335 000 Gäste und grosses Interesse an Armee und Action Area
Die 83. Olma ist am Sonntag zu Ende gegangen. Während der elf Messetage strömten über 335'000 Besucherinnen und Besucher auf das Gelände, wo rund 650 Ausstellende ihre Stände unterhielten. Dieses Jahr bot die Olma einige Neuerungen, wozu unter anderem die Olma Action Area zählte. Dort warteten Spiele und Bewegung, insbesondere für das jüngere Publikum.
Auch die Sonderschau der Schweizer Armee stiess laut Mitteilung auf grosses Interesse. Sie habe ein gesellschaftlich relevantes Thema aufgegriffen und Militär und Bevölkerung miteinander ins Gespräch gebracht. Vor allem die Überflüge von zwei F/A-18-Maschinen zum Tag der Armee am 14. Oktober sowie punktgenaue Landungen von Fallschirmspringern in der Olma-Arena hätten das Publikum in ihren Bann gezogen.
Auch Landwirtschaft und Ernährung, die beiden Kernthemen der Olma, nahmen einen wichtigen Platz ein. So gab etwa die Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne (EPFL) Einblicke in die Forschung für die Landwirtschaft und Ernährung. Verschiedene Sonder- und Produkteschauen sowie der Olma-Genussmarkt machten Lebensmittel und ihre Herstellung erlebbar. Traditionelle Programmpunkte wie die Alpkäse-Prämierung und der Tag der Bäuerin würdigten die Arbeit in der Landwirtschaft.
Erstmals zwei Bundesräte an der Olma
Auch der Gastkanton Schwyz überzeugte getreu seinem Motto «Schwyz liefert» und brachte mit seiner Sonderschau Schwyzer Lebensgefühl nach St.Gallen. Höhepunkt war der Olma-Umzug mit 1'300 Schwyzerinnen und Schwyzern, den rund 25'000 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten.
Zum ersten Mal besuchten gleich zwei Bundesratsmitglieder die Olma. Bundespräsident Guy Parmelin vertrat das Gremium zum Eröffnungstag. Karin Keller-Sutter besuchte die Messe am Tag des Gastkantons. Weiteren hohen Besuch erhielt die Olma am Tag der Armee mit Benedikt Roos, Chef der Armee.

Auch bezüglich Sicherheit und Verkehr ziehen die Olma Messen eine positive Bilanz. Rund drei Viertel der Besuchenden reisten mit dem öffentlichen Verkehr an. «Während der elf Messetage herrschte eine friedliche und ausgelassene Stimmung.»
Mehr Interventionen seitens Stadtpolizei
Die Stadtpolizei berichtet in ihrer Medienmitteilung von einer Zunahme der Interventionen. In 21 Fällen mussten die Einsatzkräfte wegen aggressiver Personen eingreifen. Zudem rückten sie 14 Mal aufgrund von Tätlichkeiten aus. Ein Mann erlitt bei einer Auseinandersetzung einen Schädelbruch, sonst kam es zu keinen schweren Verletzungen. Sechs Personen mussten aufgrund ihres Verhaltens auf den Polizeiposten gebracht werden, wobei in einem Fall ein Gewahrsam verfügt wurde. Die Stadtpolizei zeigte eine Person wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte an.
Weiter berichtet die Stadtpolizei von elf Personen, die wegen öffentlichen Urinierens gebüsst wurden. Gemäss aktuellem Kenntnisstand kam es zudem zu vier Sachbeschädigungen im Bereich des Jahrmarktgeländes, wobei ein Sachschaden von mehreren zehntausend Franken entstand.
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