• Adrian Gabathuler in Eschen
    Gemeindeförster Adrian Gabathuler in der Christbaumkultur Rheinau in Eschen. Am 22. Dezember können Interessierte hier ihren Baum selber schlagen.  (Daniel Schwendener)

Ein ganz besonderer Baum

Was wäre das Weihnachtsfest ohne den festlich geschmückten Weihnachtsbaum? Es wäre ganz schön ­glanzlos. Wer einen besonderen und frisch geschlagenen Baum sucht, der fährt nach Eschen und schlägt ­seinen ­Weih- nachtsbaum selbst aus der Baumzucht. Für Gemeindeförster Adrian Gabathuler ist diese Art von Weihnachtsbaumverkauf bereits zu einer Tradition geworden, die er nicht mehr missen möchte. Am 19. und 22. Dezember dürfen die Bäume ausgewählt und selbst gefällt werden.
Eschen. 

In der Christbaumkultur in Eschen werden bewusst einheimische Tannen wie Fichten, Weisstannen und ein paar wenige Nordmannstannen gehegt und gepflegt, damit sie zu stattlichen Weihnachtsbäumen heranwachsen. Seinen Baum selbst auszulesen und ihn daraufhin zu schlagen, ist für alle, die Weihnachten richtig zelebrieren, ein spannendes und wichtiges Ritual, die Weihnachtstage zu starten. «Jeweils am letzten Mittwoch und am letzten Samstag vor Heiligabend laden wir die Bevölkerung ein, sich einen Baum auszusuchen und ihn selbst zu fällen.» Das sei nicht nur ein Spass für die Erwachsenen, auch Kinder seien von dieser Tradition begeistert. In den Eschner Christbaumkulturen ist aber nicht nur kurz vor Weihnachten einiges los, auch während des Jahres müssen die Bäume kultiviert werden. «Im Frühling pflanzen wir neue Jungbäume. Sobald das Gras zu hoch ist, müssen die kleinen Bäume ausgemäht und vom Gras befreit werden.» So garantieren der Gemeindeförster und sein Team, dass der Fortbestand der Christbäume in unterschiedlichen Grössen jedes Jahr gewährleistet ist. Die eher grösseren Weih­nachtsbäume werden an die Gemeinde geliefert und auf dem Dorfplatz und in der Kirche festlich geschmückt.

200 bis 250 Bäume werden gefällt
Bereits im November werden im Forstteam auf Weihnachten hin Vorbereitungen getroffen. Es müssen Tannenzweige und Reisig für Adventskränze und Gestecke hergerichtet werden. «Am Mittwochnachmittag vor Weihnachten verkaufen wir Christbäume in der Christbaumkultur in Schaanwald und am Samstagvormittag vor Weih­nachten von bis 8 bis 14 Uhr in der Christbaumkultur Rheinau in Eschen», erklärt Gabathuler. Einige eif­rige Weihnachtsliebhaber erscheinen am Morgen schon recht früh, um ihren Baum auszusuchen. «Jedes Jahr verkaufen wir rund 200 bis 250 Bäume aus unseren Kulturen. Die Leute haben Freude, ihren eigenen Baum direkt aus dem Wald zu holen.» Damit dabei auch ein wenig weihnachtliche Stimmung aufkommt, knistert ein Feuer in einer Feuerschale. Alle Besucher dürfen sich mit Glühwein oder einer heissen Tasse Tee aufwärmen.

Weihnachten mit der Familie
Für Adrian Gabathuler ist Weihnachten eine besonders schöne und besinnliche Zeit. «Am Abend wird es früher dunkel und auch die Natur zieht sich zurück. Jede Jahreszeit ist ganz besonders in sich selbst, der Wechsel in eine andere Jahreszeit ist ganz speziell.» Weihnachten verbringt der dreifache Familienvater an Heiligabend zusammen mit seiner Frau und Familie. (lb)

01. Dez 2018 / 07:04
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