«Unser Pferd hatte es nicht einfach, bei dieser Atmosphäre ruhig Blut zu bewahren»
Keine Medaille an der WM in Aachen für Voltige Lütisburg. Die Delegation konnte trotzdem überzeugen und holte sich im Einzel durch Michelle Brügger Platz sechs sowie in der Doppeldisziplin «Pas de Deux» durch Remy Brunner und Michelle Brügger Rang 5. In der Nationenwertung, bei der Michelle Brügger zum Team gehörte, musste sich die Schweiz mit dem undankbaren vierten Platz begnügen.
Bevor sich Trainerin und Longenführerin Monika Winkler-Bischofberger am Sonntagabend mit ihrer Crew auf die gut siebenstündige Heimfahrt machte, fand sie Zeit, dieser Zeitung Auskunft zu geben.
Die beste Schweizerin bei ihrer ersten WM
Beim Einzelwettkampf nach Pflicht und Kür belegte die 23-jährige Michelle Brügger im 46-köpfigen Teilnehmerinnenfeld den guten sechsten Schlussrang. Dazu Monika Winkler: «Sie hat einen starken Auftritt hingelegt und war die beste von drei Schweizerinnen.» Dabei dürfe man nicht vergessen, dass es ihre erste WM bei der Elite war.
Zufrieden zeigte sich die Trainerin auch mit dem 20-jährigen Wallach Acardi. «Es war auch für ihn nicht einfach, bei dieser Atmosphäre ruhig Blut zu bewahren, denn bei den Wettkämpfen waren immer mehrere Tausend Zuschauerinnen und Zuschauer anwesend.»
Beim «Pas de Deux», bei dem Michelle Brügger und der ebenfalls 23-jährige Remy Brunner ein Team bildeten, schafften es die Lütisburger auf Platz 5. Winkler sagte: «Sie haben zwei super Umgänge gezeigt.» In dieser Doppeldisziplin waren 15 Mannschaften am Start.
Vierter Platz in der Nationenwertung
Bei der abschliessenden Nationenwertung war Michelle Brügger Teil des Schweizer Teams, weil sie zuvor im Einzel mit der besten Kür geglänzt hatte. Auf das Podest reichte es dann nicht. Gold holte sich das Gastgeberteam Deutschland vor Frankreich und Italien. Die Schweiz liess aber so bekannte Voltige-Nationen wie Österreich, Holland, die USA oder Polen hinter sich. «Andere, die ebenfalls mit Ambitionen nach Aachen gereist waren, schafften es nicht einmal ins acht Länder umfassende Teilnehmerfeld des Nationenpreises», sagte Winkler-Bischofberger.
Viel Schlaf konnte sich die Erfolgstrainerin von Voltige Lütisburg in der Nacht vom Sonntag auf den Montag nicht gönnen. Am Montagmorgen um acht Uhr stand die Lehrerin bereits wieder im Schulzimmer in St.Gallen.
Für Voltige Lütisburg stehen in diesem Jahr noch zwei wichtige Anlässe im Terminkalender. Anfang September führt der Verein sein eigenes Turnier in Rosental bei Wängi durch. Vom 26. bis 28. September gehen die Schweizermeisterschaften in Fehraltorf über die Bühne.
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