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Zwanzig Jahre Staatsoberhaupt

Heute kann Fürst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein sein 20. Regierungsjubiläum feiern. Am Todestag seines Vaters, am 13. November 1989, wurde er aufgrund der Verfassung und der Hausgesetze dazu berufen, die Regentschaft zu übernehmen

Vaduz. - Aus Anlass des 20. Regierungsjubiläums werden heute Vormittag Regierungschef Klaus Tschütscher und Landtagspräsident Arthur Brunhart dem Landesfürsten im Rahmen eines kleinen Gratulationsempfangs auf Schloss Vaduz die besten Glück- und Segenswünsche im Namen der Regirung und der Volksvertretung überbringen.

Politische Kontinuität

Heute vor 20 Jahren, 26 Tage nach dem Heimgang von Fürstin Gina, starb auch Fürst Franz Josef II.. An diesem Tag wurde Erbprinz Hans-Adam zur Nachfolge berufen. «Wir waren auf den Tod meiner Eltern vorbereitet, denn sie waren schon seit einiger Zeit krank. Die Regierungsgeschäfte hatte ich de facto schon einige Jahre davor aufgrund der Stellvertretung übernommen», erinnert sich Fürst Hans-Adam II. im Gespräch mit dem «Vaterland» an diese schweren Tage im Herbst 1989.

«Was die Politik betrifft, so gibt es, glaube ich, nur wenig Unterschiede zwischen meinem Vater und mir. Wir haben uns beide bemüht, die Souveränität des Landes und dadurch auch das Selbstbestimmungsrecht seiner Bevölkerung international möglichst gut abzusichern und die liechtensteinische Wirtschaft zu entwickeln, um den Wohlstand der Bevölkerung zu vermehren», erklärt der Landesfürst.

Fürstliches Vermögen reorganisiert

Angesprochen auf die wichtigsten Ziele, die er in den vergangenen 20 Jahren erreicht hat und worauf er mit einem besonders guten Gefühl zurückblickt, sagt Fürst Hans-Adam II.: «Die erste und wichtigste Aufgabe war zweifellos die Reorganisation und der Wiederaufbau des Fürstlichen Vermögens, mit dem ich schon 1970 begonnen hatte.» Ein weiteres wichtiges Ziel, das der Landesfürst erreichen konnte, war ein neues Hausgesetz für das Fürstenhaus.

Mit Optimismus in die Zukunft

Mit seinem konsequenten Engagement für den Uno- und EWR-Beitritt gelang es dem Fürsten zudem, «die Souveränität des Staates und das Selbstbestimmungsrecht seiner Bevölkerung möglichst gut abzusichern.» Der Höhepunkt sei für ihn aber zweifellos die Verfassungsreform gewesen: «Ich konnte dort im Wesentlichen jene Verfassungskonzepte verwirklichen, die meiner Meinung nach für einen Staat im dritten Jahrtausend entscheidend sein werden.» Was die Wirtschaftskrise und die aktuellen Finanzplatzprobleme betrifft, so gibt sich der Landesfürst dennoch zuversichtlich, «dass wir auch in den nächsten Jahrzehnten einen erfolgreichen Finanzplatz haben werden». Dies bedinge natürlich strukturelle Anpassungen im Bereich des Staates und der Finanzdienstleister. (güf)

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