Chaoten zünden Barrikaden an und attackieren die Polizei
Die gfürchigsten Gestalten an Halloween tragen Schwarz. In Zürich und Basel arten unbewilligte Kundgebungen in wüsten Strassenschlachten aus. Die Chaoten liefern sich Scharmützel mit der Polizei, sie errichten Strassenbarrikaden und zünden diese auch an.
Aufgerufen zu den Protesten haben linksextreme Gruppierungen. Angelehnt an die Jugendproteste in Frankreich wurde auf mehreren Kanälen mobilisiert. Bereits da ist der Ton martialisch: «Wenn wir brennen, dann brennt diese verschissene Ordnung mit uns», heisst es in einem Post auf Instagram. «Wir haben die Nase voll - auch in der Schweiz.»
Gegen 22.30 Uhr haben sich, so die Stadtpolizei Zürich, mehrere hundert Personen vor einem Restaurant an der Langstrasse versammelt. Es werden Feuerwerkskörper und Böller gezündet. Die Stimmung schaukelt sich weiter hoch. Der Mob setzt sich in Bewegung, es eskaliert endgültig. Container, E-Bikes und Trottinetts werden zu Barrikaden aufgetürmt und angezündet.
Schaulustige behindern die Arbeit der Polizei

Die Polizei markiert Präsenz. Die Beamten werden mit Pyrotechnik, Flaschen und Steinen beworfen, wie es in der Mitteilung heisst. Und weiter: «Die Polizei setzte ihrerseits Wasserwerfer, Reizgas und Gummischrot gegen die Randalierer ein.» Auch ein Auto zünden die Chaoten an. Scheiben an einer Tramstation und von Geschäften werden versprayt und zerstört.
Mittendrin im Getümmel: Viele Schaulustige. Die Polizei konstatiert am nächsten Tag nüchtern: «Die Einsätze wurden durch zahlreiche Gaffer erschwert.» Einen anderen Einsatz sabotiert der Mob selbst: Die Polizisten wollen einem Jugendlichen helfen, der sich bei einem Unfall eine Beinverletzung zugezogen hat. Doch der Streifenwagen wird angegriffen und die Polizisten müssen sich zurückziehen. Erst mit Verzögerung kann dem jungen Mann geholfen werden.
Gegen 1.30 Uhr in der Nacht auf Sonntag beruhigt sich die Lage in Zürich.
Auch in Basel brennen die Barrikaden
Die Meldungen aus Basel lesen sich ähnlich – auch wenn die Dimensionen deutlich kleiner sind. Die Polizei rapportiert 150 Teilnehmer, die durch die Stadt ziehen. Zunächst verläuft die Demonstration friedlich, dann werden aber auch in Basel Strassen blockiert sowie Barrikaden errichtet und angezündet. «Nach einer Intervention durch die Kantonspolizei rannten die Demoteilnehmenden in den St. Johanns-Park davon», heisst es in der Mitteilung der Basler Polizei. Die Feuerwehr löscht die Feuer. Nach Mitternacht kehrt auch Basel zurück zur Normalität.
Noch nirgends beziffert ist der angerichtete Sachschaden. Ermittlungen seien aufgenommen worden, schreibt die Stadtzürcher Polizei. In Basel gibt es auch keine Meldungen über Verhaftete.

Anders in Zürich: Hier haben Fahnder zwei junge Männer festgenommen, die auf einer Baustelle «mutmasslich Wurfgegenstände» sammeln, «um diese später gegen die Polizei einsetzen zu können». Bei den 19‑ und 21‑jährigen Schweizern seien laut Mitteilung zudem Waffen und Vermummungsmaterial gefunden worden. Ebenfalls sind 18 Wegweisungen ausgesprochen worden – also Menschen von den Brennpunkten weggeschickt worden.
Die politischen Reaktionen auf die Krawallnacht lassen nicht lange auf sich warten. Die SVP Zürich fordert eine rasche Aufstockung des Polizeikorps. Zürich dürfe kein rechtsfreier Raum werden und harte Repression dürfe «kein Fremdwort sein». Auch die SP kritisiert die Krawalle «aufs Schärfste», wie es in einer Mitteilung heisst. «Offensichtlich ging es den Beteiligten nur um Sachbeschädigung und Konfrontation», lässt Oliver Heimgartner, Präsident der SP Stadt Zürich, zitieren. Dafür gebe es keinen Platz in der Stadt.
In der nationalrätlichen Sicherheitskommission wird am Montag zum wiederholten Mal über ein Verbot der Antifa-Bewegung diskutiert. Eingereicht wurden die Vorstösse nach den Ausschreitungen an der «Pro-Palästina»-Demonstration vor einem Jahr.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben








Kleines Vademecum für Kommentarschreiber
Wie ein Kommentar veröffentlicht wird – und warum nicht.
Wir halten dafür: Wer sich an den gedeckten Tisch setzt, hat sich zu benehmen. Selbstverständlich darf an der gebotenen Kost gemäkelt und rumgestochert werden. Aber keinesfalls gerülpst oder gefurzt.
Der Gastgeber bestimmt, was für ihn die Anstandsregeln sind, und ab wo sie überschritten werden. Das hat überhaupt nichts mit Zensur zu tun; jedem Kommentarschreiber ist es freigestellt, seine Meinung auf seinem eigenen Blog zu veröffentlichen.
Jeder Artikel, der auf vaterland.li erscheint, ist namentlich gezeichnet. Deshalb werden wir zukünftig die Verwendung von Pseudonymen – ausser, es liegen triftige Gründe vor – nicht mehr dulden.
Kommentare, die sich nicht an diese Regeln halten, werden gelöscht. Darüber wird keine Korrespondenz geführt. Wiederholungstäter werden auf die Blacklist gesetzt; weitere Kommentare von ihnen wandern direkt in den Papierkorb.
Es ist vor allem im Internet so, dass zu grosse Freiheit und der Schutz durch Anonymität leider nicht allen guttut. Deshalb müssen Massnahmen ergriffen werden, um diejenigen zu schützen, die an einem Austausch von Argumenten oder Meinungen ernsthaft interessiert sind.
Bei der Veröffentlichung hilft ungemein, wenn sich der Kommentar auf den Inhalt des Artikels bezieht, im besten Fall sogar Argumente anführt. Unqualifizierte und allgemeine Pöbeleien werden nicht geduldet. Infights zwischen Kommentarschreibern nur sehr begrenzt.
Damit verhindern wir, dass sich seriöse Kommentatoren abwenden, weil sie nicht im Umfeld einer lautstarken Stammtischrauferei auftauchen möchten.
Wir teilen manchmal hart aus, wir stecken auch problemlos ein. Aber unser Austeilen ist immer argumentativ abgestützt. Das ist auch bei Repliken zu beachten.
Wenn Sie dieses Vademecum nicht beachten, ist das die letzte Warnung. Sollte auch Ihr nächster Kommentar nicht diesen Regeln entsprechen, kommen Sie auf die Blacklist.
Redaktion Vaterland.li
Diese Regeln haben wir mit freundlicher Genehmigung von www.zackbum.ch übernommen.