gestiegen, da der Krieg mit dem Iran Länder und Regionen betrifft, die für die Produktion und den Transport von Öl und Gas aus dem Persischen Golf entscheidend sind. Rund 15 Millionen Barrel Rohöl – etwa 20 Prozent des weltweiten Ölhandels – werden nach Angaben der unabhängigen Forschungsfirma Rystad Energy normalerweise täglich durch die Strasse von Hormus transportiert. (dpa)

22:26 Uhr

Sonntag, 8. März

Iran: Mojtaba Khamenei wird neuer Oberster Führer

Modschtaba Khamenei, Sohn des getöteten Ajatollah Ali Khamenei, ist zum neuen obersten Führer im Iran gewählt worden. Das berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf das zuständige Wahlgremium. (dpa)

21:17 Uhr

Sonntag, 8. März

US-Militär: Siebte Einsatzkraft stirbt im Krieg mit dem Iran

Die Zahl der im Iran-Krieg gefallenen US-Einsatzkräfte ist von sechs auf sieben gestiegen. In der vergangenen Nacht sei ein Angehöriger der Streitkräfte den Folgen seiner Verletzungen erlegen, die er während der ersten Angriffen des Irans erlitten habe, teilte das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) auf X mit. Konkret soll die Person demnach bei einem Angriff auf US-Soldaten am vergangenen Sonntag in Saudi-Arabien schwer verletzt worden seien.

Trump hatte am Samstag an der Überführung der sechs zuvor bereits im Iran-Krieg gefallenen Soldaten teilgenommen. Er reiste dafür zum Luftwaffenstützpunkt Dover im Bundesstaat Delaware. Die sechs Soldaten waren nach US-Angaben in den ersten Kriegstagen bei einem Drohnenangriff in Kuwait getötet worden. (dpa)

21:08 Uhr

Sonntag, 8. März

Israel meldet Angriff auf Irans Zentrale für Raketenangriffe

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben das Hauptquartier der Luftwaffe der Revolutionsgarden in der iranischen Hauptstadt Teheran zerstört. Von dort aus seien die iranischen Angriffe mit Raketen und Drohnen auf Israel und andere Länder der Region organisiert und gesteuert worden, sagte Armeesprecher Effie Defrin bei einer Online-Pressekonferenz. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen und iranische Stellen äusserten sich nicht.

Seit dem Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar hat der Iran nach eigenen Angaben mindestens 500 ballistische Raketen, Marschflugkörper sowie mehr als 2000 Kampfdrohnen vor allem auf Israel abgeschossen. Aber auch die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, Saudi-Arabien, Bahrain, Katar und die Türkei meldeten zahlreiche Angriffe des Irans. (dpa)

20:05 Uhr

Sonntag, 8. März

Macron sprach mit Trump und dem iranischen Präsidenten

Emmanuel Macron sprach am Sonntag mit US-Präsident Donald Trump sowie dem iranischen Präsidenten Massoud Pezeshkian, bevor er am Montag nach Zypern reiste, um die Sicherheit rund um das EU-Mitglied und im östlichen Mittelmeerraum zu stärken.

«Ich habe betont, dass der Iran seine Angriffe auf Länder in der Region unverzüglich einstellen muss», schreibt der französische Präsident auf X.  «Der Iran muss auch die Freiheit der Schifffahrt gewährleisten und die Sperrung der Strasse von Hormus beenden», fügte er hinzu.

Macron führt weiter aus, dass er zutiefst besorgt sei über die Entwicklung der iranischen Nuklear- und Raketenprogramme und alle destabilisierenden Aktivitäten des Landes in der Region. «Eine diplomatische Lösung ist notwendiger denn je, um diese entscheidenden Herausforderungen anzugehen, die Eskalation zu beenden und den Frieden zu bewahren», betonte Macron. (cam)

19:05 Uhr

Sonntag, 8. März

Libanon: Mehr als eine halbe Million Vertriebene durch jüngste Kämpfe

Die Kämpfe zwischen der schiitischen Hisbollah-Miliz und Israel haben im Libanon nach offiziellen Angaben mehr als eine halbe Million Menschen in die Flucht getrieben. Auf einem Online-Portal der Regierung hätten sich bis Sonntag 517'000 Menschen als kriegsvertrieben registriert, hiess es. Die tatsächliche Zahl dürfte jedoch höher sein.

Die vom Iran unterstützte Hisbollah hatte sich kurz nach Beginn der israelischen Angriffe auf ihre Schutzmacht an die Seite Teherans gestellt und Israel nach einer längeren, aber brüchigen Waffenruhe mit Raketen beschossen. Sie sprach von Vergeltung für den Tod des iranischen Führers Ali Chamenei Ende Februar sowie für «wiederholte israelische Aggressionen». Das israelische Militär bombardierte daraufhin Hisbollah-Ziele und rief die Einwohner südlicher Vororte von Beirut zur Evakuierung auf. (dpa)

19:03 Uhr

Sonntag, 8. März

Trump: Wir haben die gesamte Marine des Irans versenkt

Das US-Militär hat nach Angaben von Präsident Donald Trump die Marine des Irans zerstört. Man habe 44 ihrer Schiffe versenkt - «ihre gesamte Marine», sagte Trump dem Sender ABC News nach dessen Angaben. Unabhängig überprüfen liessen sich diese Angaben nicht. Die gesamte iranische Marine ausser Gefecht zu setzen, ist eines der erklärten Ziele des US-Militärs im Krieg gegen den Iran.

Nach Trumps Angaben haben die USA zudem die Luftwaffe des Irans lahmgelegt. «Ihre Flugabwehrsysteme sind Geschichte. Sie haben absolut keine Verteidigung mehr», sagte Trump laut ABC News.

Die den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim meldete, bei dem US-Angriff auf die Fregatte «IRIS Dena» seien 104 der Besatzungsmitglieder gestorben, weitere 20 würden vermisst. Überlebt haben demnach 32 Mitglieder der Besatzung, die in Sri Lanka mit Verletzungen im Krankenhaus behandelt würden. Das Schiff wurde übereinstimmenden Medienberichten zufolge in der vergangenen Woche von einem U‑Boot der US-Kriegsmarine mit einem Torpedo beschossen und versenkt. (dpa)

18:43 Uhr

Sonntag, 8. März

Medien: Mojtaba Khamenei ist der neue Oberste Führer des Iran

Die Expertenversammlung hat den Sohn von Ayatollah Ali Khamenei zum nächsten Obersten Führer des Iran ernannt. Wie Medien berichten, tritt Mojtaba Khamenei die Nachfolge seines Vaters an. (cam)

18:40 Uhr

Sonntag, 8. März

Erstmals Tote in Saudi-Arabien

Erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs ist es in Saudi-Arabien infolge eines mutmasslich iranischen Angriffs zu Todesfällen gekommen. Zwei Menschen seien beim Einschlag eines Geschosses in ein Wohngebäude im Gouvernement al-Chardsch südöstlich der Hauptstadt Riad getötet worden, sagte ein Sprecher des saudischen Zivilschutzes laut einer Regierungsmitteilung. Bei den Opfern soll es sich demnach um einen indischen und einen bangladeschischen Staatsbürger gehandelt haben.

Zwölf Menschen, die alle aus Bangladesch stammen, seien bei dem Vorfall zudem verletzt worden, hiess es weiter. Das betroffene Gebäude gehöre zu einer Reinigungsfirma, so die Mitteilung. Versuche, zivile Einrichtungen zu treffen, seien ein eklatanter Verstoss gegen das humanitäre Völkerrecht, wurde der Sprecher zitiert. Zur genauen Herkunft des Geschosses äusserte er sich jedoch nicht.

Am Abend teilte das saudische Verteidigungsministerium mit, dass zwei Drohnen, die auf das Ölfeld Schaiba zusteuerten, abgefangen und zerstört worden seien. Zudem sei eine ballistische Rakete abgefangen worden, die auf den Luftwaffenstützpunkt Prince Sultan Airbase abgefeuert worden sei.

Saudi-Arabien wurde seit dem Beginn des Iran-Kriegs vor gut einer Woche bereits mehrmals zum Ziel iranischer Angriffe. Die meisten Geschosse konnten laut Regierungsangaben jedoch abgefangen werden. Im Gouvernement al-Chardsch befindet sich der auch von den USA genutzte Luftwaffenstützpunkt Prince Sultan Airbase, der immer wieder von iranischen Geschossen angegriffen wurde. Saudi-Arabien betonte aber, dass er nicht als Ausgangspunkt für die jüngsten Angriffe auf den Iran gedient habe. (dpa)

17:50 Uhr

Sonntag, 8. März

Trump: Chamenei-Nachfolger ohne US-Segen «nicht lang im Amt»

In einem Interview mit dem US-Sender ABC warnte Donald Trump, dass der nächste iranische Führer nicht lange durchhalten wird, wenn er nicht seine Zustimmung erhält. Es brauche die Zustimmung der USA, sagte Trump dem Sender ABC News nach dessen Angaben. «Wenn er unsere Zustimmung nicht erhält, wird er nicht lang im Amt bleiben.»
Er wolle nicht, dass man in fünf Jahren wiederkommen müsse, um dasselbe noch einmal zu tun – oder schlimmer noch, dass man zulasse, dass der Iran eine Atomwaffe bekomme, sagte Trump demnach.

Trump: Chamenei-Nachfolger wird ohne US-Segen «nicht lang im Amt» bleiben – Araghchi kontert: Entscheidung liegt beim «iranischen Volk». (Bild: Bilder: AP/Keystone)

Gleichzeitig betonte der iranische Aussenminister Abbas Araghchi, dass die Wahl des Nachfolgers von Ayatollah Ali Khomeini «dem iranischen Volk» und «niemand anderem» obliege. Der neue Oberste Führer des Iran wurde am Sonntag von dem zuständigen iranischen Klerikergremium, der Expertenversammlung, gewählt, wie mehrere ihrer Mitglieder mitteilten. Der Name des gewählten Führers wurde noch nicht bekannt gegeben. (cam/dpa)

17:05 Uhr

Sonntag, 8. März

Ukrainische Drohnenabwehr-Experten reisen in die Golfregion

Die Ukraine wird nach den Worten ihres Präsidenten Wolodimir Selenski schon in den nächsten Tagen Drohnenabwehr-Experten in die Staaten der Golfregion entsenden. Das kündigte Selenski bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem neuen niederländischen Regierungschef Rob Jetten an, der zu einem Kurzbesuch nach Kiew gekommen war. «Es ist noch zu früh, um über andere Details zu sprechen», meinte Selenski. «Nächste Woche, wenn die Experten vor Ort sind, werden sie sich umsehen und helfen, denn sie kommen direkt mit Möglichkeiten.»

«Die Länder der Region und die Vereinigten Staaten von Amerika haben sich an die Ukraine um Unterstützung gewandt – wir werden ihnen die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen, vor allem natürlich das Fachwissen und die Erfahrung unseres Militärs, um sich vor «Shaheds», Marschflugkörpern und Ähnlichem zu schützen», sagte Selenski. Die Ukraine hat Abwehrdrohnen entwickelt, die kostengünstiger sind als die teuren Flugabwehrraketen, die im Moment gegen iranische Kampfdrohnen vom Typ Shahed eingesetzt werden.

Im Gegenzug forderte Selenski indirekt weitere Hilfe der Unterstützer seines Landes. Die Hilfeleistung seines Landes im Krieg am Golf sollte für Europa und die USA ein Anstoss sein, «das zu tun, was für die gemeinsame Sicherheit auf unserem Kontinent notwendig ist». Selenski hatte zuletzt mehrfach erklärt, dass eine Hilfeleistung der Ukraine im Nahen Osten nicht zulasten der eigenen Verteidigung gehen dürfe. (dpa)

16:56 Uhr

Sonntag, 8. März

Ägypten warnt wegen Iran-Krieg vor Chaos in der gesamten Region

Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi hat vor schwerwiegenden Folgen des Iran-Krieges gewarnt. Der Konflikt könne Energiepreise steigen lassen, Versorgungsketten zerreissen und den Luft- und Seeverkehr unterbrechen, sagte al-Sisi am Sonntag in einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Sollte sich der Konflikt ausweiten, könne er die gesamte Region ins Chaos stürzen. Al-Sisi rief zu verstärkten internationalen Bemühungen auf, um den Krieg zu beenden.

Dieser wurde durch die US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar ausgelöst. Kurz darauf griff die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon in den Konflikt ein und beschoss Israel mit Raketen. Das israelische Militär bombardierte daraufhin Hisbollah-Ziele und rief die Einwohner südlicher Vororte von Beirut zur Evakuierung auf. Der Iran wiederum beschoss benachbarte Golfstaaten mit Drohnen und Raketen und erklärte die für den Öl-Export wichtige Meerenge von Hormus für gesperrt. (dpa)

16:50 Uhr

Sonntag, 8. März

Irans Fussballerinnen in Australien: Wird ihr Schweigen zum Todesurteil?

Ein stiller Protest bei der Asienmeisterschaft hat die iranische Nationalmannschaft in eine lebensgefährliche Lage gebracht.

16:40 Uhr

Sonntag, 8. März

Minister: Aufgabe des «iranischen Volkes» neuen Führer zu wählen

Der iranische Aussenminister Abbas Araghchi erklärte in einem Interview mit dem amerikanischen Sender NBC, dass «es Sache des iranischen Volkes ist, seinen neuen Führer zu wählen» und «nicht die von jemand anderem». Trump hatte vor drei Tagen behauptet, dass er am Auswahlprozess beteiligt sei. Araghchi fügte hinzu, dass «Donald Trump sich für den Krieg im Nahen Osten entschuldigen muss».

Am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, er wolle an der Wahl des Nachfolgers von Ali Khamenei als obersten Führer des Iran beteiligt sein. Zudem lehnte er dessen Sohn Mojtaba Khamenei als möglichen Nachfolger ab. (cam)

16:26 Uhr

Sonntag, 8. März

Israel meldet Angriff auf Irans Leitzentrale für Satelliten

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei einer neuen Angriffswelle im Iran auch das Hauptquartier der Revolutionsgarden in Teheran getroffen. Dort habe sich eine Leitzentrale
der Raumfahrtbehörde für die Steuerung des militärischen Überwachungssatelliten «Chayyam» befunden.

Dieser Satellit sei von den Revolutionsgarden für «terroristische Aktivitäten und zur Überwachung des Staates Israel und seiner Bevölkerung» eingesetzt worden, schrieb die Armee. Ob die Verbindung zu dem Satelliten damit unterbrochen wurde, war zunächst unklar. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Russland hatte «Chayyam» im August 2022 für den Iran vom Weltraumbahnhof Baikonur aus in All befördert. Die «Washington Post» berichtete damals, der Satellit könne hochauflösende Aufnahmen von der Erde machen und erhöhe damit die militärischen Möglichkeiten Teherans in der Region deutlich. In den ersten Monaten nach dem Start wolle aber zunächst Russland selbst die Sonde im Krieg gegen die Ukraine nutzen, schrieb die Zeitung damals weiter.

Weitere Angriffsziele waren nach Angaben der israelischen Armee militärische Anlagen, darunter etwa 50 Munitionsbunker und Stützpunkte von Sicherheitskräften, die für die Unterdrückung von Demonstrationen und Massakern unter der Zivilbevölkerung eingesetzt worden seien. (dpa)

16:30 Uhr

Sonntag, 8. März

«Der iranische Vielvölkerstaat könnte explodieren»

Der französische Iran-Experte David Rigoulet-Roze zu den Folgen des Kriegs – und zur Frage, wie es an der Spitze des Mullah-Regimes weitergehen könnte. (chm)

16:19 Uhr

Sonntag, 8. März

Drei Palästinenser bei Siedergewalt im Westjordanland getötet

Bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung mit israelischen Siedlern im besetzten Westjordanland sind drei Palästinenser getötet worden. Siedler hätten östlich von Ramallah Palästinenser angegriffen, teilte das Militär am Sonntag mit. Zwei Menschen seien durch Schüsse getötet worden, ein dritter sei erstickt - wahrscheinlich durch Tränengas.

Amin Schuman, ein Einwohner von Chirbet Abu Fala, der Zeuge des Angriffs war, sagte der Nachrichtenagentur AP, Dutzende Siedler hätten sich dem Dorf von Norden genähert. Als sie am Ortseingang von Wachleuten gestellt wurden, hätten sie das Feuer eröffnet. (dpa)

15:53 Uhr

Sonntag, 8. März

Medien: Selenski sendet Drohnenspezialisten in den Nahen Osten

Selenski soll Medienberichten zufolge angekündigt haben, ukrainische Drohnenspezialisten in den Nahen Osten zu schicken. Diese sollen mit ihrem Know-how bei der Bekämpfung der iranischen Drohnenangriffe helfen. (cam)

15:50 Uhr

Sonntag, 8. März

Arabische Liga verurteilt «illegale» Angriffe Irans

Die Arabische Liga hat die Angriffe des Irans im Nahen Osten als «illegal und grundlos» kritisiert. Man verurteile diese «feigen» Angriffe scharf, heisst es in einer Erklärung der Mitgliedstaaten nach ihrem virtuellen Treffen auf Ebene der Aussenminister. Der Iran greife «gezielt und auf illegale Weise» zivile Ziele an, darunter Flug- und Seehäfen, Energieanlagen, Wohngebiete und diplomatische Vertretungen. Man weise auch «provokante» Handlungen Teherans zurück mit dem Ziel, die Strasse von Hormus zu blockieren oder die internationale Schifffahrt zu stören.

Die Arabische Liga umfasst 22 Mitglieder, die sich bei internationalen Konflikten in Stellungnahmen zwar oft einheitlich äussern, aber eher selten - wie auch diesmal - konkrete Schritte beschliessen. Als Gründe gelten vor allem interne Spaltungen und der Umstand, dass die Beschlüsse der Liga in der Regel nicht bindend sind. Schon in grossen Kriegen und Konflikten etwa im Irak, in Syrien, Libyen und dem Jemen wurde der Liga deshalb vorgeworfen, kaum Einfluss ausgeübt und keine gemeinsame Linie gefunden zu haben. (dpa)

15:47 Uhr

Sonntag, 8. März

Nach den Angriffen auf Irans Ölanlagen wird nun auch das Wasser zur Waffe

Mit den Attacken auf die Treibstoffvorräte des Iran hat der Krieg gegen das Mullah-Regime eine neue Eskalationsstufe erreicht. Und die nächste hat sogar bereits begonnen. (chm)

15:38 Uhr

Sonntag, 8. März

Emirate dementieren Bericht zu Angriff auf Iran

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben Medienberichte über einen angeblichen Angriff ihres Landes gegen den Iran zurückgewiesen. Man befinde sich in einem «Zustand der Selbstverteidigung» gegen Irans Angriffe, teilte das emiratische Aussenministerium lediglich mit, offenbar in Verweis auf die eigene Flugabwehr. Diese habe auf Beschuss mit mehr als 1400 Raketen und Drohnen reagiert. Man wolle in keinen Konflikt gezogen werden, behalte sich aber das Recht vor, die Souveränität des Landes zu schützen.

Auch ein emiratischer Regierungsvertreter sagte der «Jerusalem Post», die Emirate seien nicht an Angriffen gegen den Iran beteiligt gewesen. Es sei auch unangemessen, dass angebliche hochrangige israelische Regierungsvertreter solche «Gerüchte» über Handlungen anderer Länder verbreiteten. Anwar Gargasch, Berater des emiratischen Präsidenten Mohammed bin Sajid, teilte mit, Schritte zur Verteidigung der Emirate würden «öffentlich und klar» kommuniziert und nicht in Medienberichten.

Israelische Medien hatten zuvor unter Berufung auf hochrangige israelische Regierungsvertreter berichtet, die Emirate seien heute an einem Angriff auf eine Entsalzungsanlage im Iran beteiligt gewesen. Bei einer Bestätigung wäre dies der erste Angriff eines Golfstaats auf den Iran seit Beginn der militärischen Eskalation vor rund einer Woche.

Die Emirate liegen nur wenige Hundert Kilometer von der iranischen Küste entfernt, an der Strasse von Hormus sind es sogar nur Dutzende Kilometer Luftlinie. Die Emirate wurden im Vergleich zu den weiteren Golfstaaten bisher besonders stark angegriffen. (dpa)

15:26 Uhr

Sonntag, 8. März

Schaden nach Explosion vor US-Botschaft in Norwegen

Vor der US-Botschaft in Norwegen ist es zu einer Explosion gekommen. Die Detonation am frühen Sonntagmorgen sei durch eine Art Brandsatz ausgelöst worden, sagte der Leiter der Polizeiermittlungseinheit, Frode Larsen. Der Botschaftseingang sei beschädigt worden. Die Ermittler gingen davon aus, dass die Botschaft das Ziel war und suchten nach den Tätern und deren Motiv.

Es wurden keine Verletzten gemeldet, und die Polizei hat Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen. (Bild: EPA)

Die Polizei erhielt nach eigenen Angaben gegen 1.00 Uhr Berichte über einen lauten Knall. Norwegischen Medien zufolge schilderten Anwohner, dass nach der Explosion dichter Rauch in der Strasse gestanden habe. Larsen sagte, die Polizei gehe mehreren Hypothesen nach. «Wir stehen noch am Anfang der Ermittlungen», betonte er.

Der norwegische Inlandsgeheimdienst PST forderte zusätzliches Personal an, hob die Terrorwarnstufe aber nicht an. Justizministerin Astri Aas-Hansen sprach von einem «inakzeptablen Vorfall». Es deute jedoch nichts darauf hin, dass eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe.

Die US-Botschaft in Oslo verwies Medienanfragen an das US-Aussenministerium, das eine Bitte um Stellungnahme zunächst nicht beantwortete. (dpa)

14:45 Uhr

Sonntag, 8. März

Israel greift auch weiter im Libanon an

Israel führte neben neuen Angriffen auf den Iran nach eigenen Angaben weitere Attacken auf die Hisbollah im Libanon durch. In der Hauptstadt Beirut seien Kommandeure der Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden das Ziel gewesen. Nach libanesischen Angaben griff die israelische Armee dabei ein Zimmer eines Luxushotels an.

Israel habe auch südlich des Litani-Flusses nahe der gemeinsamen Grenze angegriffen, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. Dort sei in einem Dorf ein Wohngebäude getroffen worden, mindestens 15 Menschen sollen ums Leben gekommen sein. Örtlichen Medienberichten zufolge waren auch Frauen und Kinder unter den Opfern. Rettungskräfte suchten unter Trümmer nach Opfern.

Die Armee begründete die Angriffe mit terroristischen Aktivitäten der Hisbollah. Anwohner wurden aufgerufen, sich nördlich des Litani-Flusses in Sicherheit zu begeben. Teil des aktuellen Militäreinsatzes im Libanon ist nach israelischen Angaben auch eine begrenzte Bodenoffensive mit dem Ziel, eine Sicherheitszone entlang der Grenze einzurichten, vermutlich um Hisbollah-Kämpfer weiter nach Norden zu drängen und das Risiko von Angriffen zu verringern. (dpa)

14:44 Uhr

Sonntag, 8. März

Zwei israelische Soldaten im Südlibanon getötet

Israel hat den Tod von zwei Soldaten im Libanon eingeräumt. Sie seien bei Kämpfen im Süden des Landes getötet worden, teilte das Militär am Sonntag mit. Bei einem von ihnen handle es sich um einen 38-Jährigen aus einem drusischen Dorf auf den von Israel annektierten Golanhöhen. Zu dem zweiten Soldaten macht das Militär keine näheren Angaben.

Die beiden Soldaten sind die ersten personellen Verluste des israelischen Militärs seit Beginn des Krieges gegen den Iran vor gut einer Woche. Nach Beginn der Kämpfe hat sich die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon an der Seite ihrer Schutzmacht in den Konflikt eingeschaltet und Israel nach einer längeren, brüchigen Waffenruhe wieder mit Raketen beschossen. Das israelische Militär bombardierte daraufhin Hisbollah-Ziele. Es hat seit der Bodenoffensive 2024 gegen die Hisbollah Soldaten im Südlibanon stationiert. (dpa)

14:40 Uhr

Sonntag, 8. März

Bahrain: Iran greift willkürlich zivile Ziele an

Der Iran antwortet auf die amerikanisch-israelischen Militärschläge seit Samstag vergangener Woche mit Angriffen auf Israel, aber auch auf die Golfstaaten. In Israel wurden am Sonntagnachmittag neue Raketenangriffe gemeldet. In Kuwait wurde das Gebäude der Behörde für Sozialversicherungen bei einem mutmasslich iranischen Angriff getroffen. Die Luftabwehr fing drei in den Luftraum eingedrungene ballistische Raketen ab und zerstörte sie, wie die kuwaitische Armee auf X mitteilte.

Auch das Verteidigungsministerium von Saudi-Arabien meldete in der Nacht zum Sonntag, dass im Osten der Hauptstadt Riad sechs Drohnen abgefangen und zerstört worden seien. In Bahrain wurde eine wichtige Anlage für die Aufbereitung von Trinkwasser getroffen. Es handle sich um «iranische Aggression, die sich willkürlich gegen zivile Ziele» richte, teilte Bahrains Innenministerium mit.

Ähnlich wie andere Golfstaaten ist das kleine Land Bahrain für seine Wasserversorgung stark auf die Entsalzung von Meerwasser angewiesen. Die rund 400 Anlagen in den Golfstaaten, die vor allem mit Öl und Gas betrieben werden, produzieren etwa 40 Prozent des weltweit entsalzten Wassers.

Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hatte den USA am Samstag vorgeworfen, eine Entsalzungsanlage auf der in der Strasse von Hormus gelegenen Insel Qeschm angegriffen zu haben. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. (dpa)

14:35 Uhr

Sonntag, 8. März

Schon jetzt Drohungen gegen den möglichen Nachfolger

Mehr als eine Woche nach Kriegsbeginn greifen die USA und Israel den Iran weiter massiv an. Nach der Bombardierung eines Öllagers in Teheran verdüsterten dichte Rauchschwaden am Morgen den bewölkten Himmel über der Hauptstadt. Aufnahmen nach dem Angriff am Samstagabend zeigten einen gewaltigen Feuerball. Ungeachtet der Angriffe soll sich der sogenannte Expertenrat des Irans auf einen Nachfolger des getöteten Ajatollahs Ali Chamenei geeinigt haben. Warum noch kein Name verkündet wurde und wann es so weit sein soll, ist unklar.

Chamenei war bei einem israelischen Luftangriff am 28. Februar in Teheran getötet worden. Das israelische Militär drohte, dass auch der Nachfolger nicht sicher sei. Gemäss der iranischen Verfassung bestimmen die 88 Geistlichen im Expertenrat das neue Staatsoberhaupt. Nach unbestätigten Berichten gelten Modschtaba Chamenei (56), der Sohn des verstorbenen obersten Führers, sowie Hassan Chomeini (53), der Enkel des Revolutionsführers Ruhollah Chomeini, als die beiden wichtigsten Kandidaten. Der oberste Führer der Islamischen Republik hat das letzte Wort in allen politischen und militärischen Belangen gesprochen. (dpa)

14:27 Uhr

Sonntag, 8. März

Explosion an US-Botschaft in Oslo: Suche nach Tätern

Nach einer Explosion an der US-Botschaft in der norwegischen Hauptstadt Oslo läuft die Suche nach den Tätern. Es sei ein «inakzeptabler Vorgang, den wir sehr ernst nehmen», sagte Justizministerin Astri Aas-Hansen der Nachrichtenagentur NTB. Die Explosion ereignete sich ersten Erkenntnissen zufolge an einem der Eingänge, verletzt wurde niemand. «Die Rettungskräfte waren mit zahlreichen Kräften vor Ort», teilte die Polizei mit.

Während einer Pressekonferenz am Sonntag sagten die Beamten, es gebe noch keine Verdächtigen. Es werde eng mit der amerikanischen Botschaft zusammengearbeitet, hiess es.

Die norwegische Polizei hält es für möglich, dass der Anschlag mit der aktuellen Sicherheitslage zusammenhängt. Deswegen wurden Sicherheitsvorkehrungen für die US-Vertretung und die Einrichtungen der jüdischen Gemeinde sowie der iranischen Diaspora verstärkt. (dpa/cam)

14:00 Uhr

Sonntag, 8. März

Bundesrat Pfister: Iran-Krieg verstösst gegen Völkerrecht

Der Bundesrat bezeichnet den Iran-Krieg als Verstoss gegen das Völkerrecht. Verteidigungsminister Martin Pfister sagte der «Sonntagszeitung»: «Der Bundesrat ist der Auffassung, dass der Angriff auf den Iran eine Verletzung des Völkerrechts darstellt.»

Bundesrat Martin Pfister. (Bild: Keystone)

Zur Begründung sagte Pfister: «Weil er aus unserer Sicht einen Verstoss gegen das Gewaltverbot darstellt. Wir rufen alle Konfliktparteien auf, die Gewalt einzustellen und die Zivilbevölkerung zu schonen.» Dazu zählen die USA, Israel und der Iran, weil sie sich alle nicht an das Gewaltverbot hielten. (dpa/chm)

13:32 Uhr

Sonntag. 8. März

Iran-Krieg führt zu Hamsterkäufen in Bangladesch

Der Iran-Krieg hat in Bangladesch zu einem Ansturm auf die Tankstellen geführt. Autofahrer warteten am Sonntag aus Angst vor Engpässen stundenlang, um Benzin und Diesel für ihre Fahrzeuge zu erstehen. In der Hauptstadt Dhaka harrten manche sogar die ganze Nacht hindurch in langen Schlangen aus. Stellenweise kam es zu Panikkäufen.

Bangladesch importiert etwa 95 Prozent seines Erdöl- und 70 Prozent seines Erdgasbedarfs aus dem Nahen Osten. Dort hat der Iran nach Beginn von Luftangriffen der USA und Israels die Strasse von Hormus praktisch blockiert, durch die etwa 20 Prozent des weltweit geförderten Erdöls verschifft werden. Die Blockade lässt nicht nur den Ölpreis steigen, auch Flüssigerdgas (LNG) ist deutlich teurer geworden.

Ein grosser Teil der Ölexporte durch die Strasse von Hormus geht nach Ost- und Südostasien. Energiehungrige Staaten dort treibt die Sorge um, bei einer Angebotsverknappung von reicheren Staaten überboten zu werden.

Anders als etwa China und Japan kann Bangladesch die Ausfälle schon jetzt kaum noch abfedern. Tankstellenbesitzer sehen sich wegen der gestiegenen Nachfrage unter starkem Druck. Die Regierung des Landes mit mehr als 170 Millionen Einwohnern hat den Verkauf von Treibstoff begrenzt. Autos und Motorräder dürfen nur eine bestimmte Menge Benzin oder Diesel tanken. Die Behörden schlossen ausserdem fünf der sechs Düngemittelfabriken des Landes bis zum 18. März.

Die Regierung teilte mit, sechs Schiffe mit Flüssiggas, Autogas (LPG), Heizöl und Kondensat aus dem Nahen Osten und ostasiatischen Ländern seien im Haupthafen von Chattogram eingetroffen, um die Krise zu entschärfen. Weitere fünf Schiffe mit LNG, LPG und Diesel seien auf dem Weg nach Bangladesch. (dpa)

13:31 Uhr

Sonntag. 8. März

Keine weiteren Sonderflüge der Swiss geplant

Die Fluggesellschaft Swiss plant vorerst keinen weiteren Sonderflug, um gestrandete Schweizer aus dem Nahen Osten zurück in die Heimat zu bringen. Die Lage sei weiterhin sehr volatil. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Am Donnerstagnachmittag brachte die Swiss 211 Reisende aus der Schweiz mit einem Sonderflug nach Zürich. Gestartet war die Maschine in Maskat (Oman). Am Samstag landeten dann zwei Flugzeuge von Edelweiss mit insgesamt 404 Passagiere aus Oman in Zürich.

12:55 Uhr

Sonntag, 8. März

Qatar Airways bietet einige Flüge nach Doha an

Noch immer ist der reguläre Flugbetrieb von Qatar Airways eingeschränkt, weil der katarische Luftraum geschlossen ist. Doch die Airline plant, am Montag Flüge nach Doha durchzuführen. Unter anderem soll es Verbindungen aus Amsterdam, Berlin, Frankfurt, London, Zürich und Muscat geben. Allerdings nur für Passagiere mit Endziel Doha.

Die katarische Zivilluftfahrtbehörde habe einen eingeschränkten Betriebskorridor genehmigt, heisst es seitens der Airline. Das stelle jedoch keine Wiederaufnahme des regulären Flugbetriebs dar. Passagiere ohne bestätigtes Ticket werden demnach gebeten, nicht zum Abflughafen zu reisen.

12:44 Uhr

Sonntag, 8. März

Emirate melden neue iranische Angriffe mit Drohnen und Raketen

Der Iran hat die Vereinigten Arabischen Emirate nach deren Angaben erneut mit einer Salve aus mehr als einem Dutzend Raketen und Hunderten Drohnen beschossen. Die Luftabwehr habe 16 der 17 am Sonntag abgefeuerten Raketen abgefangen, die 17. sei ins Meer gestürzt. Auch die meisten der 117 Drohnen seien abgefangen worden.

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hatte am Sonntag gedroht, die Angriffe auf US-Ziele in der Region auszuweiten. Bahrain, wo US-Truppen stationiert sind, warf dem Iran vor, eine seiner Entsalzungsanlagen angegriffen und beschädigt zu haben. Bei Angriffen auf Hotels, Häfen und Wohntürme sei zudem mindestens ein Mensch getötet worden.

Zuvor hatte der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi den USA vorgeworfen, bei einem Luftangriff auf die Insel Keschm in der Meerenge von Hormus eine Wasserentsalzungsanlage beschädigt zu haben. Damit hätten die USA einen Präzedenzfall geschaffen.

Weder das US-Regionalkommando noch das israelische Militär äusserten sich unmittelbar dazu. Entsalzungsanlagen versorgen Millionen Einwohner in der Region mit Wasser. Die Angriffe wecken neue Befürchtungen über Risiken in den Wüstenstaaten der Region. (dpa)

12:42 Uhr

Sonntag, 8. März

Trump kritisiert verbündetes Grossbritannien

Mit erneut spöttisch-kritischen Aussagen zur britischen Unterstützung im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump das Verhältnis zum einst engsten Verbündeten weiter belastet. «Wir brauchen keine Leute, die erst in den Krieg eintreten, nachdem wir ihn bereits gewonnen haben», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Den britischen Premierminister Keir Starmer griff der US-Präsident namentlich an.

Die laut Medienberichten angedachte Entsendung eines britischen Flugzeugträgers in die Konfliktregion, Trump schrieb von zwei, sei nicht mehr nötig. «Das ist okay, Premierminister Starmer, wir brauchen sie jetzt nicht mehr – aber wir werden uns erinnern.» Wenig später sagte Trump an Bord des Präsidentenflugzeugs Air Force One: «Vor zwei Wochen hätten wir sie gut gebrauchen können.»

Die Briten hatten den US-Streitkräften erst mit Verzögerung die Nutzung ihrer Stützpunkte für den Krieg gegen den Iran genehmigt. Das Verteidigungsministerium in London teilte mit, dass es auch jetzt um «spezifische Verteidigungsoperationen» gehe. Auf der britischen Luftwaffenbasis Fairford landeten am Wochenende US-Langstreckenbomber, in der Krisenregion sind britische Kampfjets zur Abwehr von Drohnen und Raketen im Einsatz. An direkten Angriffen auf den Iran will sich Starmers Regierung aber nicht beteiligen. (dpa)

12:05 Uhr

Sonntag, 8. März

15 Tote bei israelischen Angriffen im Libanon

Bei erneuten Luftangriffen Israels sind im Libanon nach Regierungsangaben mindestens 15 Menschen getötet worden. Israel habe südlich des Litani-Flusses nahe der gemeinsamen Grenze angegriffen, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. In einem Dorf sei ein Wohngebäude getroffen worden. Offenbar sind auch Frauen und Kinder unter den Opfern.

Ein israelischer Armeesprecher teilte mit, die Luftangriffe dauerten an. Hintergrund seien terroristische Aktivitäten der Hisbollah. Anwohner wurden aufgerufen, sich umgehend nördlich des Litani-Flusses in Sicherheit zu begeben. Teil des aktuellen Militäreinsatzes im Libanon ist nach israelischen Angaben auch eine begrenzte Bodenoffensive mit dem Ziel, eine Sicherheitszone entlang der Grenze einzurichten, vermutlich um Hisbollah-Kämpfer weiter nach Norden in den Libanon zu drängen und das Risiko von Angriffen in Israel zu verringern.

Aus libanesischen Sicherheitskreisen hiess es, Israel habe bisher die Evakuierung von mehr als 80 Dörfern im südlichen Libanon angeordnet. Zehntausende seien wegen der Kämpfe auf der Flucht. (dpa)

11:14 Uhr

Sonntag, 8. März

Israel droht dem Nachfolger von Khamenei

Das israelische Militär hat vor der Wahl eines Nachfolgers des getöteten iranischen Staatsführers Ajatollah Ali Khamenei erneut gedroht, dass auch dieser nicht sicher sei. «Die Hand des Staates Israel wird weiterhin jeden Nachfolger verfolgen, und jeden, der einen Nachfolger zu ernennen versucht», hiess es in einem Post auf Farsi auf der Plattform X. Die Warnung gelte für alle, die planten, an dem Treffen zur Wahl eines Nachfolgers Khameneis teilzunehmen. (dpa)

11:12 Uhr

Sonntag, 8. März

Gebäude von Sozialbehörde in Kuwait bei Angriff beschädigt

In Kuwait ist das Gebäude der Behörde für Sozialversicherungen bei einem mutmasslich iranischen Angriff getroffen worden. Es habe Schäden am Gebäude gegeben, heisst es. Man könne deshalb heute keine Besucher empfangen, in anderen Filialen seien Besuche aber weiterhin möglich. Zahlungen würden weiterhin elektronisch abgewickelt.

Arabische Fernsehsender verbreiteten Aufnahmen aus der Nacht, die einen schweren Brand an dem Hochhaus über mehrere Stockwerke und auf dem Dach zeigen. Der Nachrichtenkanal Al-Arabija zeigte die stark beschädigten oberen Stockwerke des Gebäudes nach dem Brand. (dpa)

09:46 Uhr

Sonntag, 8. März

Bahrain: Wasser-Entsalzungsanlage bei Angriff beschädigt

Iran hat bei seinen Angriffen in den Golfstaaten nun auch eine wichtige Anlage für die Aufbereitung von Trinkwasser getroffen. Bei einem Drohenangriff sei eine Anlage zur Wasser-Entsalzung beschädigt worden, teilte Bahrains Innenministerium heute mit. Es handle sich um «iranische Aggression, die sich willkürlich gegen zivile Ziele» richte.

Ähnlich wie weitere der Golfstaaten ist das kleine Land Bahrain für seine Wasserversorgung stark auf die Entsalzung von Meerwasser angewiesen. Die Arabische Halbinsel ist eine sehr trockene Region mit nur wenigen natürlichen Süsswasser-Ressourcen. Die rund 400 Anlagen in den Golfstaaten, die vor allem mit Öl und Gas betrieben werden, produzieren etwa 40 Prozent des weltweit entsalzten Wassers. (dpa)

06:54 Uhr

Sonntag, 8. März

Öllager in Teheran in Brand

Im Konflikt mit dem Erzfeind Iran hat Israel rund eine Woche nach Kriegsbeginn erstmals ein Öllager in Teheran bombardiert. In sozialen Medien kursierten Aufnahmen aus der Hauptstadt, die einen massiven Feuerball und aufsteigende, dunkle Rauchschwaden zeigten. Israels Armee erklärte, Irans Streitkräfte nutzten die Tanks für ihre militärische Infrastruktur. Nach Angaben des iranischen Staatssenders IRIB bestätigten die Revolutionsgarden die Bombardierung einer Ölraffinerie im Süden Teherans.

Der Rauch ist über der ganzen Stadt sichtbar. (Bild: AP)

Israels führte in der Nacht zudem nach eigenen Angaben in Libanons Hauptstadt Beirut einen Angriff auf Kommandeure der Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden durch. Zugleich setzte Israel seine Angriffe gegen die mit Teheran verbündete Hisbollah-Miliz im Süden Beiruts fort. Der Iran wiederum feuerte erneut Raketen auf Israel und attackierte Treibstofftanks des internationalen Flughafens in Kuwait sowie Ziele in Saudi-Arabien mit Drohnen.

Am Morgen begann wiederum die israelische Luftwaffe nach eigenen Angaben eine weitere Angriffswelle im Iran. (dpa)

06:27 Uhr

Sonntag, 8. März

Chinas Aussenminister fordert Ende des Iran-Kriegs

Der chinesische Aussenminister Wang Yi hat ein Ende der militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten gefordert. «Dies ist ein Krieg, der nicht hätte stattfinden dürfen, und der niemandem einen Nutzen bringt», sagte Wang am Sonntag bei einer Pressekonferenz in Peking. Er rief die Grossmächte dazu auf, «eine konstruktive Rolle zu spielen» und die militärischen Aktionen sofort zu beenden. (dpa)

06:27 Uhr

Sonntag, 8. März

Kuwait: Drohnenangriff löst Brände am Internationalen Flughafen aus

Bei einem Drohnenangriff auf Treibstofftanks am Internationalen Flughafen von Kuwait sind Brände ausgebrochen. Die Feuerwehr versuche die Flammen einzudämmen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur in der Nacht zum Sonntag. Das kuwaitische Verteidigungsministerium erklärte, die Treibstofftanks am Flughafen seien bei dem Angriff direkt getroffen worden. Eine Drohne schlug auch im Gebäude der staatlichen Sozialversicherung in Kuwait-Stadt ein. (dpa)

06:26 Uhr

Sonntag, 8. März

Trump spielt Berichte über russische Hilfe für Iran herunter

Donald Trump hat Einschätzungen amerikanischer Geheimdienste heruntergespielt, wonach Russland den Iran mit Informationen über Standorte von US-Truppen und mögliche Ziele im Nahen Osten versorgt habe. Falls sich das als wahr herausstellen sollte, falle dies kaum ins Gewicht, sagte Trump. «Wenn man sich anschaut, was vergangene Woche mit dem Iran passiert ist – selbst wenn sie Informationen bekommen, hilft es ihnen offenbar nicht besonders.» (dpa)

06:23 Uhr

Sonntag, 8. März

Trump: «Wir sind nicht auf eine Einigung mit dem Iran aus»

Die US-Regierung strebt nach den Worten von Präsident Donald Trump keine Verhandlungen mit der verbliebenen Führung in Teheran an. Die Vereinigten Staaten hätten weiterhin erhebliche Druckmittel gegen den Iran, sagte Trump. «Sie würden gern eine Einigung erzielen», ergänzte er mit Blick auf die Iraner. «Wir sind nicht auf eine Einigung aus.»

Vor den Reportern bezeichnete Trump den laufenden US-Einsatz gegen den Iran wiederholt als eine «Exkursion». Probleme, die sich daraus ergäben, etwa steigende Benzinpreise und Sicherheitsrisiken für Amerikaner, würden sich bessern, sobald der Konflikt beendet sei. (dpa)

06:22 Uhr

Sonntag, 8. März

Israelischer Anschlag auf Hotelzimmer in Beirut

Die israelische Armee hat nach libanesischen Angaben gezielt ein Zimmer eines Luxushotels in der Hauptstadt Beirut angegriffen. Nach vorläufigen Angaben des Gesundheitsministeriums wurden dabei mindestens vier Menschen getötet und acht weitere Personen verletzt. Sicherheitskreisen zufolge war eines der Todesopfer ein iranischer Staatsbürger. Die Hintergründe des nächtlichen Angriffs sind bisher unklar. Von den israelischen Streitkräften gab es zunächst keine Mitteilung zu dem Vorfall.

Die israelische Armee hatte kurz zuvor lediglich mitgeteilt, dass in den als Dahija bezeichneten südlichen Vororten von Beirut erneut Infrastruktur der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz bombardiert werde.

Davor hatte die israelische Armee nach eigenen Angaben in Reaktion auf einen Raketenbeschuss aus dem Libanon eine Abschussanlage der Schiiten-Miliz attackiert und zerstört. (dpa)

06:21 Uhr

Sonntag, 8. März

Schon wieder Angriffe in Saudi-Arabien und Kuwait

Saudi-Arabien und Kuwait sind erneut Ziel von Angriffen geworden. Das saudische Verteidigungsministerium teilte in der Nacht auf der Plattform X mit, dass im Osten der Hauptstadt Riad sechs Drohnen abgefangen und zerstört worden seien. In Kuwait wurden Treibstofftanks des internationalen Flughafens des Landes Ziel von Drohnenangriffen, wie das Verteidigungsministerium auf X bekanntgab. Die Streitkräfte seien zur Abwehr der «Welle feindlicher Drohnen» im Einsatz gewesen. Nähere Angaben machten die beiden Golfstaaten nicht. (dpa)

06:19 Uhr

Sonntag, 8. März

Trump zu Angriff auf Mädchenschule: Iran trägt die Schuld

Donald Trump hat Teheran beschuldigt, für die Bombardierung einer Mädchenschule im Iran am ersten Kriegstag verantwortlich zu sein. Auf die Frage, ob die USA für den verheerenden Angriff verantwortlich seien, sagte Trump an Bord des Regierungsfliegers Air Force One vor Journalisten: «Nein, meiner Meinung nach, basierend auf dem, was ich gesehen habe, wurde das vom Iran getan». US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, der mit ihm reiste, bestätigte das nicht direkt. Die USA untersuchten den Vorfall, sagte er.

Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes wurden nach iranischen Angaben am Samstag vor einer Woche unter anderem etwa 170 Schülerinnen getötet. Trump liess sich von Hegseths Zurückhaltung nicht von seiner Überzeugung abbringen: «Wir glauben, dass es vom Iran getan wurde», bekräftigte er. Beweise dafür führte Trump nicht an – er verwies zur Begründung lediglich darauf, dass der Iran mit Waffen «sehr ungenau» sei. (dpa)

06:16 Uhr

Sonntag, 8. März

Dubai: Person durch herabfallende Trümmer getötet

In Dubai ist ein Mensch durch herabfallende Trümmer bei einer Luftabwehraktion ums Leben gekommen. Die Trümmer seien auf ein Fahrzeug im Viertel Al-Barscha gestürzt und hätten eine aus Asien stammende Person am Steuer getötet, teilte das zuständige Medienbüro der Vereinigten Arabischen Emirate in der Nacht auf Sonntag mit. Damit stieg die Zahl der Todesopfer in den Emiraten seit Beginn des Iran-Krieges auf vier. Bei allen handele es sich um ausländische Staatsangehörige. (dpa)

23:02  Uhr

Samstag, 7. März

Trump an Starmer: Brauchen eure Flugzeugträger nicht mehr

US-Präsident Donald Trump hat Grossbritannien vorgeworfen, im Iran-Krieg zu spät Unterstützung angeboten zu haben. Auf seiner Plattform Truth Social kritisierte er, das Vereinigte Königreich erwäge nun die Verlegung von zwei Flugzeugträgern in den Nahen Osten – doch man brauche keine Verbündeten, die sich erst beteiligten, wenn ein Krieg praktisch gewonnen sei. Seine Kritik richtete sich direkt an Premierminister Keir Starmer.

(Bild: Screenshot: Truth Social)

Zwar wurde laut BBC die Einsatzbereitschaft des Flugzeugträgers «HMS Prince of Wales» verkürzt, eine Entscheidung über eine Entsendung in die Region steht jedoch noch aus. Gleichzeitig bestätigte London, dass die USA britische Stützpunkte für Verteidigungsoperationen im Iran-Krieg nutzen. Starmer hatte die Genehmigung dafür zunächst verzögert und dies später mit der veränderten Lage sowie iranischen Angriffen auf andere Staaten begründet. (dpa)

23:01 Uhr

Samstag, 7. März

Trump will kurdische Milizen nicht in Iran-Krieg hineinziehen

US-Präsident Donald Trump hat eine Einbindung kurdischer Milizen in den Iran-Krieg ausgeschlossen. Zwar seien kurdische Kämpfer in der Region bereit, Bemühungen zu unterstützen, die Führung in Teheran zu stürzen, sagte Trump am Samstag mitreisenden Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. Doch würde ihre Beteiligung den Konflikt noch komplizierter machen, als er ohnehin schon sei. «Der Krieg ist schon kompliziert genug, ohne dass man die Kurden mitmischen lässt», sagte Trump.

Zuvor berichtete der türkische Aussenminister Hakan Fidan in Istanbul vor Reportern, dass sein US-Kollege Marco Rubio ihm kürzlich in einem Telefonat versichert habe, dass die USA keine Pläne hegten, kurdische Kräfte im Nordirak für einen Angriff auf den Iran zu gewinnen. (dpa)

22:47 Uhr

Samstag, 7. März

Türkei: Rubio dementiert Pläne für kurdischen Vorstoss in Iran

US-Aussenminister Marco Rubio hat nach Angaben seines türkischen Kollegen Hakan Fidan Berichte dementiert, wonach die USA kurdische Kräfte im Nordirak für einen Angriff auf den Iran gewinnen wollen. Rubio habe ihm kürzlich in einem Telefonat versichert, dass so etwas nicht beabsichtigt sei, sagte Fidan bei einem Presseauftritt in Istanbul. Er warf Israel vor, kurdische Gruppen in der Region als «Stellvertreter» in den Kampf gegen den Iran hineinziehen zu wollen.

Strategien, die darauf abzielten, «ethnische Rivalität oder einen ethnischen Konflikt im Iran zu schaffen», lehne die Türkei ab, fügte Fidan hinzu. Denn dies wäre «das gefährlichste Szenario». Ankara sei zudem im Gespräch mit kurdischen Verantwortlichen, um einen solchen «historischen Fehler» zu verhindern.

Zu möglichen Vermittlungsbemühungen zwischen dem Iran und den USA wollte sich Fidan nicht näher äussern. Er erklärte lediglich, die Türkei sei in «intensive diplomatische Kontakte» eingebunden, um eine «Formel zur Beendigung dieses Krieges» zu finden. (dpa)

21:54 Uhr

Samstag, 7. März

Irak meldet Raketenangriff auf US-Botschaftsgelände in Bagdad

Sicherheitskräfte im Irak haben einen Angriff auf das Gelände der US-Botschaft in Bagdad gemeldet. Eine Rakete sei am Samstagabend (Ortszeit) auf dem Hubschrauberlandeplatz des Komplexes eingeschlagen, teilten drei Beamte mit. Berichte über mögliche Opfer lagen zunächst nicht vor. Die US-Botschaft wollte sich nicht äussern. Das Aussenministerium in Washington reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

Der irakische Ministerpräsident Mohammed Schia al-Sudani bezeichnete den Angriff auf die US-Botschaft als «Terrorakt», für den «abtrünnige Gruppen» verantwortlich seien. Er habe das Militär und zuständige Sicherheitsbehörden angewiesen, die Drahtzieher zu verfolgen.

Bewohner von Bagdad und Erbil, der Hauptstadt der halbautonomen kurdischen Region im Nordirak, hörten am Samstagabend Explosionen und das Geräusch von Luftabwehrsystemen, die anfliegende Raketen oder Drohnen abfingen.

Die schwer gesicherte Grüne Zone in Bagdad, in der sich Regierungsgebäude und diplomatische Vertretungen befinden, ist bereits in der Vergangenheit angegriffen worden. Es handelte sich jedoch um den ersten gemeldeten Raketeneinschlag seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran vor einer Woche, die einen Krieg im Nahen Osten ausgelöst haben.

Seitdem haben der Iran und mit ihm verbündete irakische Milizen Dutzende Angriffe auf US-Militärstützpunkte und andere Einrichtungen im Irak ausgeführt. Zudem griffen sie Stellungen iranisch-kurdischer Dissidentengruppen an, die vom Nordirak aus operieren. (dpa)

21:52 Uhr

Samstag, 7. März

Netanyahu: Haben gut organisierten Plan mit vielen Überraschungen

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu hat in einer Videoansprache Entschlossenheit für eine Fortsetzung des Krieges gegen den Iran betont. «Wir werden weiter mit aller Kraft handeln, bis wir alle unsere Ziele erreichen», sagte er. Israel habe einen gut organisierten Plan «mit vielen Überraschungen», um die iranische Regierung zu destabilisieren und einen Wandel in dem Land zu ermöglichen. «Wir verändern das Antlitz des Nahen Ostens», sagte Netanyahu.

Wie bereits in einer ähnlichen Videobotschaft vor einer Woche wandte sich Netanjahu auch an die Iraner und sagte, der Augenblick der Wahrheit rücke näher. Der Krieg solle dem iranischen Volk ermöglichen, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. (dpa)

21:31 Uhr

Samstag, 7. März

Israels Militär: Auch iranische Ölreserven angegriffen

Das israelische Militär hat nach Angaben eines Militärsprechers erstmals die nationalen Ölreserven des Irans in Teheran angegriffen. Ein Militärsprecher sagte, dies sei ein Teil der Massnahmen gegen Einrichtungen der iranischen Führung. Es seien etwa 30 Öltanks angegriffen worden.

Nach Angaben des iranischen Staatssenders IRIB bestätigten die Revolutionsgarden (IRGC) die Bombardierung einer Ölraffinerie im Süden der Hauptstadt Teheran. Als Reaktion sei die Ölanlage im israelischen Haifa mit Raketen beschossen worden, so die IRGC in einer Mitteilung.

In sozialen Medien wurden Videos und Bilder aus Teheran geteilt, auf denen massive Flammen zu sehen waren.

Anmerkung der Redaktion: Die Redaktion kann die Echtheit der Aufnahmen derzeit nicht bestätigen.

Am Abend hatte das israelische Militär eine weitere Angriffswelle gegen den Iran angekündigt. (dpa)

21:24 Uhr

Samstag, 7. März

Iran: Angriff auf Ölanlage in Teheran

Im Iran-Krieg ist dem Staatsfernsehen zufolge eine Ölanlage im Süden von Teheran angegriffen worden. Videoaufnahmen der Nachrichtenagentur AP zeigten, wie am Samstagabend Flammensäulen über der Einrichtung aufstiegen und der Nachthimmel aufleuchtete. Es schien das erste Mal seit Kriegsbeginn zu sein, dass eine zivile Industrieanlage ins Visier genommen wurde. In iranischen Staatsmedien wurde mit einem Vergeltungsangriff auf Ölraffinerien in der nordisraelischen Stadt Haifa gedroht.

Zuvor bestätigte das israelische Militär, dass bei einer neuen Angriffswelle Gebiete im Osten und Süden der iranischen Hauptstadt getroffen worden seien. Zu den konkreten Zielen machte es zunächst aber keine Angaben. (dpa)

20:57 Uhr

Samstag, 7. März

Netanyahu: Israel hat viele Überraschungen für nächste Kriegsphase

Israel hat nach den Worten von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu für die nächste Phase im Krieg gegen den Iran «einen organisierten Plan mit vielen Überraschungen» parat. Ziel sei, die Führung in Teheran zu destabilisieren und einen Wandel in der Islamischen Republik zu ermöglichen, sagte Netanyahu am Samstagabend. Zuvor bestätigte das israelische Militär, dass man nun in die zweite Kriegsphase eintrete, nachdem am Wochenende bei Angriffen mehr als 300 Ziele im Iran getroffen worden seien. (dpa)

20:45 Uhr

Samstag, 7. März

Trump nennt im Iran-Krieg gefallene US-Soldaten «Helden»

US-Präsident Donald Trump nimmt heute an der Überführung der sechs im Iran-Krieg gestorbenen US-Soldaten teil. Er reiste dafür zum Luftwaffenstützpunkt Dover im US-Bundesstaat Delaware, wo er auf die Familien der Gefallenen treffen soll.

Trump bezeichnete die gefallenen Soldaten bei einer Veranstaltung im US-Bundesstaat Florida kurz zuvor als «grossartige Helden». Er versprach in dem Zuge auch, dass die USA die Zahl der eigenen Toten in dem Krieg auf ein «Minimum» begrenzen würden. Die sechs Soldaten wurden nach Angaben des US-Militärs alle in der ersten Woche des Krieges bei einem Drohnenangriff in Kuwait getötet. (dpa)

19:11 Uhr

Samstag, 7. März

Neue Angriffe in Emiraten und Saudi-Arabien

Irans Angriffe in den Golfstaaten halten an. In der emiratischen Metropole Dubai habe es einen weiteren «Zwischenfall» gegeben, teilte das Medienbüro der Stadt mit. Nach einem abgewehrten Angriff seien Trümmerteile in die Fassade eines Gebäudes an der Marina gestürzt. Opfer habe es nicht gegeben.

Im Internet kursierten Videos, die zeigen, wie Rauch aufsteigt an einem Wolkenkratzer. Es soll sich um einen bekannten, fast 400 Meter hohen und bewohnten Wolkenkratzer handeln, der zu den höchsten Gebäuden der Stadt zählt. Die Behörden teilten nicht mit, welches Gebäude betroffen war.

Saudi-Arabiens Verteidigungsministerium teilte mit, eine Rakete sei in einem unbewohnten Gebiet in Nähe der US-Militärbasis nahe der Hauptstadt Riad niedergegangen. Opfer oder Schäden habe es nicht gegeben. (dpa)

18:31 Uhr

Samstag, 7. März

USA sehen Iran hinter Drohnenangriff in Aserbaidschan

Auch die US-Regierung sieht den Iran hinter einem Drohnenangriff auf Aserbaidschan am Donnerstag. Es handele sich dabei um eine eklatante Verletzung der Souveränität des Landes und eine «unnötige Eskalation der Aggression» des Irans, sagte ein Sprecher des Aussenministeriums in Washington laut einer Mitteilung. «Angriffe auf das Gebiet unserer Partner sind inakzeptabel und werden mit entschlossener Unterstützung der USA für diese Partner beantwortet werden», hiess es darin.

Der Iran hat auf die seit einer Woche laufenden massiven Angriffe Israels und der USA mit dem Beschuss von Nachbarländern reagiert. Besonders betroffen sind die Staaten in der Golfregion. Aber auch der nördliche Nachbar Aserbaidschan meldete am Donnerstag einen Vorfall.

Nach Angaben der Regierung war in der autonomen Exklave Nachitschewan eine Drohne in die Abfertigungshalle eines Flughafens eingeschlagen und eine weitere in der Nähe eines Schulgebäudes abgestürzt. Baku machte Teheran dafür verantwortlich und drohte mit Vergeltung. Der iranische Generalstab wies die Vorwürfe zurück. (dpa)

18:26 Uhr

Samstag, 7. März

Emiratischer Präsident: «Wir befinden uns im Krieg»

Der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Sajid, hat sich angesichts der iranischen Angriffe mit eindringlichen Worten an sein Volk gewandt. «Wir befinden uns im Krieg», sagte Mohammed dem Fernsehsender Abu Dhabi TV bei einem Besuch Verletzter im Krankenhaus in der Hauptstadt.

Er habe auch eine Botschaft an die Feinde: «Die Emirate haben ein dickes Fell und bitteres Fleisch, wir sind keine leichte Beute.» Das Land sei zwar «attraktiv, wunderschön und ein Vorbild», davon dürften sich die Gegner der Emirate aber nicht täuschen lassen. «Ich verspreche allen, dass wir stärker denn je (aus diesem Krieg) hervorgehen werden.»

Die Emirate stehen wie die weiteren Golfstaaten seit einer Woche unter Beschuss durch den Iran, der unter anderem mit Angriffen auf US-Militärbasen auf amerikanisch-israelische Militärschläge reagiert. Die Emirate wurden im Vergleich zu den anderen Golfstaaten bisher am häufigsten angegriffen. Die Flugabwehr des Landes fing nach eigenen Angaben bisher rund 200 Raketen, 1.00 Drohnen und mehrere Marschflugkörper ab. (dpa)

18:18 Uhr

Samstag, 7. März

Machtvakuum in Teheran: Kleriker mahnen schnelle Lösung an

Im Iran wächst der Druck auf den Expertenrat, rasch einen Nachfolger für den bei einem israelischen Luftangriff getöteten Religionsführer Ali Chamenei zu bestimmen. Ajatollah Hassan Mosafari stellte eine Entscheidung innerhalb der nächsten 24 Stunden in Aussicht und rief dazu auf, keine Gerüchte über Verzögerungen zu verbreiten. Auch andere einflussreiche Geistliche fordern eine schnelle Ernennung, um die Einheit des Landes zu sichern und äussere Hoffnungen auf Instabilität zu enttäuschen. Als aussichtsreiche Kandidaten gelten Modschtaba Chamenei, der Sohn des Verstorbenen, sowie Hassan Chomeini, der Enkel des Revolutionsführers – beide erfüllen jedoch nicht den in der Verfassung geforderten Rang eines Grossajatollahs.

Gemäss der Verfassung ist der aus 88 Klerikern bestehende Expertenrat für die Wahl des obersten Führers zuständig. Bis zur Ernennung führt ein Übergangsgremium unter Präsident Massud Peseschkian die Staatsgeschäfte. Sicherheitsbedenken könnten die Entscheidung beeinflussen: Nach Drohungen von US-Präsident Donald Trump herrscht in der Führung Unruhe, da während des anhaltenden Iran-Kriegs ein Attentat auf einen möglichen Nachfolger – insbesondere bei öffentlichen Auftritten – als realistische Gefahr gilt. (dpa)

18:04 Uhr

Samstag, 7. März

US-Streitkräfte verlegen Bomber nach Grossbritannien

Die US-Streitkräfte haben weitere Langstreckenbomber nach Grossbritannien verlegt. Das Verteidigungsministerium in London bestätigte am Nachmittag, dass die USA britische Stützpunkte für «spezifische Verteidigungsoperationen» im Iran-Krieg nutzten. Nachdem am Freitag der erste Militärflieger des Typs B-1 Lancer in Gloucestershire angekommen war, erreichten am Samstag drei weitere die RAF-Basis Fairford, wie britische Medien übereinstimmend berichteten.

Ein B1-B Lancer-Bomber der US-Luftwaffe landet am Samstag, dem 7. März 2026, auf dem RAF-Stützpunkt Fairford in Gloucestershire, England. (Bild: AP)

Die Verteidigungsoperationen sollen den Iran daran hindern, Raketen in die Region abzufeuern und damit britische Leben in Gefahr zu bringen, wie das Ministerium auf der Plattform X schrieb. Einer der britischen Stützpunkte auf Zypern war im Verlauf des Krieges von einem Angriff getroffen worden.

Die britische Luftwaffe setzt im Mittleren Osten Kampfjets ein, um Drohnen und Raketen abzufangen. Zudem soll in der kommenden Woche der Zerstörer «HMS Dragon» in die Region verlegt werden. Für den Flugzeugträger «HMS Prince of Wales» wurde die Bereitschaftszeit verkürzt, wie die BBC mit Verweis auf eine Quelle im Verteidigungsministerium mitteilte. Eine Entscheidung über eine Verlegung in die Kriegsregion sei aber noch nicht getroffen worden.

Die US-Nutzung britischer Stützpunkte war zu Beginn des Krieges hitzig diskutiert worden, weil Premierminister Keir Starmer erst mit Verzögerung die Genehmigung erteilt hatte. Das hatte US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. Unter der Woche hatte Starmer seinen Kurswechsel damit begründet, dass sich die Situation verändert und der Iran inzwischen Drohnen und Raketen auf Länder abgefeuert habe, die ihn nicht angegriffen haben. (dpa)

16:48 Uhr

Samstag, 7. März

Rund 4000 Schweizer Reisende halten sich noch im Nahen Osten auf

Gemäss der Travel-Admin-App vom Bund halten sich noch rund 4000 Schweizer Reisende im Nahen Osten auf. Das schreibt SRF. Das seien deutlich weniger als gestern.

Laut den neuesten Zahlen des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) warteten heute Mittag exakt 4039 Reisende, davon 2500 in den Vereinigten Arabischen Emiraten, auf die Ausreise aus der Golfregion. Am Freitag waren es gemäss dem EDA noch 5200 Personen. Die Abnahme der Reisenden dürfte auch mit den beiden Flügen der Gesellschaft Edelweiss von heute zusammenhängen. (cam)

15:52 Uhr

Samstag, 7. März

Kurden im Irak melden erneute Angriffe

Im Zuge der Eskalation im Iran gerät auch die kurdische Minderheit im benachbarten Irak weiter unter Beschuss. In Erbil, der Hauptstadt der autonomen Kurdenregion im Nordosten, wurde gestern Abend eine Drohne abgefangen. Herabfallende Trümmerteile hätten ein Hotel getroffen, sagten Kurdenvertreter der Deutschen Presse-Agentur. Videos nach dem Angriff zeigten Rauchwolken an dem Hotel und Einsatzfahrzeuge. Opfer gab es örtlichen Berichten zufolge nicht.

Kurz zuvor hatte die US-Botschaft im Irak gewarnt, dass Iran-treue Milizen im Land Hotels in der Kurdenregion angreifen könnten, in denen sich vielfach ausländische Reisende aufhalten.

In der Provinz Sulaimanija wurde zudem eine Drohne abgeschossen, wie kurdische Quellen bestätigten. Opfer habe es nicht gegeben. Eine Iran-treue Miliz beanspruchte den Angriff für sich. Diese bekannte sich in vergangenen Tagen zu mehreren Attacken in der Provinz Erbil im Nordosten. Die mit Teheran verbündeten Milizen erklärten, innerhalb von 24 Stunden etwa zwei Dutzend Einsätze mit Drohnen und Raketen in der Region durchgeführt zu haben.

Die Angriffe folgen auf teils widersprüchliche Berichte, dass die USA die iranischen Kurden im Irak möglicherweise für eine Bodenoffensive im Iran gewinnen will. Iraks Kurden betrachten solche Pläne aber mit Skepsis und haben erklärt, ihr Gebiet dürfe nicht zur Startrampe für Angriffe auf benachbarte Länder werden. Das Weisse Haus hat die Berichte als falsch zurückgewiesen.

Die irakische Regierung in Bagdad will sich nach eigener Darstellung an ein bestehendes Sicherheitsabkommen mit dem Iran halten und verhindern, dass Kämpfer aus dem Irak die Grenze überwinden. Örtlichen Berichten zufolge trafen in der Region auch irakische Grenzsoldaten ein, die jegliche Versuche verhindern sollen, in den Iran vorzudringen. (dpa)

14:55 Uhr

Samstag, 7. März

Saudi-Arabien und Pakistan beraten über gemeinsame Verteidigung

Angesichts der Raketenangriffe aus Iran haben der saudische Verteidigungsminister und das Militär der Atommacht Pakistan über die Umsetzung eines gemeinsamen Verteidigungsabkommens gesprochen. Bei seinem Treffen mit dem pakistanischen Armeechef Asim Munir habe man besprochen, welche Massnahmen nötig seien, um die iranischen Angriffe auf Saudi-Arabien zu stoppen, sagte der saudische Verteidigungsminister Chalid bin Salman auf X. Weitere Details wurden nicht genannt.

Zwischen den beiden Länder besteht seit 2025 ein Verteidigungspakt. Demnach wird jeder Angriff auf einen der beiden Staaten als Angriff auf beide Länder gewertet. Mit der Vereinbarung könnte Saudi-Arabien zumindest theoretisch auch Schutz durch pakistanische Atomwaffen erhalten.

Im Zuge der amerikanisch-israelischen Militärschläge im Iran reagiert das Land seit einer Woche mit Angriffen im Nahen Osten unter anderem auf US-Militärstützpunkte, aber auch auf zivile Ziele wie Flughäfen und Wohngebäude. In rund einem Dutzend arabischen Ländern kamen es seitdem zu Angriffen. Besonders viele davon meldeten Golfstaaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Saudi-Arabien. (dpa)

14:18 Uhr

Samstag, 7. März

Trump droht Iran mit Ausweitung der Angriffe

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit der Ausweitung der Angriffe gedroht. Der Iran werde heute sehr hart getroffen und bislang nicht ins Visier genommene Gegenden würden für «komplette Zerstörung und sicheren Tod» ernsthaft geprüft, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der Iran werde «in die Hölle geprügelt», schrieb Trump.

«Aufgrund des schlechten Verhaltens des Irans sind Gegenden und Gruppen von Menschen, die bislang noch nicht Ziel waren, unter ernsthafter Prüfung für vollständige Zerstörung und sicheren Tod», schrieb Trump. Der Post auf seiner Plattform folgte auf Aussagen des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian, der am Morgen Bedingungen für ein Ende der eigenen Luftangriffe auf Nachbarländer gestellt. (dpa)

12:52 Uhr

Samstag, 7. März

Golfstaaten greifen Iran an – trotz Entschuldigung

Trotz einer Entschuldigung von Irans Präsident Massud Peseschkian für Angriffe in der Golfregion dauern die Attacken dort an. Mehrere Golfstaaten teilten heute erneut mit, sie hätten Angriffe mit Raketen und Drohnen abgewehrt. Dabei standen unter anderem die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar unter Beschuss.

11:43 Uhr

SAmstag, 7. März

20'000 Seeleute sitzen im Persischen Golf fest

Wegen des Iran-Kriegs sitzen im Persischen Golf nach Angaben der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) rund 20'000 Seeleute an Bord von Schiffen fest. Generalsekretär Arsenio Dominguez bezeichnete das als inakzeptabel und wies auf ihr erhöhtes Risiko und die «erhebliche psychische Belastung» hin. Alle an dem Konflikt beteiligten Parteien seien verpflichtet, die notwendigen Massnahmen zu ergreifen, um den Schutz der Seeleute sowie die Freiheit der Schifffahrt im Einklang mit dem Völkerrecht zu gewährleisten.

Der Persische Golf wird nur durch die für den internationalen Handel wichtige Strasse von Hormus mit den Weltmeeren verbunden. Der Iran weist zwar Berichte über eine vollständige Sperrung der Meerenge, die zwischen seinem Land und dem Oman liegt, zurück. Nach Einschätzung von US-Kriegsbeobachtern ist der Schiffsverkehr dort aber um etwa 90 Prozent zurückgegangen. Am Golf von Persien liegen bedeutende Ölförderländer, zu den Anrainern zählen neben dem Iran Saudi-Arabien, Irak, Kuwait, Katar, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate. (dpa)

11:01 Uhr

Samstag, 7. März

Emirates nimmt Betrieb wieder auf

Die Fluggesellschaft Emirates hat die Wiederaufnahme ihres wegen iranischer Angriffe unterbrochenen Betriebs in Dubai angekündigt. Nachdem am Samstagmorgen Explosionen zu hören waren, hatte Emirates zunächst erklärt, alle Flüge von und nach Dubai würden bis auf Weiteres ausgesetzt. Die Regierung gab bekannt, dass sie die Flugabwehr aktiviert habe. Kurz darauf erklärte Emirates dann, sie nehme ihre Flüge wieder auf.

Die Nachricht löste Jubel auf dem Internationalen Flughafen von Dubai aus, wo sich Reisende nach einem lauten Knall über ihnen in Zugtunneln unter dem weitläufigen Gelände in Sicherheit gebracht hatten. Die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate haben noch nicht erklärt, ob die Explosion Folge einer Abfangaktion war oder ob es zu Schäden am Flughafen gekommen ist, der weltweit als einer der verkehrsreichsten für internationale Flüge gilt. (dpa)

10:57 Uhr

Samstag, 7. März

Schäden an Kliniken und Flughafen gemeldet

Die iranischen Staatsmedien berichten nach Luftangriffen von schweren Schäden im ganzen Land. Betroffen seien unter anderem zwei Krankenhäuser in der Provinz Chuzestan im Südwesten des Landes. Laut Staatsfernsehen wurden das medizinische Zentrum Rasi in der Stadt Ahwaz und das Imam-Ali-Krankenhaus in Andimeschk durch Druckwellen nach Explosionen erheblich beschädigt. Unabhängige Bestätigungen dafür gibt es bislang nicht.

Laut der staatlichen Rundfunkagentur Irib war auch der Inlandsflughafen Mehrabad im Westen von Teheran Ziel von Angriffen. Medienberichte zeigen Brände und grosse Schäden an dem Flughafen. Die Autobahn, die dorthin führt, ist demnach blockiert. Auch Militäranlangen in Teheran sowie in Zentral-, West- und Nordwestiran seien attackiert worden.

Der Ausfall des Inlandsflughafens zählt zu den Gründen, warum die Beisetzung des vor einer Woche getöteten Religionsführers, Ajatollah Ali Khamenei, verschoben wurde. Chamenei soll im Imam-Resa-Mausoleum in seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt werden. Der Schrein im Nordosten des Landes ist für Schiiten ein Heiligtum. Eine Autofahrt in das rund 900 Kilometer entfernte Maschhad dauert rund zehn Stunden. Allerdings sind die Routen bekannt, und Fahrzeuge könnten gezielt angegriffen werden. (dpa)

09:58 Uhr

Samstag, 7. März

Irans Präsident: Forderungen nach Kapitulation sind «absurd»

Irans Präsident Massud Peseschkian nennt Aufrufe zur Kapitulation «absurd». In einer vom Staatsfernsehen ausgestrahlten Video-Botschaft sagte er, «die Spekulationen über eine mögliche Kapitulation des Landes sind absurd und die Feinde können solche Träume mit ins Grab nehmen.»

Massud Peseschkian hat kein Gehör für die Forderungen aus den USA. (Bild: AP)

US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag erklärt, er wolle kein Abkommen mit dem Iran mehr abschliessen. Stattdessen müsse es auf eine «bedingungslose Kapitulation» hinauslaufen.

Peseschkian rief ausserdem seine Landsleute auf, alle internen Differenzen beiseitezulassen und geschlossen gegen äussere Bedrohungen aufzutreten. «Wenn wir Differenzen haben, ist es besser, sie untereinander zu lösen», sagte er. Die iranische Bevölkerung ist gespalten: Ein Teil der Iraner unterstützt einen Sturz der politischen Führung und hofft, dass der Krieg diesen beschleunigt. (dpa)

09:30 Uhr

Samstag, 7. März

Irans Präsident stellt Bedingungen für Ende von Angriffen

Irans Präsident Massud Peseschkian stellt Bedingungen für ein Ende von Luftangriffen auf Nachbarländer. Laut der staatlichen Rundfunkagentur Irib erklärte er, der Iran werde keine Raketen abfeuern und Nachbarländer angreifen, sofern von deren Territorium keine Attacken auf den Iran erfolgten. Zugleich entschuldigte sich Peseschkian für die Angriffe.

Peseschkians Aussage bedeutet, dass auch von US-Militärstützpunkten in der Region keine Angriffe auf den Iran erfolgen dürfen. Da solche Basen in mehreren Nachbarländern stationiert sind, würde die Bedingung faktisch auch die USA betreffen. (dpa)

09:26 Uhr

Samstag, 7. März

Israel greift Militär-Uni in Teheran und Raketenlager an

Die israelische Armee hat in der Nacht nach eigenen Angaben unter anderem ein unterirdisches Lager für ballistische Raketen sowie eine Militär-Universität der Revolutionsgarden in Teheran angegriffen. Mehr als 80 Kampfflugzeuge seien im Einsatz gewesen, schrieb die Armee auf Telegram. Unterdessen sei am Samstag eine weitere Angriffswelle auf Ziele in Teheran und Isfahan gestartet worden, teilte die israelische Armee am Vormittag mit.

Die Imam-Hossein-Universität in Teheran sei von den Revolutionsgarden als Versammlungsort genutzt worden und daher ein legitimes militärisches Ziel der nächtlichen Angriffe gewesen, betonte die Armee. In dem unterirdischen Raketenlager, dessen Standort nicht genannt wurde, seien Hunderte  Mitarbeiter des «iranischen Terrorregimes» tätig gewesen. Israelische Medien berichteten, dort seien auch Raketen hergestellt worden.

Zudem sei ein Lagerort der iranischen Raketeneinheit angegriffen worden, in dem sich Militärbunker und Abschussinfrastruktur befunden hätten. Weitere Ziele der israelischen Angriffe seien Abschussorte im Westen und Zentrum des Irans gewesen, um die Fähigkeiten des Irans zu dezimieren, Israel zu beschiessen.

Auch der Iran setzte seine Angriffe auf Israel unterdessen die ganze Nacht zu Samstag über fort. Die israelische Armee rief Menschen in verschiedenen Teilen Israels zwischen Freitagabend und Samstagmorgen insgesamt siebenmal auf, Schutzräume wegen aus dem Iran anfliegender Raketen aufzusuchen. Über Einschläge oder Schäden durch Trümmerteile sowie über mögliche Opfer wurde zunächst nichts bekannt. (dpa)

08:53 Uhr

Samstag, 7. März

Flughafen Dubai macht vorübergehend dicht

Der Flughafen Dubai stellt seinen Betrieb ein. Wie es auf X heisst, tut er dies aus «Sicherheitsgründen für Passagiere, Flughafenpersonal und Flugzeugbesatzungen». Das schreibt die Regierung von Dubai auf ihrem offiziellen Account.

Zuvor hat bereits die Airline Emirates den Betrieb an den Flughäfen der Stadt bis auf Weiteres eingestellt, weil es erneut iranische Drohnenangriffen auf Dubai gegeben hat.

06:44 Uhr

Samstag, 7. März

Wie lange dauert der Krieg noch?

Seit einer Woche nun greift die USA den Iran an. Das Weisse Haus geht davon aus, dass der Krieg vier bis sechs Wochen dauern wird, wie US-Präsident Donald Trumps Sprecherin Karoline Leavitt sagte. Damit änderte die US-Regierung zum wiederholten Mal ihre Einschätzung zur erwarteten Kriegsdauer. Das US-Militär hat nach eigenen Angaben bisher mehr als 3000 Ziele im Iran angegriffen. Hinzu kommen noch die Angriffe Israels. (dpa)

06:31 Uhr

Samstag, 7. März

Warum die Ölpreise weiter steigen könnten

Derzeit passieren aus Sorge vor Angriffen des Irans kaum noch Schiffe die für Öl- und Gastransporte wichtige Strasse von Hormus. Der Iran wies jedoch Berichte über eine vollständige Sperrung zurück. Man lasse alle Schiffe passieren – mit Ausnahme von US- und israelischen Schiffen. «Die haben da nichts zu suchen», sagte Armeesprecher Abolfasl Schekartschi im Fernsehen.

Nach Informationen der US-Zeitung «Wall Street Journal» füllen sich die grossen Öllagerstätten in Saudi-Arabien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten inzwischen so schnell, dass die beiden Länder in weniger als drei Wochen ihre Kapazitätsgrenzen erreichen dürften. Kuwait habe derweil wegen fehlender Lagerkapazitäten bereits begonnen, seine Ölproduktion zu drosseln. Sollte die Produktion deutlich sinken, dürften die Ölpreise weiter steigen. (dpa)

06:19 Uhr

Samstag, 7. März

USA und Israel verstärken Angriffe auf Iran

Die USA und Israel intensivieren ihre Angriffe auf den Iran. «Heute Nacht wird unser schwerstes Bombardement stattfinden», sagte US-Finanzminister Scott Bessent dem Sender Fox Business mit Blick auf die Nacht zum Samstag. Auch Israels Luftwaffe flog Armeeangaben zufolge eine weitere «breite Welle» Angriffe in Teheran. Für Aufmerksamkeit sorgten zudem von der US-Regierung nicht bestrittene Berichte, wonach Russland dem Iran Informationen über amerikanische Truppen und mögliche Ziele im Nahen Osten liefert.

Irans staatliche Medien verbreiteten nach den jüngsten Angriffen Aufnahmen von enormen Bränden am Flughafen Mehrabad in der Hauptstadt.

Im Gegenzug griff der Iran Israel erneut mit Raketen an. Diese wurden abgefangen. Zudem versuchte der Iran, mit Drohnen ein Ölfeld in Saudi-Arabien zu attackieren. Es seien sechs in Richtung des riesigen Ölfelds Schaiba gestartete Drohnen abgefangen und zerstört worden, teilte das Verteidigungsministerium in Riad mit. (dpa)

Artikel: http://www.vaterland.li/international/angriffe-auf-iran-alle-entwicklungen-im-ticker-art-714563

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