• Überraschungssieg: Der 35-jährige Aargauer Florian Vogel düpiert die Konkurrenz an der EM
    Überraschungssieg: Der 35-jährige Aargauer Florian Vogel düpiert die Konkurrenz an der EM  (KEYSTONE/ANTHONY ANEX)

Überraschungssieg von Florian Vogel

Florian Vogel wird an der Mountainbike-EM in Darfo Boario überraschend Europameister im Cross-Country. Bei den Frauen wird Linda Indergand Zweite. Titelverteidigerin Jolanda Neff gibt das Rennen auf.
Mountainbike. 

Zum Abschluss der Titelkämpfe in der Lombardei bescherte Florian Vogel dem Schweizer Team die vierte Goldmedaille. Der 35-jährige Aargauer gewann im Cross-Country der Männer überraschend vor dem 36-jährigen französischen Rekordmann Julien Absalon, der sein erstes Rennen nach einem Anfang Juni erlittenen Schlüsselbeinbruch bestritt. Bronze ging an den Deutschen Manuel Fumic. Der Spanier David Vallero erlitt auf der vorletzten Runde in Führung liegend nach einem Sturz einen Defekt und fiel zurück.

Für Vogel ist es der zweite EM-Titel nach 2008. Weltcup-Seriensieger Nino Schurter verzichtete auf einen Start.

Indergands Glück, Neffs Pech

Bei den Frauen gingen die Schweizerinnen nicht leer aus, obwohl Jolanda Neff einmal mehr an einem Grossanlass vom Körper ausgebremst wurde. Derweil die im Training auf die Schulter gestürzte St. Gallerin mit starken Schmerzen aufgab, freute sich Linda Indergand über die Silbermedaille.

Die 24-jährige Urnerin profitierte in der Schlussrunde von einem Defekt der zu diesem Zeitpunkt rund eine Minute vor ihr fahrenden zweitplatzierten Französin Pauline Ferrand-Prévot. Überlegene Europameisterin wurde die Ukrainerin Jana Belomoina, die damit in die Fussstapfen von Neff trat. Bronze erbte die 44-jährige norwegische Altmeisterin Gunn-Rita Dahle Flesjaa. Zweitbeste Schweizerin war Corina Gantenbein als Fünfte, Kathrin Stirnemann folgte auf Platz 9.

Neff, die wie schon im Vorjahr an den Olympischen Spielen in Rio angeschlagene Europameisterin der letzten beiden Jahre, verlor den Wettlauf gegen die Zeit. Die St. Gallerin stieg um Rennmitte vom Sattel. Nach ihrem Sturz auf die Schulter im Training am Donnerstag verspürte sie während des Rennens zusehends Schmerzen. Schon früh konnte sie nicht mehr mit den Schnellsten mithalten.

Für Indergand, die U19-Weltmeisterin von 2011, ist EM-Silber der bisher grösste Erfolg. Im Weltcup stand sie bis dato zweimal auf dem Podest, zuletzt beim diesjährigen Saisonauftakt im tschechischen Nove Mesto. (sda)

30. Jul 2017 / 13:40
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