Tiefster August-Pegel seit 1930: Rund um die Insel Werd fällt das Ufer trocken
Am Untersee werden die Folgen der wochenlangen Hitze und ausbleibenden Niederschläge immer sichtbarer. Wo sonst Wasser ist, kommen derzeit Kies, Sand und Sedimente zum Vorschein.
Besonders eindrücklich zeigt sich die Situation derzeit im Gebiet der Insel Werd bei Eschenz und Stein am Rhein. Aktuelle Drohnenaufnahmen vom Dienstag zeigen grossflächig trocken gefallene Ufer- und Flachwasserbereiche rund um die Insel.
25 Zentimeter unter bisherigem August-Tief
Das Niedrigwasser erreicht damit für die Jahreszeit aussergewöhnliche Dimensionen. An der Messstation des Bundesamts für Umwelt in Berlingen lag der Wasserstand des Untersees zuletzt bei rund 394,37 Metern über Meer, wie BRK News in einer Mitteilung schreibt.
Damit liegt der Pegel rund 25 Zentimeter unter dem bisherigen August-Tiefstwert der offiziellen Vergleichsperiode von 1930 bis 2025. Dieser wurde laut BRK News am 17. August 2022 mit 394,62 Metern über Meer gemessen. Seit mindestens 1930 stand der Untersee in einem August somit nie tiefer.
Historisch sind am Untersee zwar ähnlich tiefe oder sogar noch tiefere Wasserstände bekannt. Diese wurden gemäss BRK News allerdings vor allem während des Winterhalbjahres gemessen. Dass der Pegel bereits im Hochsommer ein derart tiefes Niveau erreicht, macht die derzeitige Situation aussergewöhnlich. (sae)
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