Der Japankäfer erreicht die Vorarlberger Grenze
Im Landkreis Lindau wurden in den vergangenen Wochen mehrere Japankäfer entdeckt, wie das Newsportal «ORF.at» berichtet. Die bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft hat daraufhin zwei Gebiete unter Quarantäne gestellt. Das bedeutet, dass rund um die Fundstelle im Umkreis von fünf Kilometern eine Befallszone eingerichtet wird. Da die Japankäfer in der Nähe der Vorarlberger Grenze gefunden wurden, betrifft es auch die Gemeinde Hörbranz sowie Teile des Gemeindegebietes Lochau.
Einschränkungen während der Flugsaison
Laut EU-Recht gilt in Befallszonen während der Flugsaison vom 1. Juni bis 30. September ein Grünschnitt-Verbringungs-Verbot. Der Grünschnitt, etwa vom Rasenmähen, muss bis auf fünf Zentimeter zerhäckselt werden, ehe er die Befallszone verlassen darf. Auch Bodenaushub darf nicht aus der Zone gebracht werden, da der Japankäfer seine Eier bis zu 30 Zentimeter in den Boden legt. Diese Regel gilt ganzjährig.
Die Nutzung des Bodens als Humus auf demselben Grundstück ist aber erlaubt. Ausnahmen nach Schweizer Vorbild gibt es auch für Flächen, über die während der Flugzeit eine Plane gespannt wurde, um so die Eierablegung zu verhindern. Die Allgemeinverfügung in Deutschland gilt ab Freitag. Vorarlberg muss mit einer Verordnung nachziehen, wie es heisst. Diese muss zwei Wochen in Begutachtung gehen, ehe sie in Kraft tritt – nur wenige Tage vor Ende der Japankäfer-Flugsaison.
Schweiz als Vorbild
Im Kanton St.Gallen und im Fürstentum Liechtenstein sind solche Regelungen bereits seit Längerem in Kraft. So gilt in Liechtenstein sowie im angrenzenden Raum Buchs seit dem 19. August eine Verordnung, die den Bestand der invasiven Käfer eindämmen soll. In einem Umkreis von einem Kilometer um einen Käferfundort dürfen beispielsweise keine Grünflächen mehr bewässert werden. Ausserdem muss das Schnittgut richtig – bei der Verwertungsanlage Buchs – entsorgt werden. Pflanzen mit Wurzelballen oder in Töpfen dürfen nicht aus der Befallszone hinausgebracht werden. Für Bodenaushub gilt die gleiche Regelung wie in EU-Befallszonen: Oberflächenschichten bis zu 30 cm dürfen nicht aus dem Befallsherd transportiert werden. (red)
Ursprünglich stammt der Japankäfer aus Ostasien und zählt in Europa sowie in Nordamerika zu den invasiven Schädlingen. Für Menschen ist das Tier ungefährlich. Die Larven und erwachsenen Käfer können aber erhebliche Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen, Obst- und Zierpflanzen sowie Grünflächen verursachen.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben





Kleines Vademecum für Kommentarschreiber
Wie ein Kommentar veröffentlicht wird – und warum nicht.
Wir halten dafür: Wer sich an den gedeckten Tisch setzt, hat sich zu benehmen. Selbstverständlich darf an der gebotenen Kost gemäkelt und rumgestochert werden. Aber keinesfalls gerülpst oder gefurzt.
Der Gastgeber bestimmt, was für ihn die Anstandsregeln sind, und ab wo sie überschritten werden. Das hat überhaupt nichts mit Zensur zu tun; jedem Kommentarschreiber ist es freigestellt, seine Meinung auf seinem eigenen Blog zu veröffentlichen.
Jeder Artikel, der auf vaterland.li erscheint, ist namentlich gezeichnet. Deshalb werden wir zukünftig die Verwendung von Pseudonymen – ausser, es liegen triftige Gründe vor – nicht mehr dulden.
Kommentare, die sich nicht an diese Regeln halten, werden gelöscht. Darüber wird keine Korrespondenz geführt. Wiederholungstäter werden auf die Blacklist gesetzt; weitere Kommentare von ihnen wandern direkt in den Papierkorb.
Es ist vor allem im Internet so, dass zu grosse Freiheit und der Schutz durch Anonymität leider nicht allen guttut. Deshalb müssen Massnahmen ergriffen werden, um diejenigen zu schützen, die an einem Austausch von Argumenten oder Meinungen ernsthaft interessiert sind.
Bei der Veröffentlichung hilft ungemein, wenn sich der Kommentar auf den Inhalt des Artikels bezieht, im besten Fall sogar Argumente anführt. Unqualifizierte und allgemeine Pöbeleien werden nicht geduldet. Infights zwischen Kommentarschreibern nur sehr begrenzt.
Damit verhindern wir, dass sich seriöse Kommentatoren abwenden, weil sie nicht im Umfeld einer lautstarken Stammtischrauferei auftauchen möchten.
Wir teilen manchmal hart aus, wir stecken auch problemlos ein. Aber unser Austeilen ist immer argumentativ abgestützt. Das ist auch bei Repliken zu beachten.
Wenn Sie dieses Vademecum nicht beachten, ist das die letzte Warnung. Sollte auch Ihr nächster Kommentar nicht diesen Regeln entsprechen, kommen Sie auf die Blacklist.
Redaktion Vaterland.li
Diese Regeln haben wir mit freundlicher Genehmigung von www.zackbum.ch übernommen.