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Der FC Bütschwil muss wieder um den Ligaerhalt zittern – Neckertal mit Punktgewinn

Das war ein rabenschwarzes Wochenende für die Toggenburger Fussballclubs. Sechs von sieben Teams haben verloren. Nur Drittligist Neckertal-Degersheim wartete mit einem kleinen Erfolgserlebnis auf. Der Punkt in Uznach bringt im Abstiegskampf aber zu wenig.
Flavio Gmür, links, vergab kurz nach Wiederbeginn die grösste Chance zur Bütschwiler Führung. (Bild: Beat Lanzendorfer)
Die Frauen von FF Toggenburg mussten in diesem Jahr erstmals als Verliererinnen vom Platz. Rechts Laura Keller. (Bild: Archivbild: Beat Lanzendorfer)
Timo Baumgartner, links, traf in der ersten Halbzeit lediglich den Pfosten. Omer Colovic, rechts, sah für ein etwas überhartes Einsteigen kurz vor Schluss die rote Karte. (Bild: Beat Lanzendorfer)
Der Dussnanger Robin Früh, links, bereitete den Siegtreffer vor und stand auch hinten wie eine Wand. Rechts Emanuel Bösch. (Bild: Beat Lanzendorfer)
Stephen Bosshard, links, war einer der Neckertaler Torschützen beim 3:3 in Uznach. (Bild: Archivbild: Beat Lanzendorfer)

So haben die Toggenburger Teams gespielt:

FF Toggenburg verliert erstmals

Die Frauen von FF Toggenburg mussten in diesem Jahr erstmals als Verliererinnen vom Platz. Rechts Laura Keller. (Bild: Archivbild: Beat Lanzendorfer)

In den bisherigen sechs Runden holten die Toggenburger Frauen (1. Liga) in diesem Jahr immer mindestens einen Punkt. Im siebten Anlauf setzte es beim 0:1 in Schwyz nun erstmals einen Nuller ab. Das entscheidende Gegentor kassierte die Elf von Trainer Vitor Domgjoni schon in der 3. Minute. Dazu sagte Domgjoni: «Ein Punkt wäre verdient gewesen, weil wir auf dem schwierig zu bespielenden Platz über weite Strecken dominiert haben.» Sein Team hätte fast alles richtig gemacht, was fehlte, waren die Tore. Die Partie zeigte aber einmal mehr, welche Fortschritte die Toggenburgerinnen gemacht haben, denn sie brauchten sich vor dem Tabellenfünften keineswegs zu verstecken.

Beim FC Bazenheid hält die Negativserie an

Bazenheid kommt nach der starken Vorrunde nicht mehr in die Gänge. Das 1:2 in Eschenbach war im achten Spiel die fünfte Niederlage – die dritte in Folge. Die Gäste waren zwar überlegen, vergassen aber die Tore zu schiessen. Besser machte es Eschenbach, das nach 19 Minuten in Führung ging und nach knapp einer Stunde von einem Bazenheider Eigentor profitierte. Timotei Stefan gelang lediglich der Anschlusstreffer. In der 2.-Liga-Tabelle wurden die Alttoggenburger von Henau überholt und liegen nun auf Platz 5.

Bütschwil verliert das zweite Sechs-Punkte-Spiel

Vor gut einer Woche war Zweitligist Bütschwil nach 89 Minuten praktisch gerettet. Dann wurde aus der 3:2-Führung gegen Steinach in der Nachspielzeit eine 3:4-Niederlage. Weil es am Sonntag gegen Gossau 2 erneut nicht zu Punkten reichte, wird es wieder eng. Der Vorsprung auf den Strich beträgt, bei der schlechtesten Fairnesswertung aller gefährdeten Teams, nur noch drei Punkte. Die Niederlage gegen Gossau 2 war ähnlich ärgerlich wie jene vor Wochenfrist.

Bütschwil machte vieles richtig, patzte aber im Anschluss. Die grösste Möglichkeit vergab Flavio Gmür, als er allein vor dem Torhüter scheiterte. So entschied ein Konter der Einheimischen das Spiel, bei dem Delio Settembrini mit seinem Flachschuss Schlussmann Noah Oswald das Nachsehen liess. Es passte zum derzeitigen Pech, dass der eingewechselte Claudio Blöchliger in der Nachspielzeit nur den Pfosten traf.

Bronschhofen war glücklicher als Wattwil Bunt

Timo Baumgartner, links, traf in der ersten Halbzeit lediglich den Pfosten. Omer Colovic, rechts, sah für ein etwas überhartes Einsteigen kurz vor Schluss die rote Karte. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Spielerisch war der Kampf zwischen den Drittligisten Wattwil Bunt und Bronschhofen kein Leckerbissen. Höhepunkt in der ersten Halbzeit war ein Pfostenschuss von Timo Baumgartner. Nach dem Seitenwechsel profitierten die Gäste von einem Wattwiler Fehler im Mittelfeld, den Andrin Owassapian mit einem Schuss aus gut und gerne 35 Metern zur Führung nutzte. In der Nachspielzeit gelang Bronschhofen das 2:0. Wenig später konnte Wattwil verkürzen, die Zeit reichte aber nicht mehr, um mit einem weiteren Tor einen Punkt zu retten. Zur Niederlage kommt noch die rote Karte von Omer Colovic, der nach einem überharten Einsteigen vorzeitig vom Platz musste.

Die nächste Heimpleite für Kirchberg

Der Dussnanger Robin Früh, links, bereitete den Siegtreffer vor und stand auch hinten wie eine Wand. Rechts Emanuel Bösch. (Bild: Beat Lanzendorfer)

So wird es schwierig, in der 3. Liga zu bleiben. Kirchberg schafft auch im fünften Spiel des Jahres keinen Sieg und bleibt als Zweitletzter in akuter Abstiegsgefahr. Das entscheidende Tor bei der 0:1-Niederlage gegen Dussnang fiel nach 36 Minuten, als Pascal Krucker nach einer Flanke des Ex-Bazenheiders Robin Früh am richtigen Ort stand. Kirchberg-Trainer Dave Obrist sagte nach den 90 Minuten: «Einmal mehr ein Spiel, das wir nicht hätten verlieren dürfen.» Er sagte dies auch deshalb, weil seine Spieler viermal das Aluminium getroffen hatten. Gute Noten verdiente sich der Unparteiische, der das Derby souverän über die Runden brachte.

Ebnat-Kappel mit Niederlage beim Leader

«Um gegen Glarus bestehen zu können, hätten wir weniger Ballverluste haben dürfen», sagte Co-Trainer Stefan Hinterberger. Dennoch zog sich Ebnat-Kappel gegen den Leader der Gruppe 4 (3. Liga) nicht so schlecht aus der Affäre. Durch einen Hands-Penalty, verwertet durch Raffael Büsser, gingen die Gäste in Führung. Danach wendeten die Glarner das Blatt und lagen bis zur 68. Minute mit 5:1 vorn. Als Marius Schwabe und Carlo Giger verkürzten, wurde der Spitzenreiter etwas nervös. Die definitive Entscheidung fiel in der Nachspielzeit, als Glarus ein weiterer Treffer zum 6:3-Schlussresultat gelang.

Neckertal holt ersten Punkt in diesem Jahr

Stephen Bosshard, links, war einer der Neckertaler Torschützen beim 3:3 in Uznach. (Bild: Archivbild: Beat Lanzendorfer)

«In einer normalen Saison würden wir den Punkt gerne mitnehmen, in unserer Situation ist er klar zu wenig», sagte Stephen Bosshard nach dem 3:3 in Uznach. Sie hätten gut gespielt, auf Konter gelauert, was aufgegangen sei. «Schade, dass der Ausgleich für Uznach erst in der 89. Minute fiel.» Da stand Neckertal nur noch zu zehnt auf dem Platz. «Stand», weil kurz zuvor Fabrice Gantenbein mit Gelb/Rot vom Platz flog.

Die Tore für Neckertal schossen Stephen Bosshard, Dimitri Büchler und Sandro Meng. Mit zehn Punkten Rückstand auf Platz 10, bei noch sechs Runden, stehen die Neckertaler trotz Punktgewinn praktisch als Absteiger fest. Weiter geht es am Mittwoch zu Hause gegen Flawil. Die Beleuchtung ist repariert, sodass die Partie wie geplant um 20.15 Uhr angepfiffen werden kann.

 
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