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Unerwarteter Geldsegen für Kleingemeinde

Plötzlich reicht: Ein hoher Lottogewinn eines Bürgers oder einer Bürgerin hat der kleinen Gemeinde Rümligen BE rund 8,9 Mio. Franken Sondersteuereinnahmen in die Kasse gespült. Geld, über das sich auch die Nachbargemeinde freuen dürfte.
Ein Lottogewinn hat der kleinen Berner Gemeinde Rümligen einige Millionen Franken in die Kasse gespült. (Themenbild)
Ein Lottogewinn hat der kleinen Berner Gemeinde Rümligen einige Millionen Franken in die Kasse gespült. (Themenbild)

Am kommenden Montag entscheiden nämlich die Gemeindeversammlungen von Rümligen und der Nachbargemeinde Riggisberg über eine Fusion.

Bei aller Freude über das unerwartete finanzielle Polster befürchten die Gemeindepräsidenten, dass das viele Geld den Rümliger Fusionsgegnern Auftrieb geben könnte. "Es liegt nahe, dass der Lottogewinn zu reden geben wird", wird der Rümliger Gemeindepräsident Martin Studer (SP) auf dem Onlineportal der "Berner Zeitung" zitiert.

Wegen des Geldes auf eine Fusion zu verzichten "wäre sehr kurzfristig gedacht", pflichtete ihm sein Riggisberger Amtskollege Michael Bürki (SVP) bei.

In der Botschaft zur Gemeindeversammlung heisst es denn auch: "Die Fusionsabklärungen zwischen den zwei Gemeinden wurden nicht aus finanziellen Überlegungen heraus aufgenommen. Die Vorteile einer Fusion liegen für Rümligen hauptsächlich bei der Besetzung politischer Ämter, bei der Suche nach geeignetem Kaderpersonal und der Sicherstellung der Stellvertretungen in der Gemeindeverwaltung sowie dem Erhalt des Schulhauses. Die Hauptprobleme der Gemeinde Rümligen werden durch den Geldsegen somit nicht gelöst."

Hingegen dürfen sich die Einwohner wohl auf eine Steuersenkung freuen. Die Gemeinde Rümligen hatte bisher ein Jahresbudget von rund 1,7 Mio. Franken, die grössere Nachbargemeinde Riggisberg kam auf 19 Mio. Franken.

Mit einer allfälligen Fusion entstünde im Gürbetal vor den Toren Berns eine Gemeinde mit rund 3000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Rümligen, besser gesagt das Schloss Rümligen, war der Wohnort von Elisabeth de Meuron-von Tscharner, besser bekannt als "Madame de Meuron".

Auch Riggisberg hatte prominente Einwohner. Die Gemeinde war die Wahlheimat der Industriellenfamilie Werner und Margaret Abegg. Sie sind die Gründer der Abegg-Stiftung, die heute weltweiten Ruf als Institut für die Sammlung, Erhaltung und Erforschung historischer Textilien geniesst. (sda)

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