•  (matejmo)

Telekommarkt vor Umbruch

Mit dem Entscheid des Amtes für Kommunikation, die Rufnummernportabilität einzuführen, wird sich in Liechtenstein einiges ändern. Neue Anbieter sind bereits in den Startlöchern, bestehende rüsten um.
 
Die Telecombranche steht vor einem heissen Herbst. Denn mit dem Anfang August kommunizierten Entscheid des Amtes für Kommunikation, die Rufnummerportabilität in Liechtenstein einzuführen, werden nun vor allem im Festnetz und bei den Geschäftskunden die Karten neu gemischt. Die meisten Anbieter versprechen sich durch den Entscheid des Amtes eine höhere Flexibilität und geringere Kosten. Das ruft auch neue Mitbewerber auf den Plan.
 
Vorleistungsangebot am Ende
Einer von ihnen ist Voxphone. Das Unternehmen mit Sitz in Balzers und den Verwaltungsräten Heinrich und Sven Vogt wurde erst frisch gegründet, zeigt sich aber bereits selbstbewusst: «Voxphone [...] setzt anhand der Entscheidung des Amt für Kommunikation zur Einführung der Rufnummerportierung ein Meilenstein in der Liechtensteiner Telekomgeschichte.» Das Unternehmen will der erste unabhängige VoIP-Provider in Liechtenstein werden. Damit sind sie aber nicht alleine, im Gegenteil. Auch bestehende Anbieter arbeiten bereits unter Hochdruck an VoIP-Lösungen für ihre Kunden.
 
Unter VoIP versteht man übersetzt die sogenannte Internettelefonie. Vereinfacht gesagt werden die Signale nicht mehr über das Telefonkabel gesendet, sondern über das Internetkabel. Die Technologie dahinter ist nichts Neues, sondern in Liechtenstein schon seit längerem Standard. Doch bisher erhielten alle Anbieter eine Vorleistungsangebot der Telecom Liechtenstein, welches sie nutzen mussten. Das sorgte schon seit längerem für rote Köpfe bei kleineren Anbietern, sie klagten über hohe Initialkosten, hohe laufende Kosten und die Minutenpreise. Mit dem Entscheid des Amtes für Kommunikation wird dieses Vorleistungsangebot der Telecom abgeschafft, die Anbieter müssen nun bis Ende Jahr jeweils eigene Lösungen finden. Helfen wird dabei eine eigens vom Amt eingesetzte Arbeitsgruppe.
 
Mehr als nur Nummernmitnahme  
Mit dem Einstieg kleinerer Unternehmen in den Festnetzmarkt, wozu auch der lukrative Geschäftskundenmarkt gehört, dürften nun die Preise fürs Telefonieren sinken. Denn mit der neuen Lösung entstehen nun echte Konkurrenzmöglichkeiten, gerade was die Preisgestaltung betrifft. Blickt man in die Schweiz, so belaufen sich die Kosten für VoIP-Lösungen auf einen Bruchteil dessen, was derzeit im Fürstentum verrechnet wird. Ob die Liechtensteiner gleiche Preise wie die Schweizer anbieten werden können, ist noch nicht bekannt. Doch klar ist: Die Preise haben noch deutlich Luft nach unten. Die Rufnummernportabilität wird aber nicht nur den Preis beeinflussen, sondern wohl auch die Vielfalt der Produkte erhöhen. So werden beispielsweise Unternehmen mit mehreren Landesstandorten  erstmals die Möglichkeit haben, über ein und das selbe Portal mehrere Geschäftsstellen mit Schweizer, Liechtensteiner sowie internationalen Rufnummern zu verwalten. Unter dem Strich wird sich der Wettbewerb im Land wohl deutlich verschärfen. Für die Kunden dürfte das eine gute Nachricht sein. 
10. Aug 2018 / 18:09
Geteilt: x
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)
Lesertrend
Meistgelesen
12. November 2018 / 11:44
12. November 2018 / 15:24
12. November 2018 / 13:26
12. November 2018 / 08:25
12. November 2018 / 17:09
Meistkommentiert
08. November 2018 / 13:22
09. November 2018 / 10:11
02. November 2018 / 10:57
Aktuell
12. November 2018 / 18:32
12. November 2018 / 18:25
12. November 2018 / 17:36
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...
Wettbewerb
Fussball 1. Runde UEFA-Qualifikation Rueckspiel FC Vaduz - FC Bala-Town
Zu gewinnen 3 x 2 Karten für das Spiel gegen FC Rapperswil - Jona
02.10.2018
Facebook
Top