• Christine Böhmwalder Schaan 160728
    Christine Böhmwalder arbeitet gerne in Liechtenstein und pendelt dafür täglich über die Grenze.  (Daniel Ospelt)

«Umbassa ist mein Lieblingswort»

Das Arbeitsumfeld kann ganz schön auf einen abfärben, das ist auch bei Christine Böhmwalder nicht anders. Seit sie vor rund 16 Jahren von Berufs wegen in Liechtenstein gelandet ist, hat sie so manchen Dialektausdruck aufgeschnappt.
Schaan. 

«Umbassa ist mein Lieblingswort», sagt sie, «das soll Ameise bedeuten und kommt aus dem Oberland – hat man mir gesagt. Irgendwie passt dieses Wort zu mir.» So gut, dass die quirlige Vorarlbergerin ein Bild eben dieses Wortes gemalt hat, welches nun im Eingangsbereich ihres Arbeitgebers, der Agentur Leone Ming in Schaan, die Besucher begrüsst. Nicht nur das Wort «Umbassa» hat es Böhmwalder angetan: «Der Dialekt ist die Seele eines Landes. Und Liechtenstein besitzt sehr viel Seele», sagt sie und lacht. Immer wieder würde sie Ausdrücke in ihren Wortschatz aufnehmen. «Ab und zu rutscht mir in Gesprächen ein liechtensteinisches Dialektwort raus. Das sorgt bei meinen Vorarlberger Freunden natürlich immer wieder für Lacher.» Ansonsten aber, sagt sie, muss sie sich nicht mit Klischees über Liechtenstein herumschlagen, welche sich andernorts hartnäckig halten. «Zum Thema Schwarzgeldkonto etwa gab es nie irgendwelche Sprüche.» Da Vorarlberg auch sehr exportorientiert ist und ihre Freunde auch international tätig sind, «ist es gar nicht so exotisch, in Liechtenstein zu arbeiten.» Dennoch: Dass sie selbst im Fürstentum arbeiten würde, war so nicht geplant. «Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal Grenzgängerin sein werde.» 

Herziehen kein Thema 
Nach ihrer Ausbildung in Wien war Böhmwalder zunächst in verschiedenen österreichischen Agenturen tätig, bevor sie den Schritt in die Selbstständigkeit wagte und auch als Freelancerin arbeitete. «Zu dieser Zeit durfte ich bei einem grosses Projekt in Liechtenstein mitarbeiten und das hat so gut geklappt, dass ich geblieben bin», erzählt sie. Eingelebt hat sie sich in ihrer neuen beruflichen Heimat schnell: «Ich fühlte mich gleich wohl. Liechtenstein ist sehr klein und doch ist die ganze Welt hier zu Hause.» Gerne wird das vergleichsweise hohe Lohnniveau als Argument angeführt, weshalb so viele ausländische Arbeitskräfte eine Anstellung in Liechtenstein anstreben. Böhmwalder aber relativiert: «Das Geld war für mich nie ausschlaggebend. Mich haben vielmehr die Arbeit, die Möglichkeiten und die tollen Projekte gereizt, die ich in Liechtenstein verwirklichen konnte. (sl)

Lesen Sie das vollständige Porträt in der aktuellen Ausgabe des Staatsfeiertagsmagazins.

10. Aug 2016 / 14:55
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