Damals im Toggenburg: Teekräuter und Zaubertrank
Vor 100 Jahren
9. August: St. Peterzell. Letzten Donnerstag nachmittag schwoll hier ganz plötzlich der Necker unheimlich an. Scheiter, Trämmel, ganze Tannen und Buchen kamen in den schmutzigen Fluten daher. Das Wasser erreichte eine Höhe wie den ganzen Sommer noch nie. In der Gass, St. Peterzell, wurde der neu erstellte Steg nach dem Freudental weggerissen. Da hier nur ein gewöhnlicher Landregen fiel, glaubte man, ein grösserer Erdschlipf habe den Fluss gestaut und dadurch das Hochwasser verursacht. Dem war aber nicht so, sondern ein lange anhaltender Platzregen in der Gegend Hochalp-Urnäsch vermochte den Necker so gewaltig zum Steigen zu bringen.
Vor 50 Jahren
11. August: Wattwil. Der Bau des ersten Loses der Berglistrasse von der Staatsstrasse nach dem Schochenebnet, hat begonnen. Die Firma Pozzi, Wattwil, welche das erste Los ausführt, ist seit Anfang dieser Woche mit der Erstellung des Trassees beschäftigt. Dieses Teilstück soll bis Ende des Jahres im Rohbau fertig sein. Die Länge beträgt 280 Meter bei einer Ausbaubreite von sechs Metern. Ebenfalls noch diesen Herbst, etwa im Oktober, wird die Firma Weber AG, Wattwil, mit dem Bau des zweiten Teilstücks Schochenebnet – Bergli beginnen. Im Frühling 1977 soll die insgesamt etwa 1 km lange Strasse fertig sein, die der Erschliessung des Bergli als Berggebiet für Einfamilienhäuser dient.
Vor 20 Jahren
10. August: Ebnat-Kappel. Die Toggenburger Kräuterfrauen werden national zum Thema. Die beliebte Kochsendung «al dente» auf SF1 mit Moderator Sven Epiney drehte gestern für ein Porträt auf dem Wintersberg. Ausgestrahlt wird der Beitrag am 30. April 07. Das ist auch die Walpurgisnacht. Das allein ist aber nicht der Grund, warum man bei der Redaktion von «al dente» auf die vier Kräuterfrauen gestossen ist. «Wir suchen einfach nach besonderen Menschen, in diesem Falle nach solchen, die den Umgang mit Teekräutern pflegen und wollen in dieser Sendung die Sommerfarben in die Tassen bringen», erklärt TV-Redaktorin Beatrice Käser ihre Anwesenheit auf dem Wintersberg. Gezeigt wird in der Sendung der Weg der Teeblüten vom Standort im Garten bis in die Teetasse.
Vor 10 Jahren
11. August: Toggenburg. Bahnen rennen mit Mujinga Kambundji. Sieben junge, talentierte Leichtathletinnen und Leichtathleten aus dem Kanton St. Gallen trainierten Ende Juli in Tenero im Tessin im UBS-Kids-Cup-Trainingscamp. Mit Joel Rüegg und Sven Scheu waren auch zwei Athleten aus dem Toggenburg dabei. Tipps erhielten sie von Europameisterschafts-Bronzemedaillengewinnerin Mujinga Kambundji. (red)
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben





Kleines Vademecum für Kommentarschreiber
Wie ein Kommentar veröffentlicht wird – und warum nicht.
Wir halten dafür: Wer sich an den gedeckten Tisch setzt, hat sich zu benehmen. Selbstverständlich darf an der gebotenen Kost gemäkelt und rumgestochert werden. Aber keinesfalls gerülpst oder gefurzt.
Der Gastgeber bestimmt, was für ihn die Anstandsregeln sind, und ab wo sie überschritten werden. Das hat überhaupt nichts mit Zensur zu tun; jedem Kommentarschreiber ist es freigestellt, seine Meinung auf seinem eigenen Blog zu veröffentlichen.
Jeder Artikel, der auf vaterland.li erscheint, ist namentlich gezeichnet. Deshalb werden wir zukünftig die Verwendung von Pseudonymen – ausser, es liegen triftige Gründe vor – nicht mehr dulden.
Kommentare, die sich nicht an diese Regeln halten, werden gelöscht. Darüber wird keine Korrespondenz geführt. Wiederholungstäter werden auf die Blacklist gesetzt; weitere Kommentare von ihnen wandern direkt in den Papierkorb.
Es ist vor allem im Internet so, dass zu grosse Freiheit und der Schutz durch Anonymität leider nicht allen guttut. Deshalb müssen Massnahmen ergriffen werden, um diejenigen zu schützen, die an einem Austausch von Argumenten oder Meinungen ernsthaft interessiert sind.
Bei der Veröffentlichung hilft ungemein, wenn sich der Kommentar auf den Inhalt des Artikels bezieht, im besten Fall sogar Argumente anführt. Unqualifizierte und allgemeine Pöbeleien werden nicht geduldet. Infights zwischen Kommentarschreibern nur sehr begrenzt.
Damit verhindern wir, dass sich seriöse Kommentatoren abwenden, weil sie nicht im Umfeld einer lautstarken Stammtischrauferei auftauchen möchten.
Wir teilen manchmal hart aus, wir stecken auch problemlos ein. Aber unser Austeilen ist immer argumentativ abgestützt. Das ist auch bei Repliken zu beachten.
Wenn Sie dieses Vademecum nicht beachten, ist das die letzte Warnung. Sollte auch Ihr nächster Kommentar nicht diesen Regeln entsprechen, kommen Sie auf die Blacklist.
Redaktion Vaterland.li
Diese Regeln haben wir mit freundlicher Genehmigung von www.zackbum.ch übernommen.