• Super-G-Weltmeisterin 2015: Anna Fenninger
    Super-G-Weltmeisterin 2015: Anna Fenninger  (Keystone)

Das erste Gold geht nach Österreich

Die erste Goldmedaille der 43. alpinen Ski-WM geht nach Österreich. Die Olympiasiegerin Anna Fenninger sichert sich in Beaver Creek auch den WM-Titel im Super-G. Tina Weirather verliert am Dienstagabend eine Sekunde und landet auf dem 6. Rang. Auch die Schweizerinnen gehen leer aus.
Ski alpin. 

Bereits im oberen Streckenteil handelte sich Tina Weirather einen grösseren Rückstand ein, sodass die Medallienhoffnungen buchstäblich vom Winde verweht wurden. «Ich habe das Beste aus der Situation gemacht, bin richtig gut gefahren, habe voll attackiert und kann mir nichts vorwerfen. Deshalb nehme ich das Ergebnis wie es ist, obwohl es nicht das ist, was möglich war, wenn das Rennen fair gewesen wäre», urteilte Tina Weirather spontan im Zielraum der Strecke «Raptor». «Der sechste Rang ist gut. Ich muss das Positive mitnehmen», fügte sie an. Wegen Böen war der Start zuerst verschoben und dann mehrmals kurz unterbrochen worden. Geschlagen geben mussten sich neben Weirather auch die Schweizerinnen, bei denen Lara Gut als Beste Siebte wurde.

Fotostrecke: WM Super-G Beaver Creek
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Worlds Womens Super G Skiing
Alpine Skiing World Championships 2015
Ski alpin WM Beaver Creek
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Ernst Hasler
Lindsey Vonn
Tina Maze,  Anna Fenninger, Lindsey Vonn
Tina Maze,  Anna Fenninger, Lindsey Vonn
Tina Maze

Maze knapp Zweite

Der Wind spielte einigen Fahrerinnen recht übel mit, aber am Ende standen die besten Fahrerinnen eben doch auf dem Podium. Anna Fenninger entschied ein enorm enges Rennen für sich. Mit Nummer 22 als letztgestartete der Top-Favoritinnen setzte sich die 25-jährige Salzburgerin um drei Hundertstelsekunden vor Tina Maze, die Weltmeisterin von 2013 in Schladming. Und auch Lindsey Vonn war nahe dran. Bei ihrer Heim-WM fehlten der Amerikanerin auch nur 0,15 Sekunden zu Gold. Immerhin rettete sie knapp vor der Österreicherin Cornelia Hütter noch Bronze. Somit stand zum siebenten Mal in Serie eine Amerikanerin auf dem Podest in einem WM-Super-G.

Drittes Gold für Fenninger

Anna Fenninger sicherte sich ihren dritten grossen Titel, nachdem sie 2011 in Garmisch WM-Gold in der Kombination gewonnen hatte und letztes Jahr in Sotschi Olympiasiegerin im Super-G geworden war. Im Weltcup blieb ihr in diesem Winter ein Sieg im Super-G versagt. Dreimal war sie Zweite, den Sieg hatte sie sich offensichtlich für den wichtigsten Tag aufgespart.

Schweizerinnen ohne Exploit

Die Schweizerinnen konnte ihre vermeintlich beste Chance auf einen Medaillengewinn nicht nutzen. Die Tessinerin Lara Gut belegte letztlich Rang 7, was sie als Enttäuschung werten musste. Vor allem der grosse Zeitrückstand war ungewöhnlich für eine, die im November 2013 die WM-Hauptprobe auf derselben Piste noch so dominiert hatte. Um mehr als eine Sekunde blieb die 23-jährige Tessinerin hinter dem Bronzeplatz. Lara Gut verfiel wieder in ihren alten Fehler, indem sie die Tore zu stark andriftete.

Suter mit Windpech

Fabienne Suter war einmal mehr an grossen Titelkämpfen vom Pech verfolgt. Sie erwischte schon im obersten Streckenteil eine Windböe, weshalb sie den Untergrund kaum mehr erkennen konnte. Die Innerschweizerin, die an früheren Grossanlässen zwar schon viermal in den Top 5 klassiert war, eine Medaille aber immer verpasste, blieb so chancenlos und wurde in der Rangliste durchgereicht. Fabienne Suter klassierte sich als 22. sogar noch hinter ihrer knapp 23-jährigen Teamkollegin Priska Nufer, die im Weltcup noch nie besser als 20. war. Die Obwaldnerin hielt sich als WM-Debütantin sehr beachtlich. Mit ihrem 16. Schlussrang durfte Priska Nufer als einzige Schweizerin zufrieden sein.

Weltmeisterschaften in Beaver Creek. Super-G der Frauen: 1. Anna Fenninger (Ö) 1:10,29. 2. Tina Maze (Sln) 0,03 zurück. 3. Lindsey Vonn (USA) 0,15. 4. Cornelia Hütter (Ö) 0,26. 5. Viktoria Rebensburg (De) 0,78. 6. Tina Weirather (Lie) 1,03. 7. Lara Gut (Sz) 1,28. 8. Kajsa Kling (Sd) 1,47. 9. Julia Mancuso (USA) 1,65. 10. Elena Curtoni (It) 1,68. Ferner: 16. Priska Nufer (Sz) 2,10. 22. Fabienne Suter (Sz) 2,46. (Si)

Mehr in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Liechtensteiner Vaterlands» von Mittwoch.

03. Feb 2015 / 21:01
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