Schwimmen vom ersten Atemzug an: Jungtier bei den Seehunden In Bern
Nach einer Tragzeit von rund 11 Monaten hat die Seehündin «Purina» im Tierpark Bern am 28. Juli 2026 ein Jungtier zur Welt gebracht. Mutter und Junges sind wohlauf. Seehundjungtiere können buchstäblich vom ersten Atemzug an schwimmen und tauchen.
Das Muttertier und ihr Junges wurden vorerst von der restlichen Gruppe separiert, um eine ruhige Bindungsphase zu ermöglichen. Beide Tiere sind gesund und munter. Es ist das 6. Jungtier von «Purina», allerdings das erste nach einer Pause von 10 Jahren.
Fettreiche Muttermilch als Überlebensvorteil
Die Seehundmutter wird ihr Jungtier rund 5 Wochen lang säugen. Die Milch von Seehunden gehört mit bis zu 50 Prozent Fettanteil zu den fettreichsten im gesamten Tierreich. Dank dieser Energiedichte dürfte das Jungtier sein Geburtsgewicht von rund 9 kg innerhalb der Säugezeit verdreifachen. Die fettreiche Milch ermöglicht so ein extrem schnelles Wachstum und hilft dem Jungtier, rasch eine isolierende Fettschicht aufzubauen – um sich vor den kühlen Wassertemperaturen zu schützen.
Schwimmen und Tauchen ab der Geburt – eine Frage des Überlebens
Seehunde kommen an Stränden und Sandbänken zur Welt – Lebensräumen, die den Gezeiten unterworfen sind. Steigt die Flut, während die Mutter mit ihrem frisch geborenen Jungtier auf einer Sandbank ruht, bleibt keine Zeit zum Lernen: Das Jungtier kann daher von der ersten Stunde an schwimmen und tauchen, sonst würde es im steigenden Wasser ertrinken. Diese angeborene Fähigkeit ist eine direkte Anpassung an den Lebensraum zwischen Land und Meer.
Warum man Seehund-Jungtiere «Heuler» nennt
Muttertiere und ihre Jungen verständigen sich über laute, klagende Rufe, wenn sie kurzfristig getrennt sind, etwa weil das Muttertier zur Nahrungssuche ins Wasser muss. Dieses charakteristische Heulen hat den Jungtieren den Namen «Heuler» gebracht (englisch: «Howler»).
Sobald das Jungtier nicht mehr gesäugt wird, verlässt das Muttertier es. In der Natur müssen die Jungtiere nun selbständig Fische fangen lernen – wegen der Überfischung gelingt das heutzutage vielen nicht rechtzeitig, was als häufigste Todesursache bei Heulern gilt. In sogenannten Heuler-Stationen nimmt man sich dieser Jungtiere an.
Die Seehunde im Tierpark Bern sind Teil des neu gegründeten Europäischen Zuchtbuchs (EEP), das vom Zoo «Bio-Topia Fort-Mardyck» in Frankreich geführt wird, wie der Tierpark bern weiter schreibt.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben





Kleines Vademecum für Kommentarschreiber
Wie ein Kommentar veröffentlicht wird – und warum nicht.
Wir halten dafür: Wer sich an den gedeckten Tisch setzt, hat sich zu benehmen. Selbstverständlich darf an der gebotenen Kost gemäkelt und rumgestochert werden. Aber keinesfalls gerülpst oder gefurzt.
Der Gastgeber bestimmt, was für ihn die Anstandsregeln sind, und ab wo sie überschritten werden. Das hat überhaupt nichts mit Zensur zu tun; jedem Kommentarschreiber ist es freigestellt, seine Meinung auf seinem eigenen Blog zu veröffentlichen.
Jeder Artikel, der auf vaterland.li erscheint, ist namentlich gezeichnet. Deshalb werden wir zukünftig die Verwendung von Pseudonymen – ausser, es liegen triftige Gründe vor – nicht mehr dulden.
Kommentare, die sich nicht an diese Regeln halten, werden gelöscht. Darüber wird keine Korrespondenz geführt. Wiederholungstäter werden auf die Blacklist gesetzt; weitere Kommentare von ihnen wandern direkt in den Papierkorb.
Es ist vor allem im Internet so, dass zu grosse Freiheit und der Schutz durch Anonymität leider nicht allen guttut. Deshalb müssen Massnahmen ergriffen werden, um diejenigen zu schützen, die an einem Austausch von Argumenten oder Meinungen ernsthaft interessiert sind.
Bei der Veröffentlichung hilft ungemein, wenn sich der Kommentar auf den Inhalt des Artikels bezieht, im besten Fall sogar Argumente anführt. Unqualifizierte und allgemeine Pöbeleien werden nicht geduldet. Infights zwischen Kommentarschreibern nur sehr begrenzt.
Damit verhindern wir, dass sich seriöse Kommentatoren abwenden, weil sie nicht im Umfeld einer lautstarken Stammtischrauferei auftauchen möchten.
Wir teilen manchmal hart aus, wir stecken auch problemlos ein. Aber unser Austeilen ist immer argumentativ abgestützt. Das ist auch bei Repliken zu beachten.
Wenn Sie dieses Vademecum nicht beachten, ist das die letzte Warnung. Sollte auch Ihr nächster Kommentar nicht diesen Regeln entsprechen, kommen Sie auf die Blacklist.
Redaktion Vaterland.li
Diese Regeln haben wir mit freundlicher Genehmigung von www.zackbum.ch übernommen.