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Die Toggenburger Bikerin Ramona Forchini fährt an den Europameisterschaften im Tessin hinterher

Am Sonntag wurden am Monte Tamaro die EM-Titel im Cross Country vergeben. Für die Wattwilerin Ramona Forchini endete die Reise ins Tessin mit einer Enttäuschung. Es reichte lediglich zu Rang 15.
von Beat Lanzendorfer
Ramona Forchini erwischte an der EM am Monte Tamaro keinen guten Tag und wurde im Cross-Country-Rennen lediglich 15. (Bild: Maxime Schmid)

Die Toggenburger Bikerin Ramona Forchini kann ihr hochgestecktes Ziel bei der Heim-EM im Tessin nicht in die Tat umsetzen. Nach einem guten Start fährt sie mit knapp zehn Minuten Rückstand als 15. über die Ziellinie.

Auf Anfrage erklärt Ramona Forchini dieser Zeitung, weshalb es nach den zuletzt gezeigten Leistungen nicht zum erhofften Spitzenplatz gereicht hat. Es sei schlicht nicht ihr Tag gewesen.

Das Rennen wurde für die Schweizerinnen trotzdem zur Triumphfahrt. Den EM-Titel gewann Sina Frei. Sie nahm der Zweitplatzierten Alessandra Keller 1,25 Minuten ab. Rang 3 holte sich die Schwedin Jenny Rissveds.

Nach gutem Beginn zurückgefallen

Nach einer von acht Runden sah es für Ramona Forchini noch halbwegs zufriedenstellend aus. Mit 39 Sekunden Rückstand auf die führende Jenny Rissveds lag sie auf Zwischenrang 7. Danach musste sie abreissen lassen. Der Rückstand zur Spitze vergrösserte sich stetig, irgendwann fiel sie aus den Top 10.

Die 32-Jährige sagt dazu: «Der Start war okay, danach fand ich nie in den nötigen Flow.» Sie hätte zwar nach eigener Aussage noch weitere zehn Runden drehen können, aber einfach nur mit Standgas, statt mit den erforderlichen, hochintensiven Peaks. Mehr ging nicht. «Es lief einfach nicht viel zusammen. Ich habe sofort gemerkt, dass ich heute nicht die Beine dazu habe. Ich habe zum falschen Zeitpunkt einen schlechten Tag erwischt», sagte sie ziemlich ernüchtert.

Auf dem Papier wäre ihren Aussagen zufolge ein Top-7-Rang wohl «normal» gewesen. Sie ist zum einen über die mässige Rangierung enttäuscht, zum anderen auch über das schlechte Renngefühl. Klar sei es heiss gewesen, die Hitze bereite ihr aber grundsätzlich keine Schwierigkeiten. Weiter sagte Forchini: «Es waren viele Zuschauer vor Ort, die für eine tolle Stimmung sorgten.» Allein schon ihretwegen hatte sich die Toggenburgerin einen anderen Rennverlauf erhofft. Ein Lob spricht sie den Organisatoren aus: «Sie haben die Strecke sehr gut präpariert, an ihnen lag es ganz sicher nicht.»

Gleich weiter nach Italien gereist

Obwohl das EM-Wochenende bei Forchini gemischte Gefühle hinterlassen hat, gilt es, die Enttäuschung vom Sonntag möglichst schnell abzuhaken. Sie ist bereits in ein Trainingscamp nach Italien weitergereist, wo sich Forchini auf die kommenden Aufgaben vorbereitet.

Zuerst steht am 23. August das Weltcuprennen im französischen Les Gets auf dem Programm, bevor am letzten August-Wochenende der Saisonhöhepunkt folgt. In Val di Sole gehen die Weltmeisterschaften über die Bühne.

Artikel: http://www.vaterland.li/regional/ostschweiz/ramona-forchini-verpasst-an-der-heim-em-den-spitzenplatz-art-748898

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