Ehemaliger SVP-Nationalrat Hans Egloff verstorben
Der Hauseigentümerverband (HEV) des Kantons Zürich vermeldete am Montag, dass sein Präsident Hans Egloff verstorben sei. Der HEV schreibt in einer Mitteilung: «Der erfahrene, prägnante Politiker, Rechtsanwalt und Vorkämpfer für die Anliegen der Wohn- und Grundeigentümer ist in seinem 66. Altersjahr unerwartet verstorben.»

Egloff sass von 2011 bis 2019 für die SVP im Nationalrat und hatte von 2012 bis 2024 das Präsidium des nationalen Hauseigentümerverbands inne: «Hans Egloff war eine prägende Persönlichkeit für den Hauseigentümerverband – sowohl auf kantonaler als auch auf nationaler Ebene», schreibt der Verband weiter.
Und weiter: «Der unerwartete Tod von Hans Egloff trifft den HEV Kanton Zürich. Seiner Gattin, seiner Familie und seinem nächsten Umfeld sprechen wir unser Beileid aus.»
Hans Egloff war ab 1995 Kantonsrat. Mit 17 Jahren hatte er die Junge SVP Schweiz mitgegründet. «Ich war von Kindsbeinen an ein politischer Mensch», sagte Hans Egloff 2011 zur Limmattaler Zeitung. Von 1998 bis 2004 war er zudem Präsident der SVP Bezirk Dietikon
1996 übernahm Egloff das Präsidium des Hauseigentümerverbands Birmensdorf-Uitikon-Aesch und war Vorstandsmitglied des Limmattaler Regionalverbands. Seit 1997 war Hans Egloff Vorstandsmitglied des HEV Kanton Zürich und seit 1999 dessen Präsident. 2004 wurde er zudem in den Vorstand des HEV Schweiz gewählt, ehe er 2012 dessen Präsident wurde.
Hans Egloffs Werdegang vom Lehrer zum Anwalt
Hans Egloff war Primarlehrer, unter anderem in Geroldswil ZH, bevor er an der Universität Zürich Rechtswissenschaften studierte. Egloff war bei einer Schlichtungsbehörde für Mietsachen, am Bezirksgericht Horgen und am Geschworenengericht des Kantons Zürich tätig und von 1991 bis 1998 Bezirksrichter in Zürich. Ab 1998 arbeitete er als Rechtsanwalt in seiner eigenen Kanzlei «Egloff & Partner». 2014 gründete er mit Partnern die Anwaltskanzlei «Beelegal Bösiger Engel Egloff», wo er bis zuletzt tätig war. Die Firma ist auch Trikotsponsor des FC Zürich.
Egloff gehörte von 1995 bis 2011 dem Kantonsrat und von 2011 bis 2019 dem Nationalrat an, wo er als Mitglied der Kommission für Rechtsfragen sowie der Kommission für Wirtschaft und Abgaben etliche wichtige Geschäfte mitprägte. Zudem war er Verwaltungsratspräsident der Limmattalbahn AG und schrieb über 20 Jahre lang die Ratgeber-Kolumne «Fragen zum Recht» für die Limmattaler Zeitung.
Hans Egloff ist in Aesch ZH aufgewachsen, wo er auch wohnte. Sein Vater war Kurt Egloff, der 2019 verstorben ist. Dieser arbeitete zuerst ebenfalls als Lehrer, zudem war er auch politisch sehr engagiert. Er war unter anderem Gemeindepräsident von Aesch ZH, Bezirksrat und Kantonsrat und schliesslich von 1982 bis 1990 Stadtrat von Zürich. Er war das letzte SVP-Mitglied im Zürcher Stadtrat. Auch Kurt Egloff war längere Zeit im Vorstand des HEV tätig, zudem arbeitete er als Geschäftsführer des kantonalen Gewerbeverbands.
In einer Mitteilung vom Montagabend drückt auch die SVP Kanton Zürich ihre tiefe Trauer aus: Mit Hans Egloff verliere die Zürcher SVP «einen profilierten Politiker, einen engagierten Weggefährten und eine prägende Stimme für das Privateigentum». Über Jahrzehnte habe er sich auf kantonaler und nationaler Ebene «mit Sachverstand, klaren Überzeugungen und grossem Engagement für seine politischen Anliegen eingesetzt».
«Sein Tod hinterlässt eine schmerzliche Lücke. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren», wird Kantonsrat Domenik Ledergerber, Präsident der SVP Kanton Zürich, in der Mitteilung zitiert. Die SVP sei, so heisst es weiter, Hans Egloff «für seinen langjährigen Einsatz und seine Verbundenheit mit der Partei zutiefst dankbar». Seiner Gattin, seiner Familie und allen, die ihm nahestanden, spreche die Partei ihr herzliches Beileid aus. (jk/deg)
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