Generationenwechsel: Langjähriger ZAB-Geschäftsführer Claudio Bianculli tritt ab
Beim Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) kommt es zu einem Wechsel an der Spitze: Claudio Bianculli, seit 2006 Vorsitzender der Geschäftsleitung und insgesamt 32 Jahre in der Führung des Verbands tätig, gibt die operative Leitung per 1. Juli 2026 ab. So heisst es in einer Mitteilung des Zweckverbands.
An der Delegiertenversammlung vom 7. Mai wurde über die Nachfolge informiert sowie die Jahresrechnung 2025 verabschiedet.
ZAB trägt seine Handschrift
Bianculli prägte den ZAB über Jahrzehnte hinweg und bleibt dem Verband erhalten. Künftig verantwortet er den Bereich «Markt und Kunden» und begleitet weiterhin zentrale Projekte, darunter die Phosphorrückgewinnung, den Ausbau des Fernwärmenetzes sowie die Weiterentwicklung der Deponie Burgauerfeld.
Sein Nachfolger wird gemäss MItteilung der 37-jährige Benjamin Braunmiller. Der Maschinenbauingenieur war zuletzt in einem Ostschweizer Industrieunternehmen tätig, wo er unter anderem in der Produktentwicklung sowie in leitenden Funktionen arbeitete. Mit der Neuorganisation der Geschäftsleitung verbindet der Verband einen Generationenwechsel.
Jahresrechnung mit Überschuss
Die Delegierten genehmigten an der Versammlung sowohl die Jahresrechnung als auch den Geschäftsbericht 2025. Der ZAB schliesst das Geschäftsjahr mit einem Ertragsüberschuss von 5,3 Millionen Franken ab. Zum Ergebnis trugen insbesondere die verarbeiteten Mengen bei. Der Überschuss soll zur Vorfinanzierung laufender und geplanter Investitionen eingesetzt werden.
Der ZAB ist für die Entsorgung und Verwertung von Siedlungs-, Industrie- und Gewerbeabfällen sowie von Klärschlämmen zuständig. Im Jahr 2025 wurden in den Anlagen in Bazenheid rund 187’000 Tonnen Abfälle und Schlämme verarbeitet.
Ergänzend verwies der Verband auf die wachsende Bedeutung der Abfallverwertung für die Energieversorgung der Region. Mit der Kombination aus thermischer Behandlung, Stromproduktion und Wärmeauskopplung leistet der ZAB einen Beitrag zur lokalen Versorgungssicherheit. Die laufenden Investitionen in Infrastruktur und Effizienz seien vor diesem Hintergrund ein zentraler Bestandteil der Weiterentwicklung, insbesondere mit Blick auf steigende Anforderungen an Ressourcennutzung und Klimaverträglichkeit.
Investitionen in Energieinfrastruktur geplant
Ein Schwerpunkt im vergangenen Jahr lag auf der Planung des Ersatzes der bestehenden 20-bar-Turbine. Das Projekt ist mit dem Bau einer neuen Wärmezentrale verbunden, die mehrere Wärmenetze versorgen soll. Ziel ist laut Mitteilung, die Energieausbeute zu erhöhen und die Stromproduktion aus der vorhandenen Dampfmenge zu steigern.
Mit dem Bau des neuen Energiegebäudes wurde im Spätsommer 2025 begonnen. Die Arbeiten verlaufen laut ZAB planmässig. Ab Oktober 2026 soll die Anlage Wärme an die neuen Netze in Wil und Jonschwil liefern.

Im Zusammenhang mit den Bauarbeiten entsteht zudem eine Tiefgarage mit Ladeinfrastruktur für eine künftige Elektrofahrzeugflotte. Der Bau begann im Februar 2026 und ist auf ein Jahr angelegt.
Roadshow feiert 60 Jahre ZAB
Der ZAB besteht seit 60 Jahren. Das Jubiläum soll genutzt werden, um die Tätigkeit des Verbands und seine Rolle in der regionalen Abfall- und Ressourcenwirtschaft darzustellen. Geplant sind verschiedene Veranstaltungen, darunter eine Roadshow durch die 33 Verbandsgemeinden sowie ein Tag der offenen Tür am 22. Mai 2027.

Der Verband will damit Einblicke in seine Arbeit geben und den Austausch mit der Bevölkerung und den Gemeinden fördern. (pd)
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