Fast den Sieg geerbt: Damian Ott holt auf dem Weissenstein einen Kranz
Die Ostschweizer Schwinger traten am Weissenstein als Favoriten an, konnten den Hausberg oberhalb von Solothurn am Abend jedoch nicht als Sieger verlassen. Dazu fehlte letztlich das nötige Wettkampfglück.
Bereits im ersten Gang mussten Damian Ott (Dreien) und Armon Orlik die Punkte teilen. Ott stellte gegen Lars Voggensperger, Orlik gegen den späteren Festsieger Nick Alpiger. Nach diesem harzigen Start begann für die beiden Aushängeschilder die Aufholjagd.
Ott nahe dran, den Festsieg zu erben
Der Toggenburger Ott bezwang bis zur Mittagspause seine beiden nächsten Gegner. Schwingerkönig Orlik zog mit zwei Siegen nach und hielt ebenfalls Kurs auf die Spitzenplätze. Im vierten Gang wartete auf den Kilchberger-Sieger Ott mit dem Solothurner Sinisha Lüscher ein echter Härtetest. Lüscher zeigte wenig Initiative, wodurch die Begegnung von langem Abtasten und mehreren Unterbrüchen geprägt war. Schliesslich lief die Zeit ab und die beiden mussten sich die Punkte teilen. Damit verabschiedete sich Ott auch aus dem Rennen um die Schlussgang-Qualifikation.
Orlik konnte mit einem Arbeitssieg gegen Lars Voggensperger an seinem Verbandskollegen vorbeiziehen und durfte weiterhin auf den Schlussgang hoffen. Doch auch der junge Solothurner Eidgenosse Marius Frank machte dem Schwingerkönig im fünften Gang das Leben schwer. Nach einem intensiven Duell endete auch diese Begegnung gestellt. Damit waren beide Ostschweizer Favoriten aus dem Rennen um den Schlussgang.

Dank seines Sieges im fünften Gang durfte Damian Ott dennoch auf einen möglichen geerbten Festsieg hoffen. Doch im sechsten Gang endete das Duell mit dem Südwestschweizer Lario Kramer nach hartem Kampf ebenfalls gestellt. Zum Abschluss holte sich Armon Orlik mit einem Sieg im letzten Gang den zweiten Schlussrang. Damian Ott klassierte sich auf dem vierten Schlussrang und damit in den Kränzen.
Schneider mit seinem 100. Kranzgewinn
Der 11. Juli 2026 wird dem Thurgauer Eidgenossen und Publikumsliebling Domenic Schneider noch lange in Erinnerung bleiben. Der Landwirt feierte auf dem Solothurner Hausberg vor 5075 Zuschauerinnen und Zuschauern seinen 100. Kranzgewinn. Mit vier Siegen, einer Startniederlage und einem gestellten Gang klassierte sich Schneider gemeinsam mit Armon Orlik auf dem zweiten Schlussrang.
Aus Ostschweizer Sicht blieb der erhoffte Festsieg zwar aus. Dennoch zeigte sich der Technische Leiter Urban Götte zufrieden: «Gerne hätte ich den Festsieg mit in die Ostschweiz genommen. Leider fehlte uns heute das nötige Wettkampfglück. Mit den sechs gewonnenen Weissensteinkränzen bin ich aber sehr zufrieden.»
Für die Ostschweizer Schwinger folgt nun eine einwöchige Wettkampfpause, bevor mit dem Brünig-Schwinget und dem Südwestschweizer Schwingfest die nächsten Herausforderungen auf dem Programm stehen. (pd)
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