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    Geht es um den umstrittenen Artikel 13 der Urheberrechtsreform, sehen Kritiker rot. Bild: iStock  (#Urban-Photographer)

Umstrittene Urheberrechtsreform

Mit der Reform des Urheberrechts werden Grundprinzipien des Internets angegriffen. Deshalb laufen Kritiker nun Sturm. Doch die Ungewissheit bleibt erst einmal bestehen. Kommen die umstrittenen Artikel tatsächlich durch, wäre auch Liechtenstein betroffen.

Am Donnerstag vor einer Woche stimmten die Abgeordneten des Europaparlamentes über einen Entwurf der EU-Urheberrechtsreform ab: Mit der Reform soll der Schutz des geistigen Eigentums gestärkt werden. Gleichzeitig wird dafür in Kauf genommen, dass die Freiheit des Internets massiv eingeschränkt wird. Daran «Schuld» sind vor allem zwei Artikel des Gesetzes, jener zum Leistungsschutzrecht für Presseverlage sowie jener zu Verpflichtung zu Uploadfiltern. Dann die Überraschung: Das EU-Parlament stoppte die Bestrebungen des zuständigen Kommissars, doch nur vorläufig. Im September geht es weiter – und damit die Ungewissheit. 

Vor allem Kleine trifft’s

Die Folgen der angedachten Reform sind weitreichend. Gerade deshalb ist  sie stark in Kritik geraten. Die Kritiker stören sich vor allem an zwei Artikeln:  Mit dem Artikel zum Leistungssschutzrecht für Presseverlage will die EU Verlegern die ähnlichen Rechte geben, wie sie heute bereits Musik- und Filmproduzenten haben. Das würde bedeuten, dass man keinen Artikel, beispielsweise einer Zeitung, mehr teilen darf, sofern man keine Lizenz besitzt.

Diesen Versuch hat Deutschland bereits 2013 eingeführt – und ist daran gescheitert. Die Folge war, dass die grösste Suchmaschine, Google, keine Zeitungsausschnitte mehr anzeigte und so die Klicks bei den Verlagen abnahmen. Weniger Klicks bedeutet weniger Geld für Werbung – also haben grosse Verlage Google einfach eine Gratislizenz verteilt. Die Konsequenz umschreibt die deutsche Abgeordnete im EU–Parlament gegenüber «Watson» so: «Alle mussten also für das Teilen von journalistischen Inhalten zahlen – nur Google nicht. Auf europäischer Ebene wird es genauso laufen.» (ags)

Der ganze Bericht in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Wirtschaft Regional»

13. Jul 2018 / 16:00
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