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Volley Toggenburg schnuppert am Sieg – gibt Führung aber aus der Hand

Gegen Aufsteiger Aarau verpasst Volley Toggenburg im ersten NLA-Heimspiel der neuen Saison den ersten Sieg. Die 1:3-Niederlage offenbart Positives und Potenziale.
von Peter Eggenberger
Volley Toggenburg liefert ein packendes Duell gegen Aarau, geht trotz Führung am Ende leer aus. (Bild: zvg/Matteo Rusca)
Das lokal ausgebildete Nachwuchstalent, Cosima Wildberger (#5) aus Lichtensteig, bleibt Toggenburg treu und gibt einen wuchtigen Einstand. (Bild: zvg/Matteo Rusca)

War Alfred Hitchcock je im Toggenburg? Gesichert ist das nicht, aber zumindest hat er am Sonntag in der Rietwishalle in Wattwil Regie geführt in einem Spiel, das bis zum letzten Punkt spannend war und genauso gut mit umgekehrtem Resultat hätte enden können.

In jedem der vier Sätze führte Volley Toggenburg, gewann aber nur den zweiten 25:21. Im ersten war die Führung früh (2:1) und währte nur sehr kurz, am Ende stand es 18:25. Im dritten verspielte das Team von Headcoach Eraldo Buonavita einen 9:6-Vorsprung, lag plötzlich 10:13 zurück und verlor 20:25. Im vierten zogen die Gastgeberinnen gar auf 12:6 weg, mussten die Aarauerinnen aber auf 18:18 herankommen lassen und unterlagen noch 21:25.

Schmaler Kader und kurzfristige Verstärkung

Der Kader der Toggenburgerinnen war am Sonntag um vier Spielerinnen kleiner als jener von Aarau und ist generell schmal. Immerhin hat Cosima Wildberger, Spielerin von NLB-Ligist Glaronia, kurzfristig eine Doppellizenz gelöst und wird zeitweise an ihre alte Wirkungsstätte zurückkehren. Aarau hat mit dem Resultat im ersten Spiel der neuen Spielzeit (2:3-Niederlage gegen Sm‘Aesch-Pfeffingen, das drittbeste Team der vergangenen Qualifikation) deutlich gemacht, dass man mit Ambitionen in die Meisterschaft geht.

Das lokal ausgebildete Nachwuchstalent, Cosima Wildberger (#5) aus Lichtensteig, bleibt Toggenburg treu und gibt einen wuchtigen Einstand. (Bild: zvg/Matteo Rusca)

Bei Volley Toggenburg sind als Konstanten in der Startaufstellung nur Passeurin Jil Joos und Mittespielerin Alina Marty übriggeblieben. Die Libera (Alina Morandi) sowie die Positionen Aussen, Diagonal und Mitte mit den vier Ausländerinnen (Maia Rackel, Josefine Sorland Oines, Ema Stikic und Nataliya Herasymiv) sind dagegen neu besetzt. Dennoch spielten die Toggenburgerinnen praktisch auf Augenhöhe.

Aarau war eine Spur vifer, eingespielter, effektiver und cleverer. Die Equipe wirkte mental etwas robuster. Trainer Timo Lippuner sagte dazu: «Meine Spielerinnen haben von der vergangenen Saison viel Vertrauen mitgenommen, dass sie einen Satz bei ausgeglichenem Spielstand von 18:18 oder 20:20 gewinnen können.»

Antipode Buonavita wies darauf hin, dass seine Equipe die Fehlerquote geringer halten müsse: «Heute haben wir zum Beispiel stark serviert, aber bei den Service-Annahmen nicht so gut ausgesehen.» Er müsse mit den Spielerinnen daran arbeiten, dass es Brüche wie im dritten und vierten Satz nicht mehr gebe. Hoffnung kann ihm dabei Lippuners Einschätzung machen: «Toggenburg hat gute Ausländerinnen geholt, in der Person von Maia Rackel gar eine ligaweit überdurchschnittliche Volleyballerin.» Am Sonntag zeichnete sich die kroatische Aussenangreiferin Ema Stikic als Topskorerin mit 20 Punkten und der Wahl zur besten Spielerin von Volley Toggenburg aus.

Artikel: http://www.vaterland.li/regional/ostschweiz/volley-toggenburg-gibt-sieg-gegen-aarau-aus-der-hand-art-767737

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