Die PHSG muss sparen: Zentrum in Gossau zügelt nach Rorschach
Der Kanton will finanzielle Entlastung, die Bildung muss sparen. Einen weiteren Schritt in diesem Prozedere hat die Pädagogische Hochschule St.Gallen (PHSG) angekündigt. Die Hochschule löst auf den 31. Dezember dieses Jahres das Regionale Didaktische Zentrum (RDZ) in Gossau auf und legt es mit dem Rorschacher Zentrum zusammen. Das schreibt die Hochschule in einer Mitteilung.
Dabei handelt es sich um eine Sparmassnahme aufgrund des kantonalen Entlastungspakets. Seit Oktober 2025 steht fest: Der Kanton spart am meisten in der Bildung. Geplant ist, dass die PHSG im kommenden Jahr 3,2 Millionen Franken weniger vom Kanton erhält. In den darauffolgenden Jahren sind Einsparungen von 4,15 Millionen Franken angedacht.
«Die Zusammenlegung der RDZ Gossau und Rorschach trägt ab dem Jahr 2027 mit 0,3 Millionen Franken jährlich zum Sparziel der PHSG bei», schreibt Markus Seitz, Verwaltungsdirektor, auf Anfrage. Dies entspricht dem Betrag, den der Kanton in der Zusammenstellung der Massnahmen vorgesehen hat. Darin werden Möglichkeiten gelistet, die Entlastungsmassnahmen umzusetzen. Inwiefern diese Schritte realisiert werden, entscheidet die Hochschule.
Lediglich eine von fünf Massnahmen
Mit der Zusammenlegung der Gossauer und Rorschacher Zentren enden die angedachten Einsparungen noch nicht. Die Zusammenstellung des Kantons listet vier weitere Punkte. Der erste besagt, dass die Schule ihre Lehre optimieren und in der Verwaltung sparen soll. Vorausgesagt werden Einsparungen von 1,56 Millionen Franken für 2027, 2,48 Millionen Franken ab dem darauffolgenden Jahr. Weiter sollen die finanziellen Unterstützungen für Berufseinsteigerinnen und -einsteiger nicht mehr von der PHSG sondern von den Arbeitgebern getragen werden – 0,7 Millionen Franken Sparziel.
Auch im Bereich Forschung und Entwicklung soll der Rotstift angesetzt werden. Die angedachte Kürzung umfasst 0,42 Millionen Franken für 2027, 0,45 Millionen Franken ab 2028. Zuletzt soll die Hochschule darauf verzichten, mehr fremde Räumlichkeiten anzumieten, sowie bestehende Mitverhältnisse auflösen. Dieser Schritt soll ab kommendem Jahr 0,22 Millionen Franken einsparen. Damit hat die Schule schon begonnen. Wie Seitz vergangenes Jahr mitteilte, habe die PHSG ein erstes Mietverhältnis bereits im Sommer 2025 beendet.
Ein Innovationszentrum ist geplant
Die Massnahme sei nicht nur eine organisatorische Zusammenführung, schreibt Seitz. Auch eine inhaltliche Neuausrichtung des Standorts Rorschach ist vorgesehen. Dort soll ein Innovationsraum entstehen – ein Ort, an dem RDZ-Mitarbeitende, Dozierende, Studierende sowie Partnerinnen und Partner aus dem Schulfeld Fragestellungen aus der Praxis gemeinsam bearbeiten. Laut Auskunft der Hochschule steht die Planung dazu erst am Anfang.
Die weiteren Standorte bleiben unverändert erhalten. Aktuell betreibt die PHSG fünf Regionale Didaktische Zentren: in Gossau, Rapperswil-Jona, Rorschach, Sargans und Wattwil. In den Zentren bietet die Hochschule Dienstleistungen für Lehrpersonen und Schulen an. Dazu gehören etwa Beratungen, Weiterbildungen und eine Mediathek. Auch in Gossau bleibt das Hochschulgebäude an der Seminarstrasse weiterhin ein Standort der Pädagogischen Hochschule.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben






Kleines Vademecum für Kommentarschreiber
Wie ein Kommentar veröffentlicht wird – und warum nicht.
Wir halten dafür: Wer sich an den gedeckten Tisch setzt, hat sich zu benehmen. Selbstverständlich darf an der gebotenen Kost gemäkelt und rumgestochert werden. Aber keinesfalls gerülpst oder gefurzt.
Der Gastgeber bestimmt, was für ihn die Anstandsregeln sind, und ab wo sie überschritten werden. Das hat überhaupt nichts mit Zensur zu tun; jedem Kommentarschreiber ist es freigestellt, seine Meinung auf seinem eigenen Blog zu veröffentlichen.
Jeder Artikel, der auf vaterland.li erscheint, ist namentlich gezeichnet. Deshalb werden wir zukünftig die Verwendung von Pseudonymen – ausser, es liegen triftige Gründe vor – nicht mehr dulden.
Kommentare, die sich nicht an diese Regeln halten, werden gelöscht. Darüber wird keine Korrespondenz geführt. Wiederholungstäter werden auf die Blacklist gesetzt; weitere Kommentare von ihnen wandern direkt in den Papierkorb.
Es ist vor allem im Internet so, dass zu grosse Freiheit und der Schutz durch Anonymität leider nicht allen guttut. Deshalb müssen Massnahmen ergriffen werden, um diejenigen zu schützen, die an einem Austausch von Argumenten oder Meinungen ernsthaft interessiert sind.
Bei der Veröffentlichung hilft ungemein, wenn sich der Kommentar auf den Inhalt des Artikels bezieht, im besten Fall sogar Argumente anführt. Unqualifizierte und allgemeine Pöbeleien werden nicht geduldet. Infights zwischen Kommentarschreibern nur sehr begrenzt.
Damit verhindern wir, dass sich seriöse Kommentatoren abwenden, weil sie nicht im Umfeld einer lautstarken Stammtischrauferei auftauchen möchten.
Wir teilen manchmal hart aus, wir stecken auch problemlos ein. Aber unser Austeilen ist immer argumentativ abgestützt. Das ist auch bei Repliken zu beachten.
Wenn Sie dieses Vademecum nicht beachten, ist das die letzte Warnung. Sollte auch Ihr nächster Kommentar nicht diesen Regeln entsprechen, kommen Sie auf die Blacklist.
Redaktion Vaterland.li
Diese Regeln haben wir mit freundlicher Genehmigung von www.zackbum.ch übernommen.