Damals im Toggenburg: Trachten, Tanz und Kurzweil
Vor 100 Jahren
22. September: Unterwasser. Günstige Witterung vorausgesetzt, werden kommenden Sonntag nachmittag die trachtentragenden Frauen und Mädchen des Obertoggenburgs Gelegenheit haben, sich mit den sennigen Mannen zu einer gemütlichen Vereinigung zu Tanz und anderer Kurzweil im Freien zu treffen. Es soll ein recht gemütlicher Nachmittag werden. Nicht nur für die Trachtentragenden, auf deren farbenfrohes Bild wir uns schon zum voraus freuen, sondern auch für die zuschauenden Gäste wird es sich dann zeigen, dass die Feiertagstracht nicht nur ein ausserordentlich schmuckes Gewand darstellt, auf das die Träger stolz sein dürfen, sondern dass es auch ein husliches und sparsames Kleid ist, weil es von den Vierteljahrlaunen der Frau Mode unabhängig ist, und in seiner Farbenfreude und Formschöne die Jahrzehnte überdauert.
Vor 50 Jahren
17. September: Nesslau. Der Verwaltungsrat der Genossenschaft Tierklinik und Tierheim Toggenburg teilt mit: Um die Lärmbelästigung durch Hundegebell in der nähern und weitern Umgebung des Tierheimes in Nesslau einzudämmen, sind auf Grund von Schallmessungen verschiedene Varianten von Schallisolationsmöglichkeiten geprüft worden. Dabei wurde festgestellt, dass der Strassenlärm, d.h. die Geräusche von Personen- und Lastwagen messungsmässig die Schallhöhe des Hundegebells übersteigen und an und für sich die grössere Belästigung darstellen müssten. Während der Verkehrslärm in der Regel langsam ansteigt und wieder verebbt, ist das Geräusch des Hundegebells kurz und heftig und wird deshalb als störender empfunden.
Vor 20 Jahren
18. September: Bütschwil. Die Holzbrücke bei der Taamühle wurde feierlich eingeweiht. Gross ist die Bewunderung für die neue Holzbrücke, die sich wie eine Kapelle in der Naturlandschaft einfügt. Geprägt war diese Feier vom feierlichen, ökumenischen Gottesdienst, umrahmt von Liedern des Kirchenchors, vom Eröffnungsakt und Segnung der Brücke, sowie dem Fest bis nach Mitternacht. Tausend Stunden Arbeit haben die drei Zimmermanns-Lehrlinge Martin Niedermann, Patrick Riedener und Daniel Bachmann für ihre Brücke aufgewendet.
Vor 10 Jahren
22. September: Toggenburg. Der Alpsommer war erst in der zweiten Hälfte gut. Nun werden die kommenden Wochen die Sennerinnen und Sennen, Bäuerinnen und Bauern für die durchlebten kaltnassen Tage auf der Alp entschädigen. Denn an insgesamt 20 Viehschauen in der Region dürfen sie ihre Tiere präsentieren, und mit etwas Glück gewinnt das eine oder andere aus ihrer Herde sogar einen der begehrten Missen-Titel. (red)
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