• Timea Bacsinszky qualifiziert sich erstmals im Jahr 2018 auf der WTA-Tour für einen Halbfinal
    Timea Bacsinszky qualifiziert sich erstmals im Jahr 2018 auf der WTA-Tour für einen Halbfinal  (KEYSTONE/EPA/JOHN G. MABANGLO)

Bacsinszky in Tianjin im Halbfinal

Timea Bacsinszky steht beim WTA-Turnier in Tianjin überraschend im Halbfinal. Die 29-jährige Waadtländerin gewinnt im Viertelfinal 7:6 (7:2), 7:6 (7:5) gegen Weissrussin Aryna Sabalenka.
Tennis. 

Das war schon wieder nahe an der "alten" Timea Bacsinszky, derjenigen, die es mit Spielwitz, variantenreichem Tennis und Kampfgeist bis in die Top Ten gebracht hatte. Die letzten Monate waren für die aktuelle Nummer 329 ungemein schwierig, in der chinesischen Hafenstadt gelang ihr nun aber ein veritabler Exploit.

Obwohl Bacsinszky in beiden Sätzen früh mit einem Break in Rückstand geriet, setzte sie sich nach 2:16 Stunden durch. Sie zeigte sich dabei sehr nervenstark, wehrte im ersten Satz beim Stand von 3:5, 4:5 und 5:6 insgesamt drei Satzbälle ab und hielt im zweiten Durchgang bei 4:4 und 5:5 ihren Aufschlag nach Abwehr von je einer Breakchance. In den Tiebreaks behielt sie gegen die Aufsteigerin des Jahres aus Weissrussland, deren Chancen auf die Masters-Qualifikation durch die Niederlage deutlich gesunken sind, beide Male klar die Oberhand.

Letztmals stand Bacsinszky am French Open 2017 in einem Halbfinal auf WTA-Stufe. Nach einer Handgelenk-Operation und Verletzungssorgen mit der Wade tat sie sich in diesem Jahr sehr schwer. Aufwärtstendenz hatte sie zwar bereits mit einer Halbfinalqualifikation beim ITF-Turnier in Biarritz gezeigt. Vor den drei Erfolgen in dieser Woche in Tianjin war sie in der höheren Kategorie aber ohne Sieg geblieben.

"Es war wirklich grossartig, wie ich gegen eine Fast-Top-10-Spielerin mein Niveau und meinen Fokus behalten konnte", freute sich Bacsinszky. "Deshalb bin ich sehr stolz und glücklich über diesen Sieg."

Gegen die ungemein hart und schnell schlagende Sabalenka zeigte Bacsinszky aber wieder ihre alten Qualitäten. Die vielen Variationen passten der neun Jahre jüngeren Weissrussin, die bereits im Fed-Cup-Halbfinal vor eineinhalb Jahren gegen die Romande verloren hatte, überhaupt nicht. Im Halbfinal am Samstag gegen die topgesetzte und gross gewachsene Tschechin Karolina Pliskova (WTA 6) könnte sich ein ganz ähnliches Spiel entwickeln. Zu verlieren hat die Lausannerin nichts. Sie wird sich nach dem Hartplatzturnier in Tianjin im WTA-Ranking um knapp 100 Plätze nach vorne arbeiten. (sda)

12. Okt 2018 / 10:28
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