Wagner AG in Waldstatt schliesst definitiv – Produktion läuft länger als geplant
Die Wagner AG in Waldstatt hat das Konsultationsverfahren mit ihren Mitarbeitenden am 9. Oktober abgeschlossen. Dabei seien keine Vorschläge eingegangen, welche die geplanten Massnahmen hätten ändern können, teilt das Unternehmen mit. Damit setzt die Firma den Plan um, den sie am 23. September angekündigt hatte: Die Geschäftsaktivitäten werden schrittweise an verschiedene Industriepartner übertragen, anschliessend wird die Wagner AG im Rahmen des Nachlassverfahrens geordnet liquidiert. Einzelne Schritte müssen noch vom Gericht und später von den Gläubigern genehmigt werden.
Laut Medienmitteilung konnte trotz Sanierungsbemühungen und Gesprächen mit Investoren keine tragfähige Lösung für eine Weiterführung gefunden werden. Als Gründe nennt das Unternehmen die schwache Nachfrage, Überkapazitäten, den internationalen Konkurrenzdruck und die Bedingungen für die Industrieproduktion in der Schweiz.
Mehr Bestellungen, längere Übergangsfrist
Etwas Aufschub gibt es dennoch: Seit der Ankündigung im September haben mehrere Kunden weitere Bestellungen platziert. Mit Zustimmung des Sachwalters soll deshalb bis Ende März 2027 weiterproduziert werden – in grösserem Umfang als ursprünglich geplant. Dadurch können mehr Mitarbeitende während einer Übergangsphase weiterbeschäftigt werden.
Betroffen sind insgesamt 69 Arbeitsplätze. Die Kündigungen erfolgen gestaffelt. Ein freiwilliger Sozialplan sieht unter anderem Unterstützung bei der Stellensuche, persönliche Beratung und die aktive Vermittlung an Partnerfirmen vor.
«Die definitive Schliessung unseres Familienunternehmens ist für uns ein ausserordentlich schmerzhafter Schritt», wird CEO und Mitinhaber Silvan Halter zitiert. Die zusätzliche Zeit wolle man nutzen, um die Kundenprojekte sorgfältig zu übergeben und möglichst viele Mitarbeitende bei der Suche nach einer neuen Stelle zu unterstützen. (pd/ame)
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