Wandern mit Remo Forrer in Aug und Ohr: «Hiking Sounds» lockt 3000 Menschen nach Wildhaus
«Dreitausend Tickets wurden dieses Wochenende in Wildhaus verkauft», sagt Tobi Müller, Co-Projektleiter von Hiking Sounds, und zieht eine positive Bilanz. Rund 1000 Personen besuchten den Anlass am Samstag, am Sonntag waren es rund 2000.
Entstanden ist Hiking Sounds 2021 als Idee während des Social Distancing der Coronapandemie. Das Konzept hat sich etabliert - diesen Sommer findet es bereits zum fünften Ma statt. Die Kombination aus Wandern und Musik begeistert. Mittlerweile finden die Konzerte während des Sommers an neun Standorten in allen Sprachregionen der Schweiz statt.
Dank Gasgrills war Bräteln möglich

Auf den Wanderwegen und vor den Bühnen treffen sich Besucherinnen und Besucher jeden Alters. «Hiking Sounds ist auch ein Festival für Kinder», sagt Müller. Schliesslich könnten sie den Künstlern ganz nahekommen – «im Gegensatz zu grossen Festivals». Dass Wandern und Musik gut zusammenpassen, liegt nahe: Wandern ist gemäss einer aktuellen Studie die beliebteste Sportaktivität der Schweizer Bevölkerung.
In Wildhaus führte die Route ab der Talstation Thur in Wildhaus entweder zu Fuss oder bequem mit der Sesselbahn hinauf ins Oberdorf. Von dort ging es auf einer rund fünf Kilometer langen Wanderung über die St.Gallerweid und entlang des Klangwegs hinunter zum Schwendisee, vorbei am Klanghaus und über die Hägis zurück ins Oberdorf.

Auf der Mobile Stage Hägis sorgten am Wochenende mit Némie aus der Region Bern und dem St. Galler Julyian zwei Newcomer für Unterhaltung. Weil wegen der anhaltenden Trockenheit in Waldnähe weiterhin ein Feuerverbot herrscht, stellten die Veranstalter Gasgrills zur Verfügung. So konnten die Wandernden ihren mitgebrachten Cervelat trotzdem bräteln.
Remo Forrer schon zum zweiten Mal dabei
Für die grossen musikalischen Namen steht die Hiking Sounds Stage. Am Samstag sorgten Skip und Dom Sweden für Stimmung, bevor Hauptact Dodo die Bühne übernahm. Auch das Wetter spielt an einem solchen Anlass eine wichtige Rolle. Während der Samstag noch wechselhaft war, präsentierte sich der Sonntag von seiner besten Wanderseite.

Den Auftakt auf der Hauptbühne am Sonntag machte der Toggenburger Remo Forrer. «Ich freue mich sehr auf diesen Auftritt, jetzt auch mit meiner fünfköpfigen Band», sagte der Sänger. Gleich zu Beginn präsentierte er seinen neuen Song «Falling». Für Forrer war es nach 2024 der zweite Auftritt bei Hiking Sounds in Wildhaus. Anschliessend übernahm der Basler Zian die Bühne. Sein Duett «How to Heal», das er im Original gemeinsam mit Stress singt, präsentierte er in Wildhaus zusammen mit seinem Gitarristen Elias – und begeisterte das Publikum.
Dann gehörte die Bühne den Berlinern The Baseballs. Mit ihrem Rock’n’Roll hatten sie das Publikum vom ersten Song an auf ihrer Seite. Vor der Bühne schwangen nicht nur die älteren Besucherinnen und Besucher das Tanzbein. Auch die jüngere Generation liess sich mitreissen.

Hiking Sounds will die Bühne künftig weiter öffnen. «Wir versuchen, neu auch internationaler zu werden», sagt Tobi Müller. Neben Schweizer Künstlerinnen und Künstlern sollen deshalb vermehrt Bands und Musiker aus Deutschland und Österreich auftreten. Ab dem kommenden Jahr wird Hiking Sounds an zehn Standorten in der Schweiz präsent sein.
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