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St.Gallerinnen und St.Galler treiben mehr Sport

Die St.Galler Bevölkerung treibt mehr Sport als noch 2020, wie eine neue Studie zeigt. Dabei verändert sich auch, wie trainiert wird: Erstmals haben Fitnesscenter mehr Mitglieder als Sportvereine.
Immer mehr Menschen bewegen sich lieber im Fitnesscenter als im Sportverein. (Bild: Symbolbild: Gaëtan Bally/Keystone)

Mehr als die Hälfte der St.Galler Bevölkerung treibt mehrmals pro Woche während insgesamt mindestens drei Stunden Sport und zählt damit zu den sehr aktiven Sporttreibenden. Das geht aus der Studie «Sport im Kanton St.Gallen 2026» hervor, wie die St.Galler Staatskanzlei am Montag mitteilte. Die Ergebnisse zeigen ausserdem, dass die Sportaktivität im Kanton St.Gallen seit der letzten Befragung im Jahr 2020 leicht zugenommen hat. Damit liege der Kanton ziemlich genau im Schweizer Schnitt. «In der Stadt St.Gallen und in Rapperswil-Jona fällt die Zunahme noch deutlicher aus», so die Staatskanzlei.

Weiter heisst es: «Was die St.Gallerinnen und St.Galler zum Sport bewegt, hat sich kaum verändert». Die wichtigsten Beweggründe für sportliche Aktivität bleiben weiterhin die Gesundheit und die Freude an der Bewegung. Nur für ein Sechstel der Bevölkerung sind Leistung und Wettkampf ein Antrieb. Während Wandern, Radfahren, Schwimmen, Skifahren und Jogging immer noch zu den beliebtesten Sportarten gehören, verzeichnet neu auch Krafttraining Zuwachs.

Fitnesscenter erstmals mehr Mitglieder als Sportvereine

Der Anteil der Aktivmitglieder in St.Galler Sportvereinen ist seit 2020 stabil geblieben und liegt bei gut einem Fünftel der Bevölkerung. «Gleichzeitig sind 23 Prozent Mitglied eines Fitnesscenters. Damit haben die Fitnesscenter erstmals mehr Mitglieder als die Sportvereine», wie die Staatskanzlei weiter schreibt. Die grosse Mehrheit der Bevölkerung betätigt sich jedoch ausserhalb dieser organisierten Strukturen als sogenannte «freie» Sporttreibende.

Aus der Studie geht zudem hervor, dass die St.Galler Bevölkerung bestehende Sportangebote und die Sportförderung im Kanton überwiegend positiv beurteilt. Besonders zufrieden ist sie mit den Sportmöglichkeiten in der freien Natur. Das grösste Verbesserungspotenzial sehen die Befragten bei den Hallenbädern und den Turn- und Sporthallen. Auch die Unterstützung des Kinder- und Jugendsports sowie eine bewegungsfreundliche Gestaltung von Schulanlagen und Wohnumfeldern habe hohe Priorität.

Sportförderung wird breiter aufgestellt

Diese Ergebnisse der Studie «Sport im Kanton St.Gallen 2026» bilden die Grundlage für die Weiterentwicklung der kantonalen Sportförderung. Mit dem neuen Bewegungs- und Sportförderungsgesetz wird diese stärker auf die unterschiedlichen Formen von Sport und Bewegung ausgerichtet. «Zusätzliche Mittel aus dem Sportfonds stehen dabei auch für Präventions- und Gesundheitsprojekte bereit», so die Staatskanzlei. Als Teil der nationalen Erhebung «Sport Schweiz 2026» wurden 1771 St.Gallerinnen und St.Galler ab 15 Jahren befragt.

 
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