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Weltneuheit aus Liechtenstein

Mit einer gross angelegten Präsentation stellten gestern die Buchdruckerei Gutenberg AG, Schaan, die Liechtensteinische Post AG und der deutsche Hersteller der Maschinen ein neues Verfahren vor: Fälschungssichere selbstklebende Marken.

Remi Nescher, Direktor der Gutenberg AG in Schaan, stellte zusammen mit der Philatelie Liechtenstein, vertreten durch deren Leiter Norbert Hasler, eine technische und philatelistische Weltneuheit vor: Die ersten selbstklebenden Briefmarken mit echter Lochperforation und geschlitzter Vorderseite, die eine einzelne Ablösung der Marken ermöglicht.

Langgehegter Wunsch wird wahr

Der Philatelie Liechtenstein war es seit Langem ein Anliegen, Selbstklebemarken zu lancieren, die nicht nur den Briefmarkenbenutzer erfreuen, sondern auch den Wünschen der zahlreichen Sammler liechtensteinischer Wertzeichen entsprechen und über eine grösstmögliche Fälschungssicherheit verfügen. Remi Nescher selber war es, der sich auf die weltweite Suche nach technischen Möglichkeiten machte und sich dafür engagierte, womit ihm etwas gelang, an dem selbst grosse ausländische Postgesellschaften bislang scheiterten. Nach rund zweieinhalbjähriger Entwicklungszeit konnte nun gestern das Ergebnis präsentiert werden, und schon im September werden die ersten neuen Marken mit Schmetterlingen als Motive ausgegeben werden.

Erstmals alles im Land erstellt

Die neuen Selbstklebemarken sind nicht nur eine Weltneuheit, sondern auch die ersten Briefmarken, die vollständig in Liechtenstein hergestellt werden. Von der Gestaltung über den Druck bis hin zur Perforierung und Schlitzung ist alles made in Liechtenstein. Für die Gutenberg AG ist dieser Schritt ein Höhepunkt in der über 80-jährigen Firmengeschichte. Sie gehört nun zu den wenigen Druckereien weltweit, die über die technische Ausrüstung verfügen, Briefmarken zu produzieren. Die Firmenleitung schätzt es ausserdem sehr, einen Beitrag zur langjährigen Briefmarkentradition in Liechtenstein leisten zu können. Und auch die Regierung, vertreten durch Regierungschef-Stellvertreter Martin Meyer, der die neue Entwicklung würdigte, schätzt die Initiative der Gutenberg AG; ebenso begrüsste Postdirektor Herbert Rüdisser die innovative Idee und Umsetzung.

Unkompliziert und trotzdem «echt»


Die Handhabung der neuen Selbstklebemarken ist äusserst unkompliziert. Sie werden einzeln vom Bogen gelöst und auf die Sendung geklebt, ohne dass sie vorher gerissen oder befeuchtet werden müssen. Obwohl das Trägerpapier des Bogens selbst ebenfalls lochperforiert ist, bleibt dieser auf Wunsch ganz. Zur Freude aller Sammler unterscheiden sich die neuen liechtensteinischen Selbstklebebriefmarken – im Gegensatz zu den im Ausland verwendeten – optisch in keiner Weise von den gewohnten nass klebenden Wertzeichen. Sammler erhalten ihre Objekte auch weiterhin nach Wunsch in Blocks, Streifen oder einzeln. Dank des speziell für Briefmarken produzierten Papiers lassen sich auf Postsendungen aufgeklebte Marken problemlos im Wasser ablösen. Unter dem Namen «Gutenberg security printing» wird diese neue Dienstleistung angeboten.

Präzision und Qualität

Die grösste technische Herausforderung an die Herstellung der liechtensteinischen Variante der Selbstklebebriefmarken war, eine Maschine für die exakte Lochperforierung und Schlitzung in einem Arbeitsgang zu finden. Ein Maschinenhersteller aus Deutschland (Wista) entwickelte die Anlage schliesslich in Zusammenarbeit mit der Gutenberg AG und der Philatelie Liechtenstein. Nach einer längeren Testphase konnte sie im Juni ihren Betrieb in Schaan aufnehmen.

Alles für die Sicherheit

Nach der Präsentation gab es einen Rundgang durch den Betrieb, bei dem man die neuen Anlagen aus nächster Nähe betrachten konnte – ausnahmsweise. Denn für die Herausgeberin der Wertzeichen hat neben einer qualitativ einwandfreien Produktion auch die Erfüllung der Sicherheitsanforderungen oberste Priorität.
Diesen wurde die Gutenberg AG gerecht, indem sie mit den an der Herstellung beteiligten Mitarbeitern Sicherheitsverträge abgeschlossen und die Produktionsräume mit Zutrittskontrollen sowie Alarmanlagen ausgestattet hat. Die Herstellung der Briefmarken wird ständig durch Fachpersonal überwacht, welches ausserdem sämtliche Arbeitsschritte schriftlich protokolliert. Zu den Sicherheitsmassnahmen gehört auch die spezielle Entsorgung der Ausschussmarken.


Die Selbstklebemarken sind als Dauermarken mit vier verschiedenen Schmetterlingsmotiven in den Wertstufen CHF 0,85, CHF 1,00, CHF 1,30 und CHF 2,00 ab dem 7. September bei der Philatelie Liechtenstein sowie in allen Poststellen erhältlich. (vv)

03. Jul 2009 / 16:20
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