Instabiler Fels am Säntis entdeckt: Auf der Schwägalp besteht erhöhte Steinschlaggefahr
Auf Teilen der Schwägalp besteht derzeit erhöhte Steinschlaggefahr. Bei einem Rettungsflug der Rega im Säntismassiv entdeckte der Pilot in einer Steilwand unterhalb des Girenspitzes einen instabilen Felsbereich. Dies teilt der Kanton Appenzell Ausserrhoden in einer Medienmitteilung mit.
Die Behörden der beiden Appenzeller Kantone veranlassten daraufhin eine Expertise durch ein Geologiebüro. Nach der Beurteilung von Fotos weiterer Erkundungsflüge, einem Augenschein vor Ort und weiteren Abklärungen sei das Geologiebüro zum Schluss gekommen, dass der Felsbereich absturzgefährdet sei. Ein Sturzereignis könnte Gebiete auf der Schwägalp erreichen. Die Kubatur des instabilen Felsbereichs, also das Volumen, wird auf 10'000 bis 15'000 Kubikmeter geschätzt, heisst es in der Mitteilung weiter.
Das Geologiebüro habe daraufhin verschiedene Sofortmassnahmen empfohlen, um die Sicherheit im Gebiet der Schwägalp zu gewährleisten. Die Umsetzung dieser organisatorischen Massnahmen erfolgt durch die Gemeinde Hundwil.
Flurstrasse für Fussgänger gesperrt – Autos und Velos dürfen weiterhin passieren
Im potenziellen Gefahrenbereich des Sturzereignisses liegt insbesondere die Kiesgrube oberhalb Siebenhütten. Deren Betrieb sei sofort eingestellt und der Zugang zu ihr abgesperrt worden, schreibt der Kanton. Die etwas weiter von der Felswand entfernte Flurstrasse liege ebenfalls im Gefahrenbereich. Die Risiken seien dort gemäss aktuellem Kenntnisstand aber deutlich kleiner. Dennoch ist die Flurstrasse im gefährdeten Bereich bis auf Weiteres für Fussgänger gesperrt. Für Autos und Velos bleibt sie offen, da sie sich laut Communiqué deutlich kürzer im gefährdeten Bereich aufhalten und das Risiko deshalb geringer ist. Der offizielle Wanderweg Schwägalp-Siebenhütten liegt nicht im Gefahrenbereich und kann ohne Einschränkungen begangen werden.
Das Geologiebüro werde in den kommenden Wochen im Auftrag des kantonalen Amts für Raum und Wald weitere geologische Abklärungen vornehmen, um die Lage besser beurteilen zu können. Danach könne entschieden werden, ob zusätzliche Massnahmen notwendig seien, heisst es weiter.
Die Gemeinde Hundwil und der Kanton Appenzell Ausserrhoden appellieren an die Eigenverantwortung der Wanderinnen und Wanderer. Die Verbote seien einzuhalten und die offiziellen und sicheren Wege dürften nicht verlassen werden. (pd/vit)
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