Jetzt purzeln die Allzeit-Rekorde: Das sind die höchsten je gemessenen Temperaturen
Die Hitzewelle hat die Schweiz weiter fest im Griff. Um 14.10 Uhr war es dann soweit: Ein erster Allzeitrekord fiel. In Basel/Binningen wurden 39,7 Grad gemessen. Etwas später kam dann ein weiterer Rekord dazu: Noch nie wurde auf dem Le Moléson auf fast 2000 Metern eine höhere Temperatur gemessen als heute. Das Thermometer zeigte dort 27,4 Grad an.
Allzeit-Hitzerekorde vermeldeten bis zum Abend schliesslich zehn weitere Messstationen: Aarau (38,6 Grad), Zürich-Affoltern (37,5), Aadorf (36,8), Ebnat-Kappel (35,6), Glarus (35,7), Andermatt (30,1), Kloten (38,3), Wädenswil (36,4), Hörnli (32,3) und Schaffhausen (37,9 Grad).
Im Juli wurde vor heute nur ein einziger Allzeitrekord gebrochen. Am 8. Juli wurde es in Magadino / Cadenazzo im Kanton Tessin 37,3 Grad heiss. Die Maximaltemperaturen stellen sich je nach Ortschaft zwischen 13 und 18 Uhr ein.
Bereits während der Hitze im Juni wurden in der Schweiz an diversen Messstationen neue Allzeitrekorde aufgestellt. Am heissesten wurde es dabei am 27. Juni in Basel (Binningen) mit 39 Grad.
Nach modernen Messmethoden wurde die heisseste je in der Schweiz gemessene Temperatur übrigens in Grono im Kanton Graubünden gemessen. Während des Jahrhundertsommers am 11. August 2003 wurden hier 40,5 Grad gemessen. Es war das erste und einzige Mal, dass eine Messstation in der Schweiz eine Temperatur von über 40 Grad mass. Der älteste noch geltende Temperaturrekord wurde am 29. Juli 1947 in Luzern aufgestellt. Damals zeigte das Thermometer 36,8 Grad an.
So geht es weiter
Die aktuelle Hitzewelle verdanken wir einem Hochdruckrücken und einer südwestlichen Höhenströmung. Diese bringt sehr heisse Luft in die Schweiz. «Doch die rekordverdächtigen Temperaturen sind nur eine Seite der Medaille», schreibt MeteoNews in einer Mitteilung.
Denn zu den hohen Temperaturen gesellt sich am Nachmittag zudem starker Wind dazu. «Böen von 50 bis 80 Kilometern pro Stunde sind dabei durchaus möglich», schreibt der Wetterdienst. Und weiter: «Tückisch ist dabei vor allem das Überraschungspotenzial.»
Besonders im Wald oder unter Bäumen ist heute Nachmittag Vorsicht geboten. Die Trockenheit hat viele Bäume geschwächt, bei starken Winden können hier Äste abbrechen und zu Boden stürzen. Am Freitag gesellen sich kräftige Gewitter dazu.
So wird der 1. August
Am Freitag gesellen sich kräftige Gewitter dazu. «Lokal ist mit heftigem Starkregen, Hagel und Sturmböen zu rechnen», schreibt MeteoNews. Auch hier ist wieder Vorsicht geboten, denn das Wetter kann in kürzester Zeit komplett umschlagen.

Am Schweizer Nationalfeiertag gehen die Maximaltemperaturen nochmals deutlich zurück. Verbreitet wird es um die 30 Grad, im Süden teilweise etwas wärmer. Darüber hinaus erleben wir am Samstag typisches «Tagesgangwetter», wie der Wetterdienst schreibt.
Gemeint ist damit ein sonniger Vormittag, am Nachmittag bilden sich vermehrt Quellwolken und bis zum Abend kann es lokal auch zu einzelnen Schauern kommen. Wer also ein Grillfest plant, sollte damit eher früher denn später beginnen.
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