Norbert Stieger geht: Der amtsälteste Toggenburger Schulpräsident nimmt seinen Hut
Kein Schulpräsident im Toggenburg ist länger im Amt als er: Nun nimmt Norbert Stieger nach fast 27 Jahren bei der Schulgemeinde Wattwil-Krinau seinen Hut. Auf Ende Januar 2027 wird er sein Amt als Schulratspräsident niederlegen. Dies teilt die Schulgemeinde in einem aktuellen Schreiben mit.
Im Sinne einer Weichenstellung für die Zukunft der Schulgemeinde treten zeitgleich auch Hansruedi Lusti nach 20 Jahren und Christian Eicher nach 15 Jahren aus dem Schulrat von Wattwil-Krinau zurück.
In seinem Rücktrittsschreiben begründet Norbert Stieger seinen Entscheid wie folgt: Die laufende Gesamtrevision des Volksschulgesetzes werde in allen Schulen des Kantons in verschiedenen Bereichen Entwicklungen auslösen. Diese würden schwergewichtig den Förderbereich mit der Möglichkeit der integrativen Sonderschulung, die Flexibilisierung der Zyklen sowie als spezielle Herausforderung die Organisation der Oberstufe betreffen – alles sehr schulsensible Bereiche.
Rücktritt besser zur Mitte der Legislatur
Stieger kommt daher zum Schluss: «Aufgrund meines Alters könnte ich in der Sache zwar noch einige Prozesse auslösen, umsetzen müssten die daraus gewonnenen Erkenntnisse aber meine Nachfolge. Mein Rücktritt in der Mitte der Legislatur ermöglicht meiner Nachfolgerin oder meinem Nachfolger, das derzeitige, funktionierende örtliche Schulsystem kennenzulernen und die anstehenden Entwicklungen auf der Basis der so gewonnenen Erkenntnisse anzugehen. Ich bin überzeugt, dass der Prozess der Veränderung dadurch harmonischer und vor allem nachhaltiger erfolgen wird.»
Diesen Überlegungen haben sich Hansruedi Lusti und Christian Eicher angeschlossen. Der Schulrat hat den entsprechenden Rücktrittsschreiben anlässlich seiner Sitzung vom 23. Juni entsprochen. Der Schulrat bedankt sich bei den drei ausscheidenden Mitgliedern ganz herzlich für ihren ausserordentlichen und zukunftsweisenden Einsatz für die Belange unserer Schule. «Alle drei scheidenden Ratsmitglieder haben die Wattwiler Schule in den vergangenen Jahrzehnten massgeblich geprägt», hält die Mitteilung fest.
Ersatzwahlen finden am 29. November statt
Die Würdigung ihres Wirkens wird der Schulrat zu einem späteren Termin in zeitlicher Nähe zu ihrem Ausscheiden vornehmen. Bis dahin gilt es, in Nachwahlen ihre Nachfolge zu regeln. Der Schulrat hat in diesem Zusammenhang und in Übereinstimmung mit den Ortsparteien folgende Termine festgelegt: Der erste Wahlgang findet am 29. November 2026 statt. Wahlvorschläge können bis zum 18. September eingereicht werden. Ein allfälliger zweiter Wahlgang fände am 17. Januar 2027 statt.
Die Schulgemeinde weist darauf hin: Wahlvorschläge sind gültig, wenn sie innert der angesetzten Frist bei der Schulverwaltung eintreffen, von wenigstens 15 Stimmberechtigten der Schulgemeinde Wattwil-Krinau unterzeichnet sind, höchstens einen wählbaren Kandidaten oder eine wählbare Kandidatin enthalten sowie ausschliesslich Personen aufweisen, die ihrer Kandidatur zustimmen. (mn/pd)
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