«Hätte gut sein können, dass sich das Feuer ausbreitet»: Glück im Unglück in Bazenheid
Die Glut einer einzelnen Zigarette setzte eine Wiese in Bazenheid in Brand. Am Dienstag bemerkten Armeeangehörige zwischen der Eichbüelstrasse und der Spelterinistrasse Rauch. Ihre Meldung ging kurz vor 20 Uhr bei der Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen ein, wie die Kantonspolizei meldet.
«Wir haben keine hundertprozentige Klarheit, ob die Zigarette den Brand ausgelöst hat», sagt Simon Anderhalden, Polizeisprecher der Kantonspolizei. Nach dem Brand fand die Polizei auf der Wiese jedoch Abfallsäcke mit Getränkedosen und Zigarettenstummeln, die auf diese Brandursache hindeuten.
Kann zur Anzeige führen
Anderhalden sagt, dass glühende Zigaretten während der derzeitigen Dürrephase eine grosse Gefahr darstellen. Diese werde von vielen jedoch unterschätzt. So lösten Raucherinnen und Raucher oft unbewusst Brandgefahr aus. Die Kantonspolizei bemühe sich stets, auf das Brandrisiko aufmerksam zu machen.
Hätte man die Person im Falle des Brands in Bazenheid ertappt, wie sie eine glühende Zigarette wegschnippt und das Feuer entfacht, hätte ihr vermutlich eine Anzeige gedroht. «Es ist dann keine Diskussion mehr, ob es sich um eine Gefährdung handelt», sagt Anderhalden. Das einzig richtige Vorgehen sei, die Zigarette auszudrücken und im Aschenbecher zu entsorgen.
Brand hätte übergreifen können
Der Rauch wurde von Armeeangehörigen entdeckt. Als die Feuerwehr am Standort ankam, hatte die Armee die Flammen durch Austreten schon grösstenteils ersticken können, sagt der Kommandant der Feuerwehr Kirchberg-Lütisburg, Raphael Holenstein. Nach den Löscharbeiten wässerte die Feuerwehr das abgebrannte Feld, damit sich keine Glut ausbreiten kann.
Für solche Fälle habe die Feuerwehr einen Wassertank an ein kleineres Pick-Up-Fahrzeug montiert. So könnten sie jeden Ort gut erreichen und schon in der Entstehungsphase eines Brands eingreifen.

«Es hätte durchaus sein können, dass sich das Feuer ausbreitet», sagt Holenstein. Hätten die Armeeangehörigen nicht so schnell eingegriffen, hätte das Feuer auf naheliegende Bäume und Gebüsche übergreifen können. Dass der Brand auch auf ein Wohnhaus übergegriffen hätte, sei jedoch eher unwahrscheinlich.
Ein kleiner Funke löst grosse Brände aus
Bei einer Trockenheit wie dieser breitet sich ein Bodenfeuer unkontrolliert aus. «Momentan kann jeder Zigarettenstummel ein Feuer entfachen», sagt auch Holenstein.
Aufgrund der Trockenheit wurde am 17. Juli ein kantonales Feuerverbot ausgesprochen. Bereits kleine Funken können einen grossflächigen Brand entfachen. Vergangene Woche musste auch in Ermenswil die Feuerwehr wegen eines Waldbrands ausrücken. Die Ursache des Feuers ist jedoch noch ungeklärt.
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