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Sommaruga: Die Schweiz "verhäbt"

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hat in ihrer offiziellen Radio- und Fernseh-Ansprache zum 1. August den Schweizerinnen und Schweizern für ihre Solidarität und Unterstützung gedankt. Die Bewältigung der Coronakrise habe ihr gezeigt, dass die Schweiz "verhäbt".
"Die Schweiz verhäbt", stellte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga in ihrer offiziellen Radio- und Fernsehansprache fest. Sie dankte der Bevölkerung für die Solidarität der letzten Monate.
"Die Schweiz verhäbt", stellte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga in ihrer offiziellen Radio- und Fernsehansprache fest. Sie dankte der Bevölkerung für die Solidarität der letzten Monate.

"Wenn es darauf ankommt, sind wir mehr als 26 Kantone und achteinhalb Millionen Einwohnerinnen und Einwohner", resümierte Sommaruga die Solidarität und Hilfsbereitschaft der letzten Monate angesichts der Corona-Pandemie.

Besonders berührt habe sie der Brief eines Bergbauern, den sie in den letzten Wochen erhalten habe. Ins Couvert habe er einen Teil seiner AHV-Rente gelegt. Die Krise habe alle getroffen, Solidarität sei gefragt, schrieb er dazu. Das Geld sei mittlerweile bei jenen, die es nötig hätten, so Sommaruga.

Genau wie der Bergbauer haben es laut Sommaruga viele Menschen im Land gemacht. Sie hätten einander unterstützt. Dafür möchte sie am heutigen Tag danke sagen. All jenen, die dafür gesorgt hätten, dass das Land trotz Corona nie stillgestanden sei.

Zuverlässige Nachbarn sind wichtig

Auch in dieser schwierigen Situation habe sich gezeigt: "Die Schweiz verhäbt. Sie hält Stand und hält zusammen." Es habe immer genügend Strom gegeben, der Müll sei zuverlässig weggeräumt worden, die Schulen hätten sich neu organisiert, der Bund habe zu den Betrieben geschaut und auch Gemeinden und Kantone seien da gewesen.

Dass der Austausch nie abgerissen sei, sowohl zwischen Nachbarn als auch zwischen der Schweiz und ihren Nachbarstaaten, sei wichtig gewesen, sagte Sommaruga. "Wir brauchen unsere Nachbarn im Quartier, und wir brauchen gute und stabile Beziehungen zu unseren europäischen Nachbarn. Heute und in Zukunft."

Die Bundespräsidentin mahnte angesichts steigender Corona-Infektionszahlen weiter zur Vorsicht im Alltag. Nur gemeinsam lasse sich eine erneute Ausbreitung des Virus stoppen, dies hätten die letzten Monate gezeigt, und das mache Mut. (sda)

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