Oberseefähre stellt Betrieb aufgrund des tiefen Wasserstands vorübergehend ein
Die Oberseefähre auf dem Zürichsee muss ihren Fahrbetrieb vorübergehend einstellen. Grund dafür ist der aktuell tiefe Wasserstand. Dies hat der Regionalverein «Agglo Obersee» in einer Medienmitteilung vom Donnerstag mitgeteilt. Ein sicherer Betrieb könne derzeit nicht mehr gewährleistet werden.
In den vergangenen Wochen und Tagen wurde versucht, den Betrieb so lange wie möglich aufrechtzuerhalten. Jedoch sei dies aufgrund der aktuell aussergewöhnlich tiefen Pegelstände nicht mehr möglich. Vor allem das sichere An- und Ablegen an der Anlegestelle Rapperswil «Hochschule» sei mittlerweile unmöglich und eine Einstellung des Fährbetriebs konnte somit nicht verhindert werden. Deshalb wird die Verbindung zwischen Schmerikon, Altendorf, Lachen und Rapperswil ab diesem Freitag eingestellt.
Nicht betroffen sind hingegen die Kurse der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) auf dem Obersee. Die Oberseefahrten, die jeweils samstags und sonntags um 11 Uhr ab Rapperswil stattfinden, verkehren weiterhin fahrplanmässig.
Dass der Betrieb eingestellt werden muss, kommt nicht von ungefähr. Laut Fachstab Trockenheit des Kantons St.Gallen hat sich in der Ostschweiz seit Anfang Jahr ein erhebliches Niederschlagsdefizit akkumuliert. Die Wasserstände sind momentan auf einem ausserordentlich tiefen Niveau, das nur selten erreicht wird. Gemäss aktuellen Prognosen ist der Tiefstwert noch immer nicht erreicht. Der Fachstab kommt zum Schluss, dass für einen nachhaltigen Anstieg der Wasserstände in den Gewässern flächendeckende, langanhaltende Niederschläge über mehrere Tage bis Wochen nötig wären.
Damit ist aktuell unklar, wann die Fähre wieder fahren kann. Der Regionalverband schreibt, die Oberseefähre werde den Betrieb umgehend wieder aufnehmen, sobald sich die Wasserstände nachhaltig erholen und ein sicherer Betrieb wieder gewährleistet werden kann. Über die weitere Entwicklung wird zu gegebener Zeit informiert.
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