Täter bestellen Taxi und erbeuten 185'000 Franken – St.Galler Polizei warnt vor neuer Masche
Zwischen Dienstag, 30. Juni, und Mittwoch, 8. Juli, ist es in der Stadt St.Gallen zu mehreren Betrugsfällen mit einer hohen Schadenssumme gekommen. Darüber informiert die Kantonspolizei in einer Medienmitteilung. In drei Fällen übergaben die Geschädigten der Täterschaft insgesamt 185'000 Franken.
Wie bereits bei früheren Betrugsfällen kontaktiert die Täterschaft ihre Opfer telefonisch und gibt sich als Mitarbeitende einer Bank aus. Anschliessend werden die Geschädigten dazu gebracht, hohe Bargeldbeträge abzuheben und mit nach Hause zu nehmen.
Taxifahrer werden ungewollt zu Komplizen
Neu ist die Vorgehensweise, dass die Täterschaft anschliessend ein Taxi an die Wohnadresse des Opfers bestellt oder dieses dazu auffordert, selbst ein Taxi zu bestellen. Das Opfer wird angewiesen, das Bargeld in einem unauffälligen Behältnis – beispielsweise einer Tasche – im Taxi zu deponieren. Die ahnungslosen Taxifahrerinnen und Taxifahrer erhalten danach den Auftrag, die Tasche an einer anderen Adresse abzugeben.
In einem Fall wurden der Täterschaft 130'000 Franken, in einem zweiten 40'000 Franken und in einem dritten 15'000 Franken übergeben. In den übrigen Fällen wurden die kontaktierten Personen misstrauisch oder von ihrem Umfeld auf den Betrugsversuch aufmerksam gemacht.
Die Kantonspolizei ruft zur Vorsicht auf. Insbesondere Taxifahrerinnen und Taxifahrer werden gebeten, bei Transportfahrten von Gegenständen für ältere Personen aufmerksam zu sein und verdächtige Feststellungen umgehend der Polizei zu melden. (kapo/ame)
Tipps der Polizei
Um nicht Opfer eines Betrugs zu werden, sind folgende Punkte zu beachten:
- Lassen Sie sich zu keinen Bargeldbezügen / Geldtransporten verleiten.
- Geben Sie keine Passwörter, Zugangsdaten, Sicherheitscodes oder Kreditkartendaten bekannt.
- Beenden Sie verdächtige Telefonate sofort und melden sie sich auf 117 bei der Polizei.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank nur über offiziell bekannte Telefonnummern oder über die offiziellen Kontaktkanäle.
- Informieren Sie insbesondere ältere Personen in Ihrem Umfeld über diese Betrugsmasche.
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